Ebscon : Ebscon beschließt Europas Halbleiter-Zukunft – offiziell!

Gaby schaunig, Willibald ehrenhöfer, Régis Hamelin und Michael Jerne auf der Bühne bei der Ebscon Halbleitermesse 2025 in Graz.

Willibald Ehrenhöfer, Gaby Schaunig, Régis Hamelin und Michael Jerne bei der Ebscon 2025.

- © EBSCON

Die Ebscon 2025 widmet sich vom 06.-10. Oktober 2025 dem Konzept der kreativen Zerstörung. Dabei bringt die Electronics Conference in Graz internationale ExpertInnen der Haltbleiterindustrie zusammen.

Hochkarätige Delegationen aus Schweden und den Niederlanden besuchen im Rahmen der „Incoming Delegation Days" steirische und Kärntner Unternehmen der EBS- und Halbleiterbranche. Diskutiert wird über bahnbrechende Technologien und deren disruptive Kraft.

Doch das ist nicht alles...

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Halbleiterproduktion bei AT&S in Leoben.

Die 27 europäischen Chips-Kompetenzzentren sind nun das neue „European Network of Chips Competence Centres (ENCCC)". Als Plattform- und Vernetzungs-Projekt fungiert aCCCess. 

- © Podesser

Ebscon 5.0 initiiert europaweite Zusammenarbeit

Erstmals findet die Ebscon 2025 nämlich als Teil der Ebscon Week statt, die Graz zum Zentrum der europäischen Halbleiter-Community macht. Die Ebscon 5.0 selbst fand am 8. Oktober statt.

„Wir werden bei der Ebscon 5.0 das Tor zur Welt öffnen", sagte Robert Gfrerer, Geschäftsführer des Silicon Alps Clusters, bereits im Vorfeld. 

Und tatsächlich wurde im Rahmen dieser mit VertreterInnen europäischer Chips Competence Centres (CCC) die „Declaration of Graz“ zur europaweiten Zusammenarbeit signiert. Mit dabei sind Frankreich, Tschechien, Schweden, die Niederlande und Österreich.

Die 27 europäischen Chips-Kompetenzzentren sind nun das neue „European Network of Chips Competence Centres (ENCCC)". Als Plattform- und Vernetzungs-Projekt fungiert aCCCess

Die 27 CCC werden mit dieser Deklaration mit konkreten Zielen versehen. So soll die Unabhängigkeit und Technologieführerschaft Europas auf konkrete Beine gestellt werden.

Lesen Sie hier, wie groß jedoch die Konkurrenz ist.

Das war Ebscon 2024.

Kerndiskussion bei Ebscon 5.0

Mehr als 340 TeilnehmerInnen aus 23 Ländern in ganz Europa beschäftigen sich auf der Ebscon 5.0 mit dem Leitthema „Creative Destruction“. 

Dabei gingen sie der zentralen Frage nach, welche „alten Systeme“ und „alten Technologien“ abgelöst werden und wie das „Neue“ aussieht.

Lesen Sie hier, wie Panel Level Packaging Wafer ablösen könnte

Robert Gfrerer, Geschäftsführer des Silicon Alps Clusters: "Im Rahmen der EBSCON und während der gesamten EBSCON WEEK werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bahnbrechende Technologien erforschen, Kontakte zu internationalen Delegationen knüpfen und einzigartige Gelegenheiten zur Zusammenarbeit und zum Wissensaustausch wahrnehmen können."

- © danielwaschnigphotography

Südösterreich als Halbleiter-Hotspot

Südösterreich mit der Steiermark und Kärnten ist einer der Hotspots der europäischen ESBS- und Halbleiterindustrie

Der steirische Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer und die Kärntner LH-Stellvertreterin Gaby Schaunig betonen die Entwicklungsmöglichkeiten und das Entstehen eines gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraums durch den neuen Koralmtunnel.

„Die Elektronik- und softwarebasierten Systeme sind nicht nur technologische Innovationstreiber, sie sind das Rückgrat unseres Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsstandortes Südösterreich", sagt Schaunig. "Steiermark und Kärnten haben sich hier zu einer europaweit anerkannten Vorreiterregion entwickelt."

Schon heute sei man das Silicon Valley Österreichs, findet Ehrenhöfer: "80 Prozent der heimischen Wertschöpfung in der Halbleiter- und Mikroelektronik entstehen hier. Mit dem
Koralmtunnel wird diese starke Achse weiter ausgebaut. Entscheidend bleibt, dass wir über Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten, um im hart umkämpften globalen Wettbewerb zu bestehen.“

European Network of Chips Competence Centres vorgestellt

Im Detail wurde auch die aktive Rolle des österreichischen Zentrums AT-C³ Austrian Chips Competence Center vorgestellt, insbesondere die thematische Verzahnung der neuen europäischen Zentren und die konkrete Unterstützung von KMUs und Start-ups.

Michael Jerne von NXP Semiconductors Austria, erläutert, wie das Unternehmen vom Silicon Alps Cluster und den europäischen CCC profitieren kann: „Der Cluster sowie das entstehende Chips Competence Centre werden das bereits sehr erfolgreiche österreichische Mikroelektronik-Ökosystem weiter stärken und zugleich die europäische Vernetzung
intensivieren." 

Man könne so künftig auf noch leistungsfähigere Partnerschaften bauen, um Innovationen wie NFC (Near Field Communication) oder disruptive Ansätze im Bereich Cybersecurity federführend in Österreich zu entwickeln, so Jerne.

Innovative Technologien im Fokus der Halbleiter Messe Österreich

Die Ebscon Graz 2025 präsentiert am Beispiel des „Shared Charging" in der Batterietechnologie revolutionäre Entwicklungen samt deren Umsetzungsmöglichkeiten und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Internationale Top-Speaker aus Industrie, Think Tanks und Startups orientieren sich an Joseph Schumpeters bewährtem Konzept der „kreativen Zerstörung", um zukünftige Technologietrends zu identifizieren.

Keynote-Speaker der Electronics Conference Graz

Henriette Hochstein-Frädrich wirft in ihrer Keynote „The Magic of First Principles & Question Marks: Rethinking the Future Through Radical Curiosity" einen umfassenden Blick auf aktuelle Veränderungen. 

Maria Huffman, Director at Swedish Chips Competence Center (SCCC), und Bruno Paing, VP Europe at CEA-Leti, zeigen unter dem Titel „How to ‚Schumpeter' the ESBS (Electronic and Software Based Systems) Industry", wie europäische Competence Center zur Erreichung europäischer Souveränität im Rahmen des European Chips Act beitragen.

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