Salzburg Innenstadt : Salzburg: Warum die Stadt im Retail gerade besonders anzieht

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Mango übernahm die früheren Verkaufsflächen von Zara in der Getreidegasse.

- © CBRE

Die Salzburg Innenstadt bleibt ein bedeutender Standort für den Einzelhandel. Nach Einschätzung des Immobiliendienstleisters CBRE profitieren die Innenstadt Salzburg und insbesondere die Getreidegasse weiterhin von einer starken touristischen Anziehungskraft, hoher Kaufkraft und einer konstant hohen Besucherfrequenz. Zusätzlich sorgen neue Projekte in den Bereichen Handel, Gastronomie und Hotellerie für Bewegung am Standort.

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„Salzburg nimmt im österreichischen Retailmarkt eine Sonderstellung ein. Die Kombination aus internationalem Tourismus, historischer Altstadt und hoher Kaufkraft schafft Rahmenbedingungen, die in dieser Form nur wenige Standorte bieten können“, sagt Christoph Ecker, Director Retail bei CBRE.

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Getreidegasse Salzburg und Alter Markt mit neuen Handelskonzepten

In der Salzburger Getreidegasse wurden in den vergangenen Monaten mehrere Veränderungen umgesetzt. Die Lindt Chocolate Boutique eröffnete einen neuen Standort. Gleichzeitig übernahm Mango die früheren Verkaufsflächen von Zara.

Auch der Alte Markt entwickelt sich zunehmend zu einem Standort für Luxus- und Schmuckanbieter. Dort eröffnete unter anderem die von CBRE vermittelte Uhrenboutique Bink. Zusätzlich setzte Dallinger am vorgelagerten Rathausplatz und Kranzlmarkt auf eine neue Rolex- und Tudor-Boutique sowie auf ein weiteres Juwelierkonzept.

Die Mietpreise in den zentralen Handelslagen der Salzburg Innenstadt bewegen sich laut Analyse weiterhin zwischen 50 und 110 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Innenstadt Salzburg profitiert von neuen Immobilienprojekten

Mehrere laufende Projekte sollen die Attraktivität der Innenstadt Salzburg weiter erhöhen. Dazu zählen das Revitalisierungsprojekt „Am Goldeck“ am Rathausplatz, die Umgestaltung von Waagplatz und Mozartplatz sowie die Entwicklung des AVA-Hofs zu einem Luxushotel mit Retail-Immobilien und Büroflächen.

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Auch außerhalb des historischen Stadtkerns entstehen neue Impulse. Im Umfeld des Hauptbahnhofs wird mit dem Landesdienstleistungszentrum Salzburg ein neuer Arbeitsstandort geschaffen, an dem künftig mehr als 1.300 Beschäftigte tätig sein werden.

„Wir erwarten in dem Bereich eine deutliche Steigerung der Frequenz für Handel und Gastronomie im unmittelbaren Umfeld“, sagt Christoph Ossberger, Standortleiter von CBRE in Westösterreich.

Zusätzliche Dynamik im großflächigen Einzelhandel soll zudem die Erweiterung des Europarks bringen. Bis 2027 entstehen dort rund 8.500 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche.

Einzelhandel in Österreich zeigt erste Stabilisierungstendenzen

Auch auf gesamtösterreichischer Ebene zeichnet sich eine Stabilisierung des Einzelhandelsmarktes ab. Nach mehreren schwierigen Jahren stieg der Umsatz 2025 inflationsbereinigt um 0,8 Prozent.

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Positive Impulse kamen vor allem aus dem Lebensmittelhandel und dem E-Commerce. Im Non-Food-Segment bleibt die Situation dagegen angespannt. Besonders die Bereiche Möbel, Sportartikel und Elektronik stehen weiterhin unter Druck.

Gleichzeitig belasten steigende Energie- und Personalkosten die Unternehmen. Der daraus resultierende Margendruck führt weiterhin zu Marktbereinigungen, die sich unter anderem in Insolvenzen und Flächenreduktionen zeigen.

„Der österreichische Retailmarkt befindet sich aktuell in einer Phase der Konsolidierung. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren sowohl Händler als auch Investoren weiterhin selektiv“, sagt Ecker.

Immobilienmarkt Salzburg und Retail-Investments bleiben gefragt

Der Investmentmarkt für Retail-Immobilien verzeichnet ebenfalls wieder mehr Aktivität. Im Jahr 2025 erreichte das Investmentvolumen rund 485 Millionen Euro. Damit entfielen etwa 12 Prozent des gesamten Immobilieninvestmentmarktes auf dieses Segment.

Zu den größeren Transaktionen zählten unter anderem das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck sowie der Verkauf des Gewerbeparks Stadlau in Wien.

Internationale InvestorInnen prägen weiterhin das Marktgeschehen. Das Interesse richtet sich dabei vor allem auf Core-Produkte und Trophy-Assets. Besonders Fachmarktzentren mit starker Nahversorgungsfunktion stehen im Fokus.

Die Spitzenrenditen lagen zuletzt bei rund 4,7 Prozent für Highstreet-Objekte, bei 5,7 Prozent für Fachmarktzentren und bei 5,9 Prozent für Shopping-Center.

„Investoren konzentrieren sich zunehmend auf qualitativ hochwertige Objekte mit stabilen Cashflows. Sekundäre Lagen und schwächer positionierte Objekte stehen hingegen stärker unter Druck“, so Manuel Bugl, Head of Investment bei CBRE.

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