Health Hub Tirol : Life Sciences als Österreichs Zukunftsbranche: Wie Health Hub Tirol jetzt durchstartet
Eröffneten zusammen den Health Hub Tirol – das neue Life-Sciences-Zentrum im Herzen der Alpen (v.l.): Landesrat Mario Gerber, Josef Penninger (Genetiker, Mitgründer von Angios in Innsbruck & wissenschaftlicher Geschäftsführer Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig/Deutschland), Klaus Weinberger (Geschäftsführer Health Hub Tirol) und Marcus Hofer (Geschäftsführer Standortagentur Tirol).
- © Standortagentur TirolIn Innsbruck entsteht mit dem Health Hub Tirol ein neues Zentrum für die Gesundheitswirtschaft. Das Land Tirol und die Standortagentur Tirol investierten rund 10 Millionen Euro in Förderprogramme, Beratungsangebote und hochmoderne Infrastruktur.
Mehr über Tirol im Gesundheitswesen
Am 13. November 2025 erfolgte die offizielle Eröffnung im Innsbrucker West Park.
Die hundertprozentige Tochter der Standortagentur Tirol stellt auf 4.000 Quadratmetern modernste Labore, Büros und Werkstätten bereit.
Zusätzlich bietet das Zentrum Services für Unternehmensgründungen sowie Zugang zu einem internationalen Investorennetzwerk. Damit sollen bestehende Infrastrukturlücken geschlossen und Ausgründungen beschleunigt werden.
Einmal mehr wird so Tirol im Besonderen und Österreich im Allgemeinen als Biotech Standort in Europa gestärkt.
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Am Health Hub Tirol u.a. angesiedelte Unternehmen
AKEDIS
Entwickelt eine Software, mit der Ärzt:innen Patientendaten schneller und übersichtlicher eingeben und miteinander teilen können – bald auch mit Hilfe von KI.
ANGIOS
Züchtet Blutgefäße im Labor, um neue Behandlungen für schlecht heilende Wunden zu testen und Medikamente gegen Probleme mit Gefäßen zu entwickeln.
CYPRUMED
Cyprumed entwickelt Technologien, mit denen bisher nur per Injektion verabreichte Medikamente als Tabletten eingenommen werden können.
KINCON BIOLABS
KinCon Biolabs bietet eine patentierte Technologie, um die Identifizierung neuer, effizienterer Arzneimittelkandidaten in frühen Phasen der Arzneimittelentdeckung zu beschleunigen oder zu ermöglichen.
LIT HEALTH
Unterstützt Gesundheits- und Sozialeinrichtungen mit strategischer Beratung, Projekt- und Changemanagement sowie digitaler Transformation – von der Prozessoptimierung bis zur Umsetzung.
ONSIGHT VENTURES
Onsight Ventures ist der erste Risikokapitalfonds im Westen Österreichs mit Fokus auf early-stage-Startups im Deep-Tech-Bereich.
SOLA DIAGNOSTICS
Sola Diagnostics hat ein Verfahren entwickelt, das Gebärmutterkörperkrebs dedektiert.
Eröffneten zusammen den Health Hub Tirol – das neue Life-Sciences-Zentrum im Herzen der Alpen (v.l.): Landesrat Mario Gerber, Josef Penninger (Genetiker, Mitgründer von Angios in Innsbruck & wissenschaftlicher Geschäftsführer Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig/Deutschland), Klaus Weinberger (Geschäftsführer Health Hub Tirol) und Marcus Hofer (Geschäftsführer Standortagentur Tirol).
- © Standortagentur TirolLife Sciences Österreich: Wachstumsbranche mit enormem Potenzial
Die Life Sciences Branche umfasst Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik. Österreichweit sind rund 1.170 Unternehmen mit etwa 73.400 MitarbeiterInnen in diesem Sektor tätig. An 56 Einrichtungen und Universitäten forschen mehr als 24.000 WissenschafterInnen. Rund 68.300 Studierende absolvieren einschlägige Studien.
Tirol bildet mit über 80 spezialisierten Unternehmen, acht Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen sowie fast 10.000 Studierenden ein starkes Ökosystem. Im Vergleich von 15 europäischen Regionen führt Tirol beim Beschäftigungswachstum seit 2011.
„Life Sciences stehen in Tirol für mehr als 10.000 Arbeitsplätze und nahezu vier Milliarden Euro Jahresumsatz", sagt Mario Gerber, Landesrat für Wirtschaft, Digitalisierung und Tourismus. Das stärke die Innovation und erhöhe die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
"Genau deshalb ist der Health Hub Tirol so wichtig", so Gerber weiter. "Er vernetzt Talente, Wissenschaft und Kapital und beschleunigt Ausgründungen und Unternehmenswachstum. Damit halten wir Wertschöpfung im Land und gestalten aktiv die Medizin der Zukunft."
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Besichtigten gemeinsam den Health Hub Tirol (v.l.): Klaus Weinberger (Geschäftsführer Health Hub Tirol), Landesrat Mario Gerber, Josef Penninger (Genetiker, Mitgründer von Angios in Innsbruck & wissenschaftlicher Geschäftsführer Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig/Deutschland), Jakob Thönig (Angios) und Marcus Hofer (Geschäftsführer Standortagentur Tirol).
- © Standortagentur TirolLife Sciences Infrastruktur: Modernste Ausstattung im West Park
Der Health Hub Tirol befindet sich in der Exlgasse 24 im neuen West Park Innsbruck. Auf rund 4.000 Quadratmetern stehen Labor- und Büroräume, Werkstätten für die Prototypenentwicklung sowie Gemeinschaftsflächen für interdisziplinären Austausch zur Verfügung.
Das Angebot richtet sich an Startups, Jungunternehmen, universitäre Ausgründungen und Spinoffs etablierter Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Gründungszentrum Start-up Tirol ist eng.
„In den letzten Jahren hat Tirol im Bereich der Life Sciences starke Impulse gesetzt", sagt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. "Ein entscheidender Faktor dafür ist die dringend benötigte Infrastruktur. Mit dem Health Hub Tirol schließen wir nicht nur die bestehende Infrastrukturlücke, sondern bieten zudem praxisnahe Services und Zugang zu Kapital, damit gute Ideen bleiben und Tirol weiterhin die erste Adresse für Life-Sciences-Wachstum bleibt."
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Life Sciences Förderung: Drei Säulen der Unterstützung
Das Angebot des Health Hub Tirol gliedert sich in drei Bereiche:
Infrastruktur: Mietbare Laborflächen auf neuestem technischen Stand, Werkstätten sowie Büroräume und Gemeinschaftsflächen.
Services: Finanzierungs- und Gründungsberatung in Kooperation mit dem Gründungszentrum Start-up Tirol.
- Kapital: Zugang zum internationalen Investorennetzwerk der Standortagentur Tirol.
„Mit dem Health Hub Tirol setzen wir dort an, wo klassische Start-up-Rezepte scheitern: Life Sciences brauchen längeren Atem und mehr Kapital – ein neues Medikament kann zehn bis vierzehn Jahre dauern und rund zwei Milliarden Euro kosten", erklärt Klaus Weinberger, Geschäftsführer des Health Hub Tirol. "Darum unterstützen wir Forschungsunternehmungen schon in sehr frühen Phasen."
Tirol bringe dafür starke Voraussetzungen mit: exzellente Universitäten und eine außergewöhnliche klinische Infrastruktur. So ein Zusammenspiel kann den Weg von der Idee zur Anwendung deutlich beschleunigen.
Biotech Unternehmen Tirol: Erste Mieter bereits eingezogen
Erste Unternehmen aus Medizintechnik, E-Health, Pharma und Biotechnologie haben sich bereits im neuen Life Sciences Zentrum angesiedelt.
Ein Beispiel ist das Innsbrucker Biotechnologieunternehmen Cyprumed. Es entwickelt Technologien, die eine orale Einnahme von Medikamenten ermöglichen, die bislang nur per Injektion verabreicht werden konnten. Im Frühjahr 2025 schloss Cyprumed mit einem US-Pharmaunternehmen eine Lizenz- und Optionsvereinbarung über rund 500 Millionen US-Dollar ab.
Auch der international renommierte Wissenschafter Josef Penninger arbeitet mit seinem Team im Health Hub. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neue Medikamenten- und Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes. Mit Angios lassen sich menschliche Blutgefäße im Labor nachbilden. Dieses Modell unterstützt die Entwicklung neuer Therapien gegen chronische Wunden sowie Antikörper gegen Gefäßprobleme bei Diabetes und Krebs.
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