Startups Tirol : Vielversprechende Startups beim Demo Day 2026 in Tirol

Landesrat Mario Gerber, StartUp.Tirol-Geschäftsführerin Lisa Spöck mit den neun Startup-Teams und der Jury des dritten StartUp.Tirol Demo Days.

Landesrat Mario Gerber (Mitte r.), StartUp.Tirol-Geschäftsführerin Lisa Spöck (Mitte l.) mit den neun Startup-Teams und der Jury des dritten StartUp.Tirol Demo Days.

- © Startup Tirol

Es war bereits die dritte Auflage der Startup.Tirol Demo Days: Anfang Februar 2026 präsentierten neun Jungunternehmen aus dem aktuellen Boost.Up!-Programm ihre Geschäftsmodelle im BTV Stadtforum Innsbruck. 

Diesmal erhielten Serwas und Termite Intelligence die Hauptauszeichnungen. Die Standortagentur Tirol organisierte sowohl die Veranstaltung als auch das zugehörige Förderprogramm.

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Boost.Up!-Programm bietet umfassende Startup-Förderung Tirol

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten bereitet das Boost.Up!-Programm Tiroler Startups auf den Markteintritt oder nachfolgende Finanzierungsrunden vor. Die teilnehmenden Teams erhalten jeweils bis zu 20.000 Euro zur Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Die Finanzierung erfolgt durch das Land Tirol über die Tiroler Startup-Förderung. 

Ergänzend durchlaufen die GründerInnen individuelles Coaching sowie Workshops zu Themenbereichen wie Preisgestaltung, Verhandlungsführung oder Führungskompetenzen.

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Jury- und Publikumspreis für innovative Geschäftsmodelle

Die neun Jungunternehmen traten in zwei Pitch-Runden vor einer vierköpfigen Jury an. Die Bewertung berücksichtigte Kriterien wie Technologie- und Innovationspotenzial sowie die Skalierbarkeit der Geschäftsideen. 

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Den Jurypreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, sprachen Tanja Spennlingwimmer (aws Austria Wirtschaftsservice), Katja Pietzak (Business Angel), Martin Spitznagel (Investor) und Andreas Schwersenz (TU München) an Serwas zu. 

Das Startup entwickelt eine Lösung, bei der Serverabwärme zur Gebäudeheizung eingesetzt wird. „Unser nächstes Ziel nach diesem Demo Day ist das Fundraising. Dabei wollen wir circa 500.000 Euro sammeln, um den Verkauf zu stärken", erklärt Mitgründer Timo Berkmann.

Das Publikum wählte Termite Intelligence zum Gewinner des Publikumsvotings. „Wir haben eine KI-gestützte Software entwickelt, die ArchitektInnen beim Erstellen von Standardplänen unterstützt", erklärt Gründer und Entwickler Mohammad Tabari sein Konzept.

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Startups präsentierten ihre Lösungen

Unplot ermöglicht es Forschungseinrichtungen und datengetriebenen Unternehmen, präzise Rohdaten direkt aus Diagrammen zu extrahieren.

datum.coffee bietet ein Kaffee-Ökosystem bestehend aus Maschine, Mühle und Rezeptplattform für perfekten Kaffee mit Gelinggarantie.

goMedics entwickelt und produziert kostengünstige Kapselfüllmaschinen für Apotheken.

Meno Academy betreibt eine Online-Plattform für Unternehmen, die fundierte Begleitung für Mitarbeiterinnen in den Wechseljahren bietet.

Predsense analysiert Daten, um kostenintensive Maschinenausfälle in KMUs zu vermeiden.

Scansion automatisiert die Digitalisierung historischer Dokumente mittels der Robotikplattform robotics4digitisation.

scorrior vernetzt Hobby-SportlerInnen und misst Leistung via Score-System.

Serwas macht digitale Infrastruktur zum Teil der Energiewende, indem Rechenleistung und Wärmeerzeugung vereint werden.

Termite Intelligence unterstützt ArchitektInnen in der frühen Planungsphase, indem es über eine interaktive, KI-gestützte Oberfläche automatisch Standardpläne erstellt.

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Standort Tirol: Hohe Attraktivität, aber Reformbedarf

„Tirols wirtschaftliche Zukunft liegt in Innovation, Digitalisierung und UnternehmerInnentum", sagt Mario Gerber, Landesrat für Wirtschaft, Digitalisierung und Tourismus. "Startups sind dabei ein zentraler Motor, der neue Ideen in die Wirtschaft bringt und die Arbeitsplätze der Zukunft schafft."

Tirol entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Standort für IT- und Technologieunternehmen. Der Sektor beschäftigt rund 7.500 Fachkräfte und erwirtschaftet jährlich 1,2 Milliarden Euro

Tirol weist zudem – gemessen an der Bevölkerungszahl – die zweithöchste Startup-Dichte in Österreich auf. Neben der Förderung von innovativen Jungunternehmen ist auch die Ansiedelung etablierter Tech-Firmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es – wie in ganz Österreich – wirtschaftliche Hürden, die das Wachstum bremsen. Branchenvertreter fordern insbesondere eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie eine bessere steuerliche Absicherung für Investoren, um Risikokapital attraktiver zu machen.

„Tirol verfügt über eine gute Infrastruktur, und die Bekanntheit von Innsbruck zieht Fachkräfte aus aller Welt an“, erklärt Clemens Plank, IT-Berufsgruppensprecher der Wirtschaftskammer Tirol. Dennoch sei die wirtschaftliche Lage ambivalent: „Die Lohnnebenkosten müssen österreichweit sinken, und wir brauchen eine bundesweit verankerte Prämierung von Risikokapital.“ 

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Keynote eines erfolgreichen Exit-Unternehmers

Matthias Farwick, Co-Gründer und Boost.Up!-Alumnus, hielt die Keynote des Abends. Sein 2017 gegründetes Unternehmen Txture, ein Spin-off der Universität Innsbruck, spezialisierte sich auf Software für Cloud-Modernisierung

Der US-Technologiekonzern IBM übernahm das Unternehmen 2025. Farwick teilte seine persönlichen Erfahrungen vom Gründungsprozess bis zum Exit und gab den anwesenden JungunternehmerInnen wichtige Erkenntnisse mit auf den Weg.

Auch bei der Tiroler Innovationswoche geht es um Startups und ihr Potenzial

Tirol weist – gemessen an der Bevölkerungszahl – die zweithöchste Startup-Dichte in Österreich auf. 

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Erfolgreiche IT-Unternehmen in Tirol: KI, Automatisierung und Quantentechnologie

Ein Beispiel für ein innovatives Tiroler Tech-Unternehmen ist Otera (ehemals DeepOpinion). Das von Stefan Engl mitgegründete Unternehmen setzt auf KI-gestützte Automatisierungsprozesse zur Optimierung von Kundenkommunikation. Engl betont die Standortvorteile Tirols, hebt aber hervor, dass internationale Investorengelder entscheidend für das Wachstum seines Unternehmens sind.

Auch das Innsbrucker Unternehmen Cropster, das mittels Künstlicher Intelligenz Röstprozesse für kleine Kaffeeröstereien optimiert, unterstreicht die Attraktivität Tirols. Co-Gründer Andreas Idl nennt insbesondere die internationale Bekanntheit von Innsbruck als Standortvorteil.

Tirol ist zudem ein wichtiger Standort für Quantentechnologie. Das Startup Parity QC, gegründet von Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner, entwickelt Architekturmodelle für Quantencomputer. Hauser hebt hervor, dass Tirol zwar nicht über die gleichen finanziellen Mittel wie Tech-Standorte in den USA verfüge, aber mit hochqualifiziertem Know-how punkten könne. 

Lechner ergänzt: „Tirol ist durch Pionierarbeit von Nobelpreisträger Anton Zeilinger ein exzellenter Standort für Quantentechnologie.“

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