Hermann Hauser Frontier Lab : Deep-Tech Revolution in Tirol: Was das Hermann Hauser Frontier Lab verändert
Inhalt
- Innovation in Tirol: Fünf Branchen im Fokus des Tech-Bootcamps
- Startup-Förderung Tirol: Auswahlverfahren brachte Top-Talente nach Innsbruck
- Standortagentur Tirol als treibende Kraft der Gründerszene Innsbruck
- Hermann Hauser: Mehr als klassisches Venture Capital Event
- Große Pläne von Onsight Ventures
- Intensives Startup-Mentoring mit internationalen Experten
Für Hermann Hauser, Unternehmer und Schirmherr der Veranstaltung, werde mit dem neuen Format eine Plattform geschaffen, die weit mehr als eine Fundraising- und Netzwerk-Veranstaltung sei.
- © Standortagentur TirolInnsbruck entwickelte sich diese Woche zum Zentrum der globalen Startup-Welt: Das erste Hermann Hauser Frontier Lab lockte vom 8. bis 12. September 2025 insgesamt 20 internationale GründerInnen aus sechs verschiedenen Ländern an.
Die Standortagentur Tirol und der Tiroler Risikokapitalfonds Onsight Ventures organisierten das intensive fünftägige Programm, das junge Deep-Tech-Unternehmen gezielt bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle unterstützte.
Nie mehr die wichtigsten lokalen Nachrichten aus dem Westen Österreichs aus Wirtschaft und Politik verpassen. Abonnieren Sie unseren wöchentlichen Newsletter: Hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung!
„Das Hermann Hauser Frontier Lab zeigt, wie Tirol internationale Talente und Innovationen anzieht. Formate wie dieses sind unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort und stärken Tirol als Drehscheibe für Zukunftstechnologien", sagt Landesrat für Wirtschaft, Digitalisierung und Tourismus Mario Gerber.
Innsbruck war September 2025 Schauplatz der internationalen Innovationsszene: 20 internationale Startup-Gründer:innen aus sechs Ländern trafen von 8. bis 12. September 2025 beim ersten Hermann Hauser Frontier Lab in Innsbruck auf renommierte Mentor:innen und potenzielle Investor:innen.
- © Standortagentur TirolInnovation in Tirol: Fünf Branchen im Fokus des Tech-Bootcamps
Die teilnehmenden InnovatorInnen stammten aus zukunftsweisenden Bereichen wie Energie und Nachhaltigkeit, Computing, Quantentechnologien, Künstliche Intelligenz sowie Biotechnologie und synthetische Technologien.
Während der fünf Veranstaltungstage stellten sie ihre Geschäftskonzepte vor und erhielten direktes Feedback von erfahrenen MentorInnen. Gleichzeitig konnten sie wertvolle Verbindungen zu potenziellen InvestorInnen aufbauen.
Das Hauptziel bestand darin, Jungunternehmen in ihrer Gründungsphase aktiv bei der Suche nach Kapitalgebern zu begleiten, das europäische Unternehmertum nachhaltig zu fördern und der heimischen Innovationsszene neue Impulse zu verleihen.
Lesen Sie auch hier: Unternehmensgründung Tirol 2025 – Erfolgreich starten mit dem richtigen Plan
Startup-Förderung Tirol: Auswahlverfahren brachte Top-Talente nach Innsbruck
Aus mehr als 40 Bewerbungen wählte die Veranstaltung die 20 vielversprechendsten KandidatInnen aus. Zehn davon kommen aus Österreich, vier speziell aus Tirol. Alle brachten aktuelle Entwicklungen aus verschiedenen zukunftsorientierten Technologiebereichen wie Künstliche Intelligenz und Energietechnologie mit.
Ein herausragendes Beispiel lieferte Beatriz Lima, die an der Oxford University forscht. Sie gründete mit „Dandelion Diagnostics" eine KI-gestützte Plattform, die mittels innovativer Biosensoren eine deutlich schnellere und einfachere Krankheitsdiagnostik in Echtzeit ermöglicht.
Das heimische Startup REPS-Tirol war ebenfalls vertreten. CEO Alfons Huber erklärte: „REPS steht für Road Energy Production System und bezeichnet einen Energiekonverter auf Straßen, der verlorene Energie von Fahrzeugen in sauberen Strom umwandelt. 16 LKWs können damit bereits eine Kilowattstunde Energie erzeugen."
Mit REPS-Tirol war auch ein heimisches Startup vertreten. CEO Alfons Huber präsentierte vor der Jury seine Idee vom ersten „Straßenkraftwerk“.
- © Standortagentur TirolStandortagentur Tirol als treibende Kraft der Gründerszene Innsbruck
Die Standortagentur Tirol fungierte als zentrale Partnerin und Mitorganisatorin des Events und setzte damit ein deutliches Signal für den Innovationsstandort Tirol.
Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, betonte: „Das Hermann Hauser Frontier Lab ist ein Tiroler Leuchtturmprojekt, das weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt. Wir bringen internationale Startups, Mentorinnen und Mentoren sowie Investorinnen und Investoren zusammen und geben dem Innovationsstandort Tirol damit neue Impulse."
Hermann Hauser: Mehr als klassisches Venture Capital Event
Namensgeber und Schirmherr Hermann Hauser erklärte, dass das neue Format eine Plattform schaffe, die weit mehr als eine Fundraising- und Netzwerk-Veranstaltung sei.
„Hier werden die manchmal auch unangenehmen Wahrheiten angesprochen, die den Unterschied zwischen Erfolg und Stagnation ausmachen. Zehn Jahre lang war die I.E.C.T. Summer School eine äußerst erfolgreiche Plattform für den Austausch zwischen Deep-Tech-Talenten und Unternehmern, die ich von Anfang an mit Stolz unterstützt habe. Ich freue mich sehr, dass dieser Geist nun mit dem Hermann Hauser Frontier Lab fortgesetzt und weiter ausgebaut wird."
Jasmin Güngör, Co-Geschäftsführerin von Onsight Ventures, verwies auf die erfolgreiche Tradition: „Die Summer School Alumni haben Unternehmen mit einer gemeinsamen Bewertung von 1,9 Milliarden Euro aufgebaut, rund 470 Millionen Euro an Kapital eingesammelt und etwa 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Das zeigt, wie wichtig und wirkungsvoll solche Initiativen für die Innovationslandschaft sind – und warum eine Fortsetzung für die Zukunft sinnvoll ist."
Große Pläne von Onsight Ventures
Erst vergangenen März präsentierte Onsight Ventures seine ehrgeizigen Pläne. Da kündigten Güngör und Grössinger an, dass ihr zweiter Fonds für Investitionen bzw. Beteiligungen an innovativen Start-ups diesmal ein Zielvolumen von 150 Mio. Euro habe. Der erste Fonds wurde 2021 gegründet.
In "ein bis zwei Jahren" soll das angestrebte Volumen erreicht werden. Die Konzentration liegt wie schon bei der ersten Ausgabe primär auf Forschung aus und für Europa. Der Fokus liegt auf "kritischen Technologien" in den Bereichen Mikroelektronik, Quantentechnologien, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Biotechnologie.
"Wir haben Spitzenforschung in Tirol. Diese gilt es zu kommerzialisieren", erklärte Geschäftsführerin Güngör bei der Präsentation. Von Tirol aus sollen "Brücken gebaut und diese Tech-Champions mitgestaltet werden".
"Im Bereich der Quantenphysik sind wir oben an der Weltspitze", so auch Grössinger die Voraussetzungen am Tiroler Standort gegeben. Auch im Life Science-Bereich verfüge man über "Exzellenz".
Lesen Sie hier mehr zu Tirols Vorreiterrolle in den Life Sciences.
Intensives Startup-Mentoring mit internationalen Experten
Das Hermann Hauser Frontier Lab richtete sich gezielt an Deep-Tech-Startups, die innerhalb der kommenden 6 bis 12 Monate eine Finanzierungsrunde planen. MentorInnen aus Cambridge und der internationalen Tech-Szene begleiteten die Teilnehmenden.
Das Programm konzentrierte sich auf praxisrelevante Bereiche wie Kundenzugang, Storytelling, Design, Unternehmensführung und Venture-Capital-Standards.
Das vielfältige fünftägige Programm umfasste Keynotes, Mentoring-Sessions und interaktive Formate wie Pitch-Trainings sowie Exkursionen. Den Höhepunkt bildete der Demo Day, bei dem die Konzepte einer Jury aus InvestorInnen und NetzwerkpartnernInnen präsentiert wurden. (LB/APA)
🔎 Noch mehr Wirtschaftseinblicke?
Folgen Sie uns auf LinkedIn und bleiben Sie über aktuelle Themen, spannende Interviews und Trends aus der Wirtschaft immer auf dem Laufenden! 🚀💼