RLB OÖ : RLB OÖ platziert Anleihe über 500 Mio. Euro – wie stark ist die Nachfrage?
Inhalt
- Eckdaten der Anleihe
- Bilanz der RLB OÖ
- Eigenmittelquote und Kernkapitalquote: RLB OÖ stärkt Kapitalbasis deutlich
- Operatives Geschäft: Zuwächse bei Provisionen, Investitionsfinanzierungen und Leasing
- Beteiligungen liefern starken Ergebnisbeitrag für Raiffeisenlandesbank OÖ
- Hintergrund zu Anteilen an Rosenbauer
- Private Wohnbaukredite bei Raiffeisen OÖ: Erstmals seit 2022 wieder über einer Milliarde Euro
RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer: „Die hohe Nachfrage bestätigt das starke Vertrauen in die Bonität und Strategie der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich sowie unsere etablierte Position am europäischen Kapitalmarkt."
- © RLB OÖDie RLB OÖ hat erneut eine Covered Benchmark-Emission am internationalen Kapitalmarkt umgesetzt. Die besicherte Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro wurde bei institutionellen InvestorInnen platziert.
Auf die Emission entfiel laut Unternehmen eine hohe Nachfrage. Das finale Orderbuch erreichte rund 1,3 Milliarden Euro und war damit mehr als zweieinhalbfach überzeichnet.
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An der Anleiheemission der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich beteiligten sich insgesamt 62 InvestorInnen, geografisch breit diversifiziert.
Eckdaten der Anleihe
Nominalvolumen: 500 Millionen Euro
Laufzeit: 5,3 Jahre (23.06.2026 bis 23.10.2031)
Verzinsung: 3,000 %
Rendite: 3,028 %
Mortgage Covered Bond Rating: Aaa (Moody’s)
Bilanz der RLB OÖ
Im April hat der Konzern der RLB OÖ in Linz seine Jahresbilanz für 2025 präsentiert. Das Ergebnis fällt deutlich besser aus als im Vorjahr: Der Jahresüberschuss vor Steuern liegt bei 748,3 Millionen Euro – ein Plus von 261,8 Millionen Euro gegenüber 2024.
Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer führt den Zuwachs auf zwei Faktoren zurück:
- die solide Entwicklung des operativen Geschäfts sowie
- die starke Performance der Unternehmensbeteiligungen.
„Das solide Ergebnis mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 748,3 Millionen Euro unterstreicht den strategischen Weg, den die Raiffeisenlandesbank OÖ eingeschlagen hat. Wir können einerseits mit dem operativen Geschäft sehr zufrieden sein, andererseits haben wir 2025 besonders von der guten Performance unserer wesentlichen Beteiligungen und weniger Kreditausfällen profitiert", so Schwendtbauer.
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Die Konzernbilanzsumme der Raiffeisenlandesbank OÖ beläuft sich per Jahresende 2025 auf 48,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber Ende 2024.
Eigenmittelquote und Kernkapitalquote: RLB OÖ stärkt Kapitalbasis deutlich
Ein zentrales Thema der Bilanzpräsentation ist die Kapitalausstattung der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Die harte Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) in der Kreditinstitutsgruppe beträgt rund 19,4 Prozent – ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenmittelquote liegt per Jahresende 2025 bei rund 21,0 Prozent.
„Mit einer harten Kernkapitalquote von 19,4 Prozent in der Kreditinstitutsgruppe verfügen wir über jenen Spielraum, den es braucht, um als Impulsgeber und Mitgestalter den Wirtschaftsstandort zu stärken. Diese wesentliche Kennzahl konnte im Jahr 2025 erneut deutlich um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden", so Schwendtbauer.
Operatives Geschäft: Zuwächse bei Provisionen, Investitionsfinanzierungen und Leasing
Im operativen Bereich zeigt die RLB OÖ eine stabile Entwicklung. Der Zinsüberschuss lag 2025 bei 582,1 Millionen Euro, was einem Rückgang von 3,8 Prozent entspricht.
Beim Provisionsüberschuss ergibt sich ein anderes Bild: Dieser wuchs trotz eines schwierigen Umfelds im Kreditgeschäft um 12,0 Prozent auf 211,3 Millionen Euro – getrieben von der positiven Entwicklung im Wertpapierbereich.
Die Gesamtfinanzierungen an Kunden stiegen leicht um 1,0 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro. Davon entfallen 20,3 Milliarden Euro auf Investitionsfinanzierungen, ein Plus von 2,0 Prozent. Das Leasing-Geschäft der RLB OÖ, abgewickelt über die Impuls-Leasing-Gruppe, wuchs um 7,1 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.
Beteiligungen liefern starken Ergebnisbeitrag für Raiffeisenlandesbank OÖ
Einen wesentlichen Teil zum Konzernergebnis der Raiffeisenlandesbank OÖ tragen die at equity bilanzierten Unternehmen bei.
13 dieser Beteiligungen erwirtschafteten 2025 gemeinsam 462,3 Millionen Euro – ein Anstieg von 192,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2024.
Den größten Einzelbeitrag leistete die Raiffeisenbank International AG mit 163,6 Millionen Euro, gefolgt von der voestalpine AG über die Oberösterreich Invest GmbH & Co OG mit 150,2 Millionen Euro sowie der Raiffeisenbank a.s. mit 98,1 Millionen Euro. Weitere Beteiligungen wie Salinen Austria, AMAG und der neu aufgenommene Anteil an Rosenbauer erzielten ebenfalls gute Ergebnisbeiträge.
Die Raiffeisenbank a.s. mit Sitz in Prag zählt zu den fünf größten Banken in Tschechien. Die RLB OÖ hält daran eine Beteiligung von 25 Prozent, die restlichen 75 Prozent liegen bei der RBI.
Hintergrund zu Anteilen an Rosenbauer
Die RLB ist das fünftgrößte Finanzinstitut in Österreich und die größte Bank im Bundesland Oberösterreich. Als solche fungiert sie auch als Partner für oberösterreichische Unternehmen. So bildet das Beteiligungsmanagement seit über vier Jahrzehnten einen wesentlichen Geschäftsbereich.
Im Jahr 2024 gelang als Teil eines Konsortiums über die Beteiligungsgesellschaft der Raiffeisenlandesbank OÖ (die Raiffeisen Beteiligungsholding) sowie die gemeinsame Private Equity-Gesellschaft der Raiffeisenbankengruppe OÖ (die Invest AG), ein strategischer Einstieg bei Rosenbauer International.
Die dafür gegründete Robau Beteiligungsverwaltung übernahm im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an Rosenbauer. Das offizielle Closing erfolgte im März 2025.
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Private Wohnbaukredite bei Raiffeisen OÖ: Erstmals seit 2022 wieder über einer Milliarde Euro
Ein besonders markanter Trend zeigt sich im privaten Wohnbaubereich. In der Raiffeisenbankengruppe OÖ wurden 2025 insgesamt 5.657 neue Wohnbaukredite abgeschlossen – ein Anstieg von 48,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das neu vergebene Kreditvolumen wuchs sogar um 67,2 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals seit 2022 wieder die Milliarden-Grenze.
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Der Trend setzt sich laut aktuellen Daten auch 2026 fort: In den ersten zwei Monaten dieses Jahres lag die Anzahl der Neuabschlüsse um 62,1 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, das neu vergebene Volumen sogar um 78,6 Prozent.
„Viele Haushalte nutzen das stabilere Zinsumfeld sowie die aktuelle Preisdynamik am Immobilienmarkt, um lange geplante Wohnprojekte umzusetzen. Gleichzeitig führen die gestiegenen Lohn- und Einkommensniveaus dazu, dass sich die Leistbarkeit vieler Finanzierungen spürbar verbessert hat", erklärt Schwendtbauer.
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