MINT Österreich : Hacker School Austria von EEN Enterprise Europe Network nominiert | MINT Österreich

Das österreichische Team der Hacker School auf einer Bank im Freien

Das österreichische Team der Hacker School

- © Hacker School Austria gGmbH

Die gemeinnützige Bildungsorganisation Hacker School, die Kindern und Jugendlichen das Programmieren näherbringt, gehört zu den FinalistInnen der EEN Enterprise Europe Network Awards 2025. 

Seit 2024 vermittelt die Hacker School Austria digitale Kompetenzen an junge Menschen in Österreich. Die Organisation kooperiert dabei mit IT-ExpertInnen aus der Wirtschaft, die ihre Praxiserfahrung direkt in Coding-Workshops für SchülerInnen einbringen. 

„Jeder junge Mensch sollte die Möglichkeit haben, mindestens einmal zu programmieren, bevor er sich für einen Beruf entscheidet", sagt Julia Freudenberg, CEO der Organisation, die ihre Headquarters in Salzburg hat.

Freudenbergs ehrgeiziges Ziel: Eine Million Kinder sollen jährlich programmieren lernen. Das Enterprise Europe Network – ein weltweites Netzwerk von Partnerorganisationen, das Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion unterstützt – spielte eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Ausweitung der Aktivitäten nach Österreich.

Nie mehr die wichtigsten lokalen Nachrichten aus dem Westen Österreichs aus Wirtschaft und Politik verpassen. Abonnieren Sie unseren wöchentlichen Newsletter: Hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung!

Österreich bei den Enterprise Europe Network Awards 2025

Von Hamburg nach Österreich: Digitale Bildung über Grenzen hinweg

Ihren Ursprung hat die Hacker School in Hamburg. Die Initiative verbindet Klassenzimmer mit der Unternehmenswelt, indem IT-SpezialistInnen direkt in den Schulunterricht integriert werden. 

Das Angebot umfasst Präsenz- und Online-Formate für Bildungseinrichtungen. Zudem arbeitet die Organisation mit Unternehmen und Universitäten zusammen, um digitale Bildung zu fördern und soziale Wirkung zu erzielen.

Lesen Sie auch über RoboManiac: MINT-Förderung für Kinder in Wien, Graz und Linz

EEN Expansion: Österreich erstes Ziel

Zum zehnjährigen Jubiläum 2024 beschloss die Hacker School, international zu wachsen. Österreich wurde als erster Zielmarkt gewählt. 

Trotz der gemeinsamen Sprache standen die Verantwortlichen vor unbekannten Herausforderungen: Wie bewegt man sich in einem anderen Rechtssystem? Wie identifiziert man die richtigen PartnerInnen in einem neuen Markt?
 

„Ich konnte im Internet keine so detaillierten Informationen finden, insbesondere in einer Region, die mir völlig unbekannt war", erinnert sich Freudenberg. 

Der Kontakt zum Enterprise Europe Network-Partner Tutech Innovation in Hamburg brachte die Lösung. Der Experte Tim Zebahl erkannte sofort das Potenzial für eine grenzüberschreitende Kooperation.
 

Zebahl erstellte ein Organisationsprofil und stellte die Verbindung zu Romana Schwab vom EEN-Partner Innovation Salzburg her. Schwab begleitete das Team bei der Unternehmensgründung in Österreich und vermittelte Kontakte zu Förderinitiativen sowie zu regionalen und nationalen Stakeholdern.

Strategische Partnerschaften mit MINT Salzburg und EdTech Austria

Zu den wichtigsten Kooperationspartnern zählen MINT Salzburg und EdTech Austria, beide bei Innovation Salzburg angesiedelt. 

MINT Salzburg, eine regionale Initiative zur Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, öffnete den Zugang zu Schulen und Institutionen, die Interesse an den Hacker-School-Kursen zeigten. EdTech Austria, ein Netzwerk für digitale Bildungstechnologien, stellte Kontakte innerhalb des österreichischen Bildungsökosystems her.

Lesen Sie auch hier: Mangelndes Interesse nicht der Grund – 2 von 3 Frauen verlassen MINT-Berufe
 

Mit Unterstützung von Innovation Salzburg etablierte sich die österreichische Niederlassung als gemeinnützige GmbH. „Trotz unserer Erfahrungen in Deutschland war es entscheidend, zu verstehen, wie gemeinnützige Organisationen in Österreich funktionieren. Wir brauchten Anwält:innen, Steuerberater:innen – die richtigen Expert:innen. Dank Romana verlief alles reibungslos", sagt Stefanie Susser, Geschäftsführerin von Hacker School Austria.

Programmieren lernen für Kinder: Unternehmen als Partner gesucht

Während die Hacker School ihre Aktivitäten in Österreich ausbaut, sucht sie nun nach lokalen Software-Unternehmen, die Teil des Netzwerks werden möchten. Gefragt sind sowohl MitarbeiterInnen, die IT-Kurse für Jugendliche durchführen und als Vorbilder fungieren, als auch finanzielle Unterstützung.

Seit der Gründung in Österreich hat die gemeinnützige Bildungsorganisation bereits 3.300 Kinder und Jugendliche in nahezu allen Bundesländern unterrichtet. Die Niederlassung beschäftigt mittlerweile fünf MitarbeiterInnen und wächst rasant – mit dem ambitionierten Ziel, jährlich 100.000 Kinder zu erreichen.


In Deutschland brachte die Organisation 2024 insgesamt 27.000 Kindern das Programmieren näher und kooperierte mit über 370 Schulen. Der nächste Schritt ist die Intensivierung der Wirkung durch direkte Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien.

Fachkräfte von morgen: Expansion in weitere Länder geplant

Die Partnerschaft mit dem Enterprise Europe Network – der Schlüssel zum Erfolg der Hacker School in Österreich – wird nun weiter ausgebaut. Das Programm plant die Expansion in weitere europäische Länder und nach Afrika. 

„Unsere Unterstützung hat einen Anfang, aber kein Ende. Wann immer die Hacker School etwas braucht, nutzen wir das Netzwerk, um dies zu ermöglichen", sagt Schwab.

🔎 Noch mehr Wirtschaftseinblicke?

Folgen Sie uns auf LinkedIn und bleiben Sie über aktuelle Themen, spannende Interviews und Trends aus der Wirtschaft immer auf dem Laufenden!