Österreichisches Patentamt : Österreichs innovativste Bundesländer und Unternehmen: Patentanmeldungen steigen wieder
Im Bundesländer-Ranking führt Oberösterreich mit 496 Patentanmeldungen die Liste erneut an.
(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)
- © adobe stocK/RISKI STUDIONach einem leichten Rückgang im Vorjahr zeigt die Kurve bei den Patentanmeldungen in Österreich wieder nach oben.
Das Österreichische Patentamt verzeichnete 2025 insgesamt 2.272 erfolgreich angemeldete Erfindungen. Das bedeutet einen Zuwachs von 4,4 Prozent gegenüber 2024, als es 2.177 Patente waren. Patentamt-Präsident Stefan Harasek bezeichnet die Zahlen als gutes Signal für den Standort „trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage".
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Oberösterreich bleibt Ideenschmiede Nr. 1
Im Bundesländer-Ranking führt Oberösterreich mit 496 Patentanmeldungen die Liste erneut an – eine Position, die das Bundesland seit mehr als zehn Jahren verteidigt.
Dahinter folgen die Steiermark mit 435 erteilten Patenten und Wien mit 428 geschützten Erfindungen. Rechnet man die Anmeldezahlen auf die jeweilige Bevölkerungszahl um, belegt Vorarlberg den ersten Platz im bundesweiten Vergleich – wie schon 2024.
„Dass Oberösterreich seit Jahren an der Spitze liegt und diese Position seit mehr als zehn Jahren verteidigt, unterstreicht eindrucksvoll die Stärke unseres Innovations- und Ausbildungsstandortes. Forschung, Technologie und Unternehmergeist gehen bei uns Hand in Hand", betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
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AVL List, Blum und Siemens Mobility an der Spitze der Einzelanmelder
Aktivster Einzelanmelder bei den Patentanmeldungen Österreich bleibt der Grazer Automobilzulieferer AVL List. Das Unternehmen reichte 2025 insgesamt 179 Erfindungen beim Patentamt ein.
Rang zwei belegt der Möbelbeschläge-Hersteller Julius Blum mit 105 Patenten, gefolgt von Siemens Mobility Austria mit 32 Anmeldungen.
Auf Platz fünf findet sich mit der Technischen Universität Wien (25 Anmeldungen) erstmals ein Vertreter aus dem universitären Bereich. Als patentstärkster außeruniversitärer Akteur konnte sich das Austrian Institute of Technology (AIT) mit zwölf angemeldeten Erfindungen positionieren.
Aktivster Einzelanmelder bei den Patentanmeldungen Österreich bleibt der Grazer Automobilzulieferer AVL List.
- © ALEX HALADAFührend unter den Unternehmen: AVL List
Ein Blick auf die technologischen Schwerpunkte zeigt klar die strategische Ausrichtung von AVL: Etwa 60 % der Patentanmeldungen entfallen auf den Bereich Elektrifizierung. Dazu zählen insbesondere Innovationen rund um Brennstoffzellen und Elektrolyseure, Batterietechnologie, hybride und elektrische Antriebe inklusive der zugehörigen Simulations- und Testlösungen.
Bezieht man weitere zentrale Innovationsfelder von AVL mit ein, betreffen sogar mehr als 80 % der Patente zentrale Zukunftstechnologien der nachhaltigen und intelligenten Mobilität. Dazu zählen Vehicle Technologies, Fahrassistenzsysteme, Brems- und Reifenemissionen sowie Data Intelligence und KI (hier ein Beispiel, wie AVL Künstliche Intelligenz einsetzt).
„Als führender Patentanmelder in Österreich ausgezeichnet zu werden, ist eine besondere Anerkennung für die Innovationskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Patente zeigen, wie konsequent wir an den Schlüsseltechnologien für die Mobilität und Energieversorgung der Zukunft arbeiten“, sagt Mario Hartinger, Leiter der Patentabteilung bei AVL.
Markenanmeldungen mit kräftigem Plus
Noch deutlicher fällt das gesamtösterreichische Wachstum im Bereich der Markenanmeldungen aus. Mit 5.022 Einreichungen kletterte die Zahl um 13 Prozent gegenüber 2024 – und wächst damit erstmals seit 2021 wieder. Auch bei EU-Markenanmeldungen sowie bei internationalen Markenanmeldungen durch ÖsterreicherInnen ist ein Plus zu verzeichnen.
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„Neue Ideen, neue Technologien und starke Marken sind die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen. Oberösterreich zeigt einmal mehr, dass hier besonders viel Innovationskraft entsteht", sagt LH Stelzer.
Innovation als Standortfaktor und Jobmotor
Der für den Innovationsbereich zuständige Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) sieht in den aktuellen Zahlen ein „äußerst positives Signal für den Wirtschaftsstandort". Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unterstreichen steigende Patentzahlen die Zukunftsfähigkeit des Standorts – und sichern Arbeitsplätze.
Das Land Oberösterreich setzt gezielt Maßnahmen, um Innovationskraft in wirtschaftlichen Erfolg zu verwandeln. Im Rahmen der KI-Exzellenzstrategie fanden zuletzt Workshops zum Thema Venture Capital statt.
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„Ziel ist es, Start-ups und innovative GründerInnen noch besser beim Zugang zu Finanzierung, Netzwerken und Wachstumsmöglichkeiten zu unterstützen", so LH Stelzer. „Unser Ziel muss sein, dass aus guten Ideen noch öfter erfolgreiche Unternehmen entstehen – und dass diese Unternehmen auch bei uns im Land wachsen und Arbeitsplätze schaffen." (LB/APA)
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