Raiffeisen Linz : Raiffeisen Landesbank OÖ errichtet Österreichs kühnsten Holzbau: Baustart in Linz
Georg Schöppl, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer, Beteiligungs- und Immobilienvorstand der RLB OÖ Gerald Aichhorn, Erich Wiesner, geschäftsführender Eigentümer WIEHAG
- © RLB OÖ/MaringerDie Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat am 21. Mai 2026 mit dem Spatenstich für ihre neue Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel den offiziellen Baustart gesetzt.
Das Projekt soll nicht nur den modernsten Finanzplatz des Landes entstehen lassen, sondern gilt auch als Pionierprojekt im städtischen Holzbau in Österreich.
Das achtgeschossige Gebäude zwischen Goethestraße und Blumauerstraße bietet auf rund 25.000 m² Nutzfläche Platz für bis zu 1.000 MitarbeiterInnen mit 750 Standard-Arbeitsplätzen, Kunden- und Begegnungszonen sowie einen öffentlich zugänglichen Event- und Gastronomiebereich mit Gastgarten. Entlang einer neu geschaffenen Fußgängerzone sind mögliche Geschäftseinheiten vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot durch neue Grün- und Parkflächen.
„Die neue Konzernzentrale wird in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Das Holz stammt aus den Wäldern jener Regionen, die die RLB OÖ seit mehr als 125 Jahren begleitet", sagt RLB-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer beim Spatenstich. "Unser Anspruch ist es, hier bis Ende 2029 den modernsten Finanzplatz des Landes zu errichten."
In weiterer Folge wollen man den ganzen Stadtteil attraktivieren – vom Südbahnhofmarkt bis zum neuen Nahverkehrsknoten Lastenstraße/Franckstraße.
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Neue Arbeitswelten als strategischer Faktor für die RLB OÖ
Für die Raiffeisenlandesbank OÖ ist der Neubau auch eine Antwort auf den Wandel moderner Arbeitswelten. Im gesamten Campus – also in allen genutzten Gebäuden vom BlumauTower bis zum Stammhaus am Südbahnhofmarkt – werden im Zuge des Neubaus flexible Arbeitskonzepte ausgerollt. In bestehenden Gebäuden laufen entsprechende Pilotphasen bereits seit einigen Jahren.
„Digitalisierung bestimmt unser Geschäft, aber in der Zusammenarbeit zählen das Analoge, Natürliche und Menschliche", so Schwendtbauer. "Wir schaffen Raumkonzepte, die auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Jobprofile in der RLB OÖ eingehen und die uns rasche Anpassungen in der Raumorganisation erlauben. Dazu gehört auch ein verstärktes Angebot für spontanen Austausch."
Zeitplan: Fertigstellung der neuen RLB Oberösterreich Zentrale bis Herbst 2029
Mit dem Spatenstich am 21. Mai 2026 beginnt die Bauphase offiziell. Im ersten Schritt stehen Spezialtiefbau und Geothermie-Bohrungen im Vordergrund. Der Hochbau in Holz-Hybrid-Bauweise startet ab Ende 2027/Anfang 2028.
Rund 80 Prozent der oberirdischen Fläche werden in Holz-Hybrid-Bauweise ausgeführt. Stiegenhaus- und Liftkerne sowie Teile des Erdgeschosses entstehen in Stahlbetonbauweise, die Untergeschosse müssen aus konstruktiven Gründen vollständig in Stahlbeton errichtet werden. Der Einzug ist für Herbst 2029 vorgesehen. Der klassische Schalterbereich für tägliche Bankgeschäfte bleibt am bisherigen Standort am Südbahnhofmarkt.
Beim Energiekonzept setzt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich auf Geothermie: 87 Erdwärmesonden mit bis zu 150 Metern Tiefe sowie eine thermische Aktivierung der Schlitzwände und Fundamentplatte ermöglichen eine ganzjährige, energieautarke Beheizung und Kühlung des Gebäudes. Ergänzend kommen Photovoltaik-Anlagen und ein campusweites Anergienetz zum Einsatz.
"Ziel ist ein energieeffizienter, klimafreundlicher Betrieb über den gesamten Lebenszyklus hinweg, orientiert an internationalen Standards wie LEED und der EU-Taxonomie", so Gerald Aichhorn, Beteiligungs- und Immobilienvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich.
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