Deep Tech : Finnland lockt Europas Top-Fachkräfte im Tech-Bereich
Inhalt
- Quantentechnologie und Forschung: Finnlands Stärken im Überblick
- Innovation und Work-Life-Balance: Das finnische Modell
- Investitionen in Forschung und Entwicklung steigen
- Quantum Europe Strategy: Finnlands Rolle in der EU-Technologiestrategie
- Kollaboration als Erfolgsfaktor im finnischen Innovationsökosystem
Hotspot für Spitzenforschung und persönliche Entfaltung: Aus Finnlands vernetztem Deep Tech-Ökosystem gehen Innovationen wie Europas erster 50 Qubit-Quantencomputer hervor.
- © VTTMit der Initiative „Find your Superposition" will Finnland WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus ganz Europa für seinen Technologiestandort gewinnen. Work in Finland, eine Organisation von Business Finland, startet damit eine Kampagne zur Stärkung des Deep Tech-Sektors.
Das skandinavische Land kombiniert dabei fortgeschrittene Forschungsinfrastruktur mit attraktiven Arbeitsbedingungen.
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Quantentechnologie und Forschung: Finnlands Stärken im Überblick
Quantentechnologie bietet Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen – von sicherer Kommunikation über Klimamodellierung bis zur Optimierung von Lieferketten.
Finnland hat sich als einer der globalen Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung in diesem Feld etabliert. Das Land beherbergt LUMI, einen der leistungsstärksten Supercomputer Europas.
„Finnland hat eines der kollaborativsten und transparentesten Innovationsökosysteme aufgebaut", sagt der finnische Arbeitsminister Matias Marttinen. „Unsere Unternehmen, Universitäten und öffentlichen Einrichtungen arbeiten eng zusammen, um globale Herausforderungen zu lösen. Indem wir erfahrene Fachkräfte aus Europa anziehen, stärken wir die Grundlage für zukünftige Durchbrüche und Kooperationen in Technologie und Wissenschaft."
Laura Lindeman, Senior Director bei Work in Finland, erklärt das Konzept der Kampagne: „Wer im finnischen Deep Tech-Sektor aktiv ist, hat Zugriff auf eine erstklassige Infrastruktur und bewegt sich in einem eng vernetzten Forschungs- und Entwicklungsumfeld. Mit unserer neuen Kampagne laden wir europäische Tech-Expertinnen und Experten ein, in Finnland ihre Ideen und gleichzeitig sich selbst zu verwirklichen."
Der World Happiness Report 2025 kürte Finnland bereits zum achten Mal in Folge zum glücklichsten Land weltweit.
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Innovation und Work-Life-Balance: Das finnische Modell
Der Begriff „Superposition" stammt aus der Quantenphysik und beschreibt das gleichzeitige Existieren in mehreren Zuständen.
„Dieses Konzept greifen wir in unserer neuen Kampagne „Find your Superposition in Finland" auf", sagt Lindeman. „In der finnischen Arbeitskultur ist eine hohe Lebensqualität fest verankert: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können hochwirksame Forschung betreiben und gleichzeitig ein erfülltes Privatleben führen, in dem Familie, persönliche Leidenschaften und das eigene Wohlbefinden im Vordergrund stehen – was wiederum innovatives Denken fördert."
Investitionen in Forschung und Entwicklung steigen
Finnland investiert derzeit 3,22 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung. Die Regierung plant, diesen Anteil bis 2030 auf vier Prozent zu steigern.
ExpertInnen aus dem Deep Tech-Bereich profitieren zudem von akademischer Freiheit und Unterstützung durch europäische Förderprogramme wie die EU Quantum Flagship Initiative sowie Programme des European Innovation Council.
Finnische Unternehmen wie Bluefors und IQM sind Teil einer starken europäischen Lieferkette im Quantenbereich. Zahlreiche Start-ups treiben zusätzlich Innovationen voran.
Quantum Europe Strategy: Finnlands Rolle in der EU-Technologiestrategie
Die EU-Kommission veröffentlichte im Sommer 2025 die „Quantum Europe Strategy". Sie zielt darauf ab, Europa bis 2030 als weltweiten Vorreiter bei Quantentechnologie zu etablieren.
Die Strategie konzentriert sich auf die Bündelung exzellenter Forschung und Innovation, den Aufbau skalierbarer Infrastruktur-Hubs, die Förderung von Start-ups, die Integration von Quantentechnologie in Sicherheits- und Verteidigungsstrategien sowie die Entwicklung hochqualifizierter Fachkräfte.
Der finnische Deep Tech-Sektor wird als wichtiger Baustein für die Umsetzung dieser Europa Technologie-Strategie betrachtet.
Kollaboration als Erfolgsfaktor im finnischen Innovationsökosystem
Hochschulen, Forschungsinstitute, Start-ups und etablierte Unternehmen arbeiten in Finnland eng zusammen. Ein Beispiel ist die Kooperation zwischen dem Forschungsinstitut VTT und dem Unternehmen IQM, aus der Europas erster 50 Qubit-Quantencomputer entstand. Das Finnish Chips Competence Centre (FiCCC) bringt Akteure aus Industrie und Forschung zusammen.
Lesen Sie hier mehr zu Europas Chips Competence Centers
„Das finnische Innovationsumfeld ist äußerst multidisziplinär: Hier kooperieren Expertinnen und Experten aus Bereichen wie KI, Gesundheitstechnologie, Quantentechnologie oder Design, um bahnbrechende Entwicklungen zu schaffen", sagt Lindeman.
Work in Finland lädt mit der neuen Kampagne europäische Deep Tech-ExpertInnen ein, das dynamische Innovationsumfeld mitzugestalten und die technologische Zukunft Europas aktiv voranzutreiben.
Weitere Informationen zur Kampagne und offenen Stellen (Dieser Link dient der Information – es besteht keine Affiliation zu den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.)
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