upperWork : upperWork 2026: Oberösterreich schärft Standortprogramm nach

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin Arbeitsmarktservice OÖ, Mag.a Brigitte Deu, Landesstellenleiterin Sozialministeriumservice OÖ, und Christoph Knogler, CEO KEBA Group AG.

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin Arbeitsmarktservice OÖ, Brigitte Deu, Landesstellenleiterin Sozialministeriumservice OÖ, und Christoph Knogler, CEO KEBA Group AG.

- © Land OÖ / Daniela Sternberger

Das Wirtschaftsleben in Österreich befindet sich nach dem Rezessionsjahren 2023–2025 in einer fragilen Phase. Die Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO und IHS haben ihre Prognosen mehrfach nach unten korrigiert: Während die Institutionen im Dezember noch von Wachstumsspielraum ausgingen, prognoszieren sie aktuell Plus-Raten von 0,9 Prozent (WIFO) beziehungsweise 0,5 Prozent (IHS). Geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten belasten zunehmend die Energiepreise und hemmen damit die wirtschaftliche Belebung.

Für Oberösterreich als führendes Industrie- und Exportbundesland haben solche Marktveränderungen unmittelbare Folgen. Viele international tätige Unternehmen operieren gegenwärtig in einem schwierigen Umfeld. Ob und wie schnell sich konjunkturelle Schwankungen auf den lokalen Arbeitsmarkt auswirken, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig vorhersagen. Um auf solche Unsicherheiten schnell reagieren zu können, wurde das aktive Förderprogramm upperWork bewusst mit maximaler Flexibilität ausgestattet.

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Mit einem Volumen von knapp 392 Millionen Euro zeigt sich das Land Oberösterreich auch im Jahr 2026 konsequent in der Förderung von Beschäftigung und Qualifizierung. Das Standortprogramm upperWork 2026 bündelt sämtliche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen von Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice OÖ Iris Schmidt und der Landesstellenleiterin des Sozialministeriumservice OÖ Brigitte Deu.

Die Gesamtfinanzierung setzt sich aus Mitteln des Arbeitsmarktservice OÖ (rund 170 Millionen Euro), des Landes Oberösterreich (rund 170 Millionen Euro) und des Sozialministeriumservice Landesstelle OÖ (rund 52 Millionen Euro) zusammen.

Oberösterreichischer Arbeitsmarkt 2025 und 2026

Der oberösterreichische Arbeitsmarkt zeigt sich trotz wirtschaftlicher Widrigkeiten resilient. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 2025 etwa 5,4 Prozent und bleibt damit deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt von 7,4 Prozent. In einem Bundesländervergleich platziert sich Oberösterreich damit nach Salzburg und Tirol (beide 4,5 Prozent) auf Rang drei. Die Beschäftigung stagnierte auf hohem Niveau mit durchschnittlich 690.961 Personen; dies entspricht einem minimalen Rückgang von 0,56 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Aktuelle Zahlen vom März 2026 zeigen ein differenziertes Bild der regionalen Arbeitsmarktlage. Ende März waren 686.000 Personen unselbstständig beschäftigt – eine marginal niedrigere Zahl als im März 2025, aber ein Anstieg von 6.621 Personen gegenüber Februar 2026. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent liegt Oberösterreich um 0,05 Prozentpunkte besser als im Vorjahresmonat und um beachtenswerte 0,85 Prozentpunkte besser als noch im Februar 2026. Bundesweit liegt die Quote bei 7,5 Prozent, was Oberösterreichs Position im Vergleich unterstreicht.

Die Zahl der registrierten Arbeitssuchenden betrug Ende März 39.660 Personen. Das bedeutet einen Rückgang um 495 Personen gegenüber März 2025, was einer Verbesserung von 1,2 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang zum Vormonat Februar 2026 um 6.156 Personen oder 13,4 Prozent. Gleichzeitig waren 19.892 offene Stellen registriert.

Wer profitiert von upperWORK 2026?

Das Standortprogramm richtet sich an 117.222 Menschen in Oberösterreich, darunter 63.193 Frauen und 54.029 Männer. Das umfangreiche Angebot umfasst rund 100 unterschiedliche Programme und Maßnahmen, die speziell auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet sind.

Jugendliche bekommen intensive Unterstützung bei der Berufsorientierung. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf technischen und zukunftsträchtigen Bereichen. Frauen werden gezielt in digitale Kompetenzen und handwerklich-technische Berufe begleitet, um ihr Erwerbspotenzial besser auszuschöpfen. 

Personen mit Migrationshintergrund erhalten gezielte Sprachförderung und arbeitsmarktnahe Qualifizierungen für eine nachhaltige Arbeitsintegration. Ältere ArbeitnehmberInnen werden durch Initiativen zum Verbleib im Berufsleben motiviert, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen profitieren von maßgeschneiderten Unterstützungsangeboten und speziellen Qualifizierungsmaßnahmen.

Fachkräftebedarf als zentrale Herausforderung

Der Arbeitsmarkt Oberösterreich wird in absehbarer Zeit mit erheblichen Engpässen in der Fachkräfteverfügung konfrontiert. Diese Prognosen speisen sich aus demografischen Entwicklungen, die durch Überalterung geprägt sind. Für 2030 werden rund 83.500 fehlende Fachkräfte in Oberösterreich prognostiziert. Bis 2040 könnte sich dieser Bedarf auf etwa 151.000 Personen erhöhen. 

Diese langfristigen Szenarien flossen bewusst in die Konzeption von upperWork 2026 ein. Bei der Auswahl von Qualifizierungsmaßnahmen wird gezielt in Branchen und Qualifikationen investiert, die nachfrageintensiv sein werden.

Stärkung der dualen Ausbildung in Oberösterreich

Mit den arbeitsmarktpolitischen Partnern wird ein neues Förderprogramm zur verstärkten Unterstützung der dualen Ausbildung konzipiert. Ziel ist es, mehr Betriebe für die Lehrlingsausbildung zu gewinnen und Jugendliche sowie deren Eltern intensiver über Chancen und Perspektiven von Lehrberufen zu informieren.

Oberösterreich belegt landesweit Rang eins im Bereich Lehrlingsausbildung. Diese Position soll weiter ausgebaut werden, indem die Ausbildungswahl in zukunftsträchtigen Berufen verbesserte Unterstützung erhält. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Vermittlung von Berufsaussichten in verschiedenen Lehrberufen für die kommenden Jahre.

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