Startup-Förderung Österreich : Dachfonds Österreich: Bundesregierung kündigt Millionen für Start-up Finanzierung an
Inhalt
- Potenziale für Kärnten
- Wie gründungsfreudig ist Österreich?
- Was es neben Kapital noch braucht
- Innovationsstrategie: Wie Österreich zum Innovationsführer werden soll
- Innovation Salzburg
- Innovationen ausgezeichnet
- Banken unterstützen Start-ups
- RVS mit eigener Fördergesellschaft
- Dachfonds: Was ihn ausmacht
Start-ups spielen eine entscheidende Rolle in der modernen Wirtschaft. Sie stehen für Innovation, neue Arbeitsplätze und die Dynamik, die für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum notwendig ist.
- © Jacob LundDie Bundesregierung verkündet während ihrer jüngsten Klausur die Schaffung eines Dachfonds, der privates sowie institutionelles Kapital für österreichische Startups und Scaleups erschließen wird.
Dieser Schritt wird von der Jungen Wirtschaft (JW) als wegweisender Fortschritt für den Wirtschaftsstandort Österreich eingestuft. Ein solcher Fonds sei eine zentrale Forderung der JW gewesen.
„Wir brauchen Gründerinnen und Gründer, die etwas bewegen wollen – und dafür brauchen sie ein starkes Ökosystem. Kapital ist dabei ein entscheidender Hebel, um Ideen zur Marktreife zu bringen und Unternehmen in die Skalierung zu führen. Der Dachfonds ist ein starkes Signal in diese Richtung“, sagt JW-Landesvorsitzende für Kärnten, Nika Basic.
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„Unser Ziel ist klar: Kärnten soll ein attraktiver Standort für Gründer:innen bleiben."JW-Landesvorsitzende Nika Basic
Potenziale für Kärnten
Besonders für Kärnten sieht Basic großes Potenzial:
„Gerade in den Regionen fehlt es jungen Unternehmerinnen und Unternehmern oft an Zugang zu Investorennetzwerken. Es ist daher entscheidend, dass der Dachfonds nicht nur in Wien und den Ballungsräumen Wirkung entfaltet, sondern auch Start-ups in Kärnten unterstützt. Innovation, Wertschöpfung und Arbeitsplätze müssen überall entstehen können.“
Wie gründungsfreudig ist Österreich?
Im ersten Halbjahr 2025 haben sich 21.128 Menschen entschieden, Unternehmerin oder Unternehmer zu werden. Das ist laut Wirtschaftskammer ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Gründenden, denen es meist um Flexibilität, Selbstbestimmung und eigenen Gestaltungsspielraum geht, waren durchschnittlich knapp 37 Jahre alt und zu gut 45 Prozent weiblich.
Die Kammer sieht eine "Gründerwelle". Für Harald Mahrer zeigen die Zahlen, dass "wir nicht nur in einer Zeit großer Herausforderungen leben, sondern auch in einer Zeit großer Chancen."
Ein Vergleich mit der als besonders unternehmensfreundlich geltenden Schweiz zeigt, dass dort im ersten Halbjahr tausende mehr Firmen gegründet wurden. Mit 27.811 waren es um 2,6 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2024, teilte das Institut für Jungunternehmen (IFJ) kürzlich mit.
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Was es neben Kapital noch braucht
Start-ups spielen eine entscheidende Rolle in der modernen Wirtschaft. Sie stehen für Innovation, neue Arbeitsplätze und die Dynamik, die für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum notwendig ist.
Doch der Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen ist oft steinig, vor allem wenn es um Förderungen und Finanzierungen geht.
Es braucht aber noch mehr als Kapital, nämlich auch "Know-how, Fachkräfte und moderne Rechtsformen", sagt Bettina Dorfer-Pauschenwein, JW-Bundesvorsitzende.
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Der Dachfonds stelle nun einen wesentlichen Baustein dar. „Die Junge Wirtschaft wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten", so Dorfer-Pauschenwein.
Innovationsstrategie: Wie Österreich zum Innovationsführer werden soll
Auch vor dem neuen Dachfonds gab es natürlich schon verschiedene Angebote, die auch weiter existieren.
Mit der Innovationsstrategie 2019 hat die Wirtschaftskammer Rahmenbedingungen definiert, mit denen Österreich zum Innovationsführer werden soll. Vertiefend wurde 2021 die WKO-Digitalisierungsstrategie vorgelegt.
Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerium tragen die Digitalisierungsoffensiven KMU.DIGITAL 4.0, KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN sowie KMU.DIGITAL & GREEN. Visionäre Technologien werden von der WKO in der „Innovation Map“ präsentiert und nach ihrem Reifegrad bewertet.
Im Rahmen des Servicepakets Innovation werden unter anderem die Erstberatung und Vermittlung von weiterführenden Angeboten zu Innovation und Technologie, die Durchführung von Veranstaltungen und Webinaren zu aktuellen Innovations- und Technologiethemen, eine begleitende Unterstützung für konkrete Innovationsprojekte und die individuelle Beratung für Kooperationen mit internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen geboten.
Innovation Salzburg
In Salzburg erbringt die Wirtschaftskammer diese Leistungen gemeinsam mit der Innovation Salzburg. Die WKS ist auch Mit-Trägerin des Inkubators Startup Salzburg, der innovative Unternehmensgründungen in allen Phasen unterstützt und begleitet.
Als besonders erfolgreiche Paradebeispiele gelten im Land Salzburg etwa Anywhere Solar, Augmenterra, Live Voice, Sproof oder Blumatix.
Weitere TrägerInnen von Innovation Salzburg sind: Land Salzburg, Stadt Salzburg und Industriellenvereinigung Salzburg.
Weitere TrägerInnen von Startup Salzburg sind: Land Salzburg, Innovation Salzburg, Fachhochschule Salzburg, Universität Salzburg, Privatuniversität Schloss Seeburg und Universität Mozarteum.
Innovationen ausgezeichnet
Die WKS ist auch Mit-Trägerin und Veranstalterin des Salzburger Wirtschaftspreises WIKARUS, der unter anderem in den Kategorien Innovation und Unternehmensgründung sowie Start-up vergeben wird.
Darüber hinaus wurde in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Messezentrum Salzburg das Salzburger Innovations- und Technologieforum salz21 aufgebaut.
Dieses hat sich mittlerweile zu einem überregionalen Treffpunkt der Innovations-, Startup- und Investorenszene aus Österreich und Bayern entwickelt. Das Event findet das nächste Mal März 2026 statt.
Banken unterstützen Start-ups
Auch Bankinstitute haben Firmengründer als Zielgruppe im Visier und bieten spezielle Konditionen für Geschäftskonten, Finanzierungen und persönliche Beratungen in eigens dafür eingerichteten Einrichtungen.
„Kredit, Leasing, Beteiligungskapital, Crowdinvesting und Förderungen – die Finanzierungswelt ist komplex", sagt Johann Flasch, Bereichsleiter für Firmen- und Großkunden der Salzburger Sparkasse Bank.
"Deshalb bieten wir Gründern mit FundNow eine automatisierte Berechnung der optimalen Kombination aller Finanzierungsquellen individuell für das Projekt an und das ganz einfach und kostenlos online. Die Gründer geben unter fundnow.at ihre Daten ein, erhalten den Finanzierungsvorschlag und können dann ein Expertenteam zu den weiterführenden Schritten beauftragen."
Flasch weiter: „Zudem stehen wir abseits von Produktangeboten den angehenden Firmengründern auch mit viel Know-How zur Seite". Dazu gehören Feedback zum Businessplan, die Vermittlung von objektiver rechtlicher Beratung, Förderungsberücksichtigungen und mehr.
RVS mit eigener Fördergesellschaft
Die Raiffeisen Bankengruppe Salzburg engagiert sich seit geraumer Zeit im wachsenden Bereich der Start-ups und hat dazu 2023 eine eigenen Genossenschaft mit einer Million Euro Kapital gegründet.
„Neben dem klassischen Business Banking kooperieren wir nun seit einigen Monaten mit Start-ups. Da geht es um viel mehr als klassische Unternehmensfinanzierungen“, so Andreas Derndorfer von der Geschäftsleitung des Raiffeisenverbandes Salzburg.
Dazu wurde im neuen Techno-Z Urstein eine Anlaufstelle mit dem Startup-Team und gründungsaffinen Bankberatern ins Leben gerufen.
Derndorfer: „Unser USP ist, dass wir auf individuelle Lösungen setzen. So kooperieren wir mal in Form von klassischer Beteiligung, mal durch Aufnahme in unser Netzwerk, oder durch die Zurverfügungstellung von Infrastruktur in unseren Räumlichkeiten im Techno-Z Urstein.“
Dachfonds: Was ihn ausmacht
Das neue geplante Konstrukt, also der Dachfonds, folgt dem „Fund-of-Funds"-Modell und kombiniert ein staatliches Ankerinvestment mit Mitteln von Pensionskassen, Versicherungen und Banken.
Durch verschiedene Zielfonds wird das gesammelte Risikokapital in junge, innovative Betriebe aus Österreich geleitet.
„Besonders während der Wachstumsphase mangelt es österreichischen Startups oft an Risikokapital, um erfolgreich zu skalieren. Der Dachfonds kann diese Finanzierungslücke überbrücken und sicherstellen, dass Innovation, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im heimischen Bereich verbleiben", sagt Lukas Sprenger, JW-Bundesgeschäftsführer.
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