Health Hub Tirol : Forum Alpbach: Diese Frauen verraten, was Österreichs Zukunft entscheidet

Forum Alpbach 2025 Women Economic Summit: Maimuna Mosser (Country Director Google), Susanna Zapreva (Mitglied des Vorstands Verbund), Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus), Edeltraud Stiftinger (Vize-Gouverneurin Österreichische Nationalbank, Intiatorin Barbara Gruszkiewicz (Head of Corporate Affairs, Public Relations und Marketing bei LeitnerLeitner, Natascha Stornig-Wisek (Partnerin LeitnerLeitner), Edeltraud Stiftinger (Vize-Gouverneurin Österreichische Nationalbank) und Esther Mitterstieler, ORF Landesdirektorin Tirol

Alpbach Women Economic Summit 2025: Maimuna Mosser (Country Director Google), Susanna Zapreva (Mitglied des Vorstands Verbund), Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus), Edeltraud Stiftinger (Vize-Gouverneurin Österreichische Nationalbank, Intiatorin Barbara Gruszkiewicz (Head of Corporate Affairs, Public Relations und Marketing bei LeitnerLeitner, Natascha Stornig-Wisek (Partnerin LeitnerLeitner), Edeltraud Stiftinger (Vize-Gouverneurin Österreichische Nationalbank) und Esther Mitterstieler, ORF Landesdirektorin Tirol

- © OENB

Beim Europäischen Forum Alpbach 2025 fand auch heuer der Women Economic Summit statt – diesmal zum 4. Mal. 

Barbara Gruszkiewicz von der Steuerberatung LeitnerLeitner lud unter dem Titel „Recharge Austria: NextGen Standortpolitik – (Wie) bleiben wir wettbewerbsfähig?“ Managerinnen und Expertinnen ein.

Das Panel bestand ausschließlich aus Frauen und war damit in Alpbach einzigartig. Teilgenommen haben Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus), Maimuna Mosser (Country Director Google), Edeltraud Stiftinger (Vize-Gouverneurin der OeNB), Sigrid Stagl (Klimaökonomin, Wissenschafterin des Jahres, WU Wien), Susanna Zapreva (Vorstand Verbund) und Natascha Stornig-Wisek (Partnerin LeitnerLeitner).

Unter den Teilnehmerinnen waren unter anderem Ruth Moss (Head of Sustainability, CRIF Austria), Silvia Angelo (Vorständin ÖBB Infrastruktur), Verena Kuen (CEO 1030 Innovation Partners), Alexandra Geyer (Falkensteiner Michaeler Tourism), Elke Pichler (Partnerin MagnoliaTree) und Marianne Neumüller-Klapper (Nestlé).

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Mike Porkrovsky (Neuron Soundware), Michael Eidenberger-Schober (Plansee SE), Tom Lemmerer (Microsoft Austria), Michael Heiss und Roland Laucher (Siemens Österreich), Andreas Herbst und Roland Sommer (Plattform Industrie 4.0 Österreich) beim Praxisfrühstück 2025 in Alpbach

- © Standortagentur Tirol

Europa als Schlüssel für Österreichs Zukunft

Elisabeth Zehetner stellte klar, dass Österreich seine Zukunft nur in enger Zusammenarbeit mit Europa sichern könne. 

„Eine österreichische Lösung allein reicht nicht, wir müssen die Antworten im europäischen Kontext finden. Der Binnenmarkt ist unsere größte Stärke“, sagte sie. 

Gleichzeitig sprach sie hohe Lohnkosten offen an, betonte aber auch Chancen durch Startups, etwa im Bereich digitaler Gesundheitslösungen. Sie kündigte die Schaffung eines Dachfonds für Startups an, um privates Kapital besser zu mobilisieren.

Euregio-Days: Bedeutung grenzüberschreitende Vernetzung

Auch bei den Euregio-Days, die 2025 erstmals als fixes Programmmodul beim Forum Alpbach 2025 liefen, wurde die Relevanz länderübergreifender Kooperation und Vernetzung verdeutlicht.

„Mit den Euregio-Days schaffen wir einen Raum, in dem innovative Projekte und starke Partnerschaften im Herzen Europas entstehen können", sagt Programmleiter Andreas Eisendle. 

Der Technologiebrunch sei hier ein Paradebeispiel.

Und Othmar Karas, Präsident des Europäischen Forum Alpbach, sagte: „Europa muss durch den Austausch von Praxis und Politik Rahmenbedingungen schaffen und so ein Möglichmacher für Lösungen entsprechend unseren Werten sein. Im Normalfall wird das ein Kostendämpfer und Effizienzsteigerer sein."

Othmar Karas (EFA-Präsident) eröffnet "Europe in the World Days" im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach.

 

- © APA/EXPA/JOHANN GRODER

Health Hub Tirol als Leuchtturm der Life Sciences vorgestellt

Beim Technologiebrunch der Standortagentur Tirol im Rahmen der Euregio-Days wurde das Projekt Health Hub Tirol vorgestellt. Dieses wurde später, am 13. November 2025, eröffnet.

Tirol gilt mit 10.000 Arbeitsplätzen und einem Branchenumsatz von fast vier Milliarden Euro als wichtiger Life-Sciences-Standort

Der Health Hub Tirol ist nun eine neue Landesinitiative, die den Sektor nachhaltig stärken soll. Das Prestigeprojekt in der Innsbrucker Exlgasse stellt hochmoderne Laborflächen sowie ein innovatives Arbeitsumfeld für Firmen aus Medizin, Biotechnologie, IT, Engineering und Digitalisierung bereit. 

„Wir begleiten Unternehmen von der ersten Idee bis zur Umsetzung mit individueller Förderberatung, Vernetzung mit Wissenschaft und Forschung, Unterstützung bei Betriebserweiterung oder -ansiedlung und konkreten Services rund um Innovation und Entwicklung", sagt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.

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© Standortagentur Tirol
Euregio-Days am European Forum Alpbach 2025.

KI-Anwendungen in der Produktion im Fokus

Beim traditionellen Industrie 4.0-Praxisfrühstück in Alpbach anlässlich des Tiroler Technologiebrunchs zeigten Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktion

Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit der Standortagentur Tirol, EIT Manufacturing, Siemens und Microsoft.

In fünf Fachvorträgen wurde deutlich, wie vielfältig KI-Technologien bereits heute in der Produktion zum Einsatz kommen – sei es in der Qualitätskontrolle, Effizienzsteigerung, Innovationsfähigkeit oder Datenmanagement. 

Michael Heiss und Roland Laucher von Siemens gingen in ihrem Vortrag „Skalierung von industrieller AI für Digital Manufacturing" auf zentrale Herausforderungen und erfolgreiche Konzepte wie Assistenzsysteme, Foundation Models oder Human-in-the-Loop ein. Anhand aktueller Industrial-AI-Lösungen veranschaulichten sie, wie diese Ansätze bereits heute praktisch umgesetzt werden. 

Tom Lemmerer von Microsoft präsentierte unter dem Titel „Gemeinsam produktiv: Die Zumtobel Group AI Roadmap mit Microsoft & Partnern“ , wie moderne KI-Lösungen den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Beschäftigte stärken, fundierte Entscheidungen beschleunigen und aktiv zur Innovationskultur in Unternehmen beitragen.

Michael Eidenberger-Schober von Plansee hielt den Vortrag „Prozessoptimierung in der Pulvermetallurgie im Zeitalter des Data Mesh“. Hier ging es darum, wie das Data-Mesh-Prinzip Fachabteilungen befähigt, durch dezentrales Datenmanagement und den gezielten Einsatz maschineller Intelligenz tiefgreifende Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.

Mike Pokrovsky stellte mit dem Input „Listening to Machines: AI-Powered Predictive Maintenance for Industry 4.0“ die Lösung des tschechischen Unternehmens Neuron Soundware vor. Mithilfe von KI, Internet of Things (IoT) und Edge Computing werden Geräuschmuster von Maschinen analysiert. Weniger Ausfälle, geringere Wartungskosten und höhere Produktivität sollen die Folge sein. 

Digitalisierung und KI als Wachstumstreiber

Parallel dazu wurde auch beim Women Economic Summit der Nutzen neuer Technologien in den Vordergrund gestellt. So unter anderem von Maimuna Mosser von Google:

„Generative KI kann österreichischen Unternehmen helfen, effizienter zu arbeiten, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und schneller auf Marktveränderungen zu reagieren, mit einem Wort, die Produktivität zu steigern.“

Eine Google-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass generative KI in Österreich bis zu 40 Milliarden Euro zusätzliches Wachstum bringen könnte. Mosser betonte, dass Technologien vorhanden und sicher seien. Das Risiko liege im Nicht-Nutzen der Möglichkeiten. 

„Die Frage ist nicht mehr, ob wir KI einsetzen. Die Frage ist, wie wir sie einsetzen.“ Zudem brauche Österreich eine stärkere Fehlerkultur, um Innovation zu fördern.

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(LB/APA)

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