Quantentechnologie : Upper Austrian Research feiert im Jahr der Quantentechnologie Geburtstag

Birgit Tauber, Bereichsleiterin Basisprogramme, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Sonja Bruckner, Researcher & Software Engineer, Software Competence Center Hagenberg (SCCH), und Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer Upper Austrian Research (UAR).

Birgit Tauber, Bereichsleiterin Basisprogramme, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Sonja Bruckner, Researcher & Software Engineer, Software Competence Center Hagenberg (SCCH), und Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer Upper Austrian Research (UAR).

- © Land OÖ / Charlotte Guggenberger

Die Upper Austrian Research GmbH (UAR) blickt auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Forschungsarbeit zurück. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat sich die Organisation zur zentralen Leitgesellschaft für Forschung in Oberösterreich entwickelt. Sie verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung mit praktischer Anwendung in der heimischen Wirtschaft.

Innovation ist ein zentraler Treiber für einen Wirtschaftsstandort wie Oberösterreich. Dazu bedarf es einerseits Spitzenforschung mit internationaler Strahlkraft und zum anderen einen raschen Transfer der Ergebnisse von Forschung & Entwicklung in die Praxis", sagt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. "Für diesen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in unserem Bundesland sorgt seit einem Vierteljahrhundert die Upper Austrian Research GmbH (UAR) als Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich."

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UAR Innovation Network: 16 Spitzenforschungszentren im Verbund

Das Netzwerk der Upper Austrian Research umfasst mittlerweile 16 Forschungseinrichtungen. Diese Zentren sorgen für eine enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Unternehmen und stehen gleichzeitig für international anerkannte Forschungsexzellenz.


Die Forschungsgesellschaft spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030. Durch das breite Netzwerk sollen Zukunftstechnologien vorangetrieben werden.

"So sorgt die UAR beispielsweise für Quantenpower für unsere Industrie und liefert wichtige Beiträge für ökologische Transformation des Wirtschaftsstandorts OÖ", erklärt Achleitner.

Quantentechnologien: Ein Quantum Zukunft für Oberösterreich

Unter dem Motto „Ein Quantum Zukunft" feiert die UAR ihr Jubiläum. Im internationalen Jahr der Quantentechnologien 2025 richtet Oberösterreich den Blick nach vorn. 

"Quantentechnologien werden zum Treiber des nächsten Innovationsschubs und eröffnen große Chancen für den Produktions- und Technologiestandort – deshalb sind diese als zusätzliche Schlüsseltechnologie in #upperVISION2030 verankert worden", so Achleitner. "Das UAR Innovation Network treibt den nötigen Kompetenzaufbau voran und wirkt als Katalysator für die industrielle Anwendung der Technologien."

Quantentechnologien setzen neue Maßstäbe in Industrie, Medizin und Forschung – von präziseren Diagnosen über effizientere Prozesse bis zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten. Mit gezieltem Kompetenzaufbau in Quantum Machine Learning, Quantenelektronik und Quantensensorik bringt das UAR Innovation Network diese Ansätze aus dem Labor in die praktische Anwendung.

COMET-Programm: Oberösterreich als führender Forschungsstandort

Das nationale Förderprogramm COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) fungiert als wichtiger Katalysator für die technologische Entwicklung in Oberösterreich. 

Im österreichweiten COMET-Netzwerk spezialisiert sich das Bundesland auf Material & Produktion sowie Digitalisierung und IKT – getragen von den Ankerstandorten Linz und Hagenberg.

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Die Zahlen belegen die starke Position: Elf von 16 Forschungszentren im UAR Innovation Network sind COMET-Zentren, sechs davon haben ihren Hauptstandort in Oberösterreich mit enger Anbindung an die JKU. Seit Beginn von COMET zählt das Bundesland zu den stärksten Standorten mit durchgängig einem K2-Zentrum in Linz (LCM) über die gesamte Laufzeit der Förderschiene sowie fünf K1-Zentren (CHASE, Pro²Future, SCCH, Wood K plus, K1-MET).

Zusätzlich bestehen Beteiligungen an weiteren fünf K1-Zentren (PCCL, Battery4Life, FFoQSI, HyCentA, MCL) mit starker Innovationsachse zur Steiermark. Aktuell leiten neun von österreichweit 18 COMET-Modulen Zentren des UAR Innovation Network, sieben davon mit Hauptsitz in Oberösterreich.

Erfolgreiche Bilanz bei COMET-Ausschreibungen

Bei den jüngsten COMET-Ausschreibungen (4. Call Module & 10. Call Projekte) wurden fünf neue Innovationsvorhaben bewilligt.

Das COMET-Gesamtvolumen der aktuellen Initiativen (laufende Projekte, Module und Zentren auf vier bzw. fünf Jahre) beträgt 191 Millionen Euro.

Mit diesen Vorhaben fließen insgesamt 61 Millionen Euro Bundesfördermittel in das UAR Innovation Network. Das Land Oberösterreich bringt rund 26 Millionen Euro in die aktuellen Projekte ein. Eine breite Unternehmensbasis mit Leitbetrieben wie voestalpine, Fronius, KEBA und Lenzing sorgt für schnellen Transfer in die praktische Anwendung.

Internationale Vernetzung: EU-Fördermittel für Oberösterreich

Der Erfolgskurs der Upper Austrian Research reicht über die Bundesgrenzen hinaus. Im aktuellen EU-Förderprogramm Horizon Europe holte das Netzwerk beinahe 30 Millionen Euro nach Oberösterreich. Beim Einwerben von EU-Mitteln zählen Forschungszentren im UAR Innovation Network zu den österreichischen Top 20 in der außeruniversitären Forschung.

Mit SAL, PROFACTOR, LKR, Wood K plus und K1-MET stellt das Netzwerk ein Viertel der Spitzenplätze. Diese internationale Ausrichtung stärkt die Position Oberösterreichs als Innovationsstandort und ermöglicht den Zugang zu europäischen Forschungsnetzwerken.

European Digital Innovation Hub: Höchstbewertung für AI5innovation

Ein besonderer Erfolg ist die kürzlich erfolgte EU-Höchstbewertung für den European Digital Innovation Hub (EDIH) AI5innovation. Dabei handelt es sich um den Nachfolger der EDIHs InnovATE und AI5production mit starker oberösterreichischer Beteiligung. Die EU-Kommission bewertete AI5innovation mit der Höchstwertung (15 von 15 Punkten).


EDIHs fungieren als zentrale Anlaufstellen, die Unternehmen beim digitalen und nachhaltigen Wandel unterstützen – mit „Test-before-Invest", Beratung und Qualifizierung aus einer Hand. Die Angebote sind für drei weitere Jahre gesichert und auf eine breite Zielgruppe in Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie Holzindustrie ausgeweitet.
 

Im neuen Hub AI5innovation wurden die Dienstleistungen der erfolgreichen Hubs InnovATE und AI5production gebündelt. Dies signalisiert deutlich, dass nachhaltige Produktion und Digitalisierung untrennbar zusammengehören. Für Unternehmen bedeutet das: Neue Technologien können risikofrei erprobt werden, bevor sie in laufende Produktionsprozesse integriert werden.


Der neue Hub mit insgesamt 20 Partnern wird von der TU Wien koordiniert und basiert auf einem starken oberösterreichischen Partnernetzwerk. Dazu zählen: JKU Linz, FILL, Business Upper Austria sowie die Zentren aus dem UAR Innovation Network PROFACTOR, LCM, SCCH, LKR und Wood K plus. 

Das oberösterreichische Partnernetzwerk holt damit beinahe die Hälfte der Fördermittel (rund 1,6 Millionen Euro) an den Innovationsstandort.