Pensionsreform 2026 Österreich : Josef Herk fordert bei Neujahrsempfang erneut Pensionsreform nach dänischem Vorbild
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk nutzte den traditionellen Neujahrsempfang für einen Appell: „Machen wir 2026 zu einem Jahr der Veränderung, des Neugestaltens und des Umsetzens. Nur wenn wir alle neue Wege gehen, werden am Ende mutige Reformen rauskommen.“
- © Foto FischerBeim Neujahrsempfang der WKO Steiermark am 12. Jänner 2026 richtete Präsident Josef Herk deutliche Worte an die rund 250 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung.
Seine zentrale Botschaft: „In einem der wohlhabendsten Länder der Welt scheint Unzufriedenheit beinahe Teil der kulturellen DNA geworden zu sein. Weil wir als Gesellschaft zwar sehr viel Energie in fortgesetzte Kritik investieren, aber erstaunlich wenig in ihre Veränderung."
Unterm Strich forderte er vor allem eines: mutige Reformen.
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„Ein immer kürzeres Erwerbsleben, wachsende Transferbereiche und mangelnde Arbeitsanreize führen dazu, dass immer weniger Schultern immer mehr Gewicht tragen müssen", kritisierte Herk in seiner Ansprache.
Die Konsequenzen seien bekannt: Drei Rezessionsjahre liegen hinter Österreich. Durch gestiegene Arbeits- und Energiekosten habe man massiv an Wettbewerbsfähigkeit verloren.
Wirtschaftsklima Steiermark: 784 Unternehmen berichten
Das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Steiermark, veröffentlicht Anfang Dezember 2025, zeigt ein raues Wirtschaftsklima mit nur zögerlichen Tendenzen zur Erholung.
Mit dem Wirtschaftsbarometer gibt die WKO einen regelmäßigen Einblick, in welcher Lage sich die steirische Wirtschaft und deren Unternehmen befinden. Die Ergebnisse der Befragung von 784 heimischen Unternehmen wurden vom Präsidenten der Wirtschaftskammer Steiermark, Josef Herk, gemeinsam mit Direktor Karl-Heinz Dernoscheg präsentiert.
Nach zuletzt zarten positiven Signalen im Sommer verharrt die Konjunktur in einer rezessiven Phase. „Leider haben sich die leicht positiven Einschätzungen der Sommerumfrage nicht verfestigt, die Erholungstendenzen bleiben zögerlich", fassten Herk und WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg die Ergebnisse zusammen.
Denn 60,7 Prozent der Unternehmen sehen beim wirtschaftlichen Klima eine Verschlechterung des Ist-Standes. Nur 6 Prozent sehen eine Verbesserung. Das ergibt im Saldo ein Minus von 54,7 Prozentpunkten. Der Vergleich mit dem Wert Ende des letzten Jahres mit einem Minus von 73,6 Prozent zeigt jedoch den leichten Aufwärtstrend.
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Pensionsreform 2026 Österreich: Automatismus nach dänischem Vorbild
Unter anderem plädiert Herk für eine Pensionsreform. Die Kosten für das Pensionssystem in nächster Zeit ungefähr doppelt so viele Menschen in Pension gehen wie in den Arbeitsmarkt eintreten) immer massiver.
„Aus diesem Grund sprechen wir uns für eine Annäherung ans dänische Modell aus. Hier gibt es einen Automatismus, der das Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppelt."
Eine solche Grundsatzentscheidung würde viel Druck aus dem System und der öffentlichen Debatte nehmen, argumentierte der WKO-Präsident. Dann müsste nicht alle paar Jahre von vorne diskutiert werden.
Pensionssystem Österreich: andere Länder kriegen es doch auch hin
Netzkosten als großes Thema
Ein weiterer Schwerpunkt betraf leistbare Energie. Die Bundesregierung habe umfassende Maßnahmen angekündigt, diese müssten schnellstens in der unternehmerischen Realität spürbar werden. Die WKO Steiermark setze sich darüber hinaus für einheitliche und wettbewerbsfähige Netzkosten in ganz Österreich ein.
„Denn unsere Unternehmen zahlen für Energie nicht nur wesentlich mehr als in anderen Staaten, sie zahlen auch wesentlich höhere Netzentgelte als in anderen Bundesländern", so Herk.
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Welche Punkte sind laut Unternehmen die größten Hemmnisse
Die stärksten Wachstumshemmer laut Wirtschaftsbarometer-Befragung, beginnend mit der höchsten Zustimmung:
- Arbeitskosten (über 70 Prozent)
- Steuern und Abgaben (über 50 Prozent)
- allgemeine Unsicherheit (über 50 Prozent)
- Bürokratie und regulatorische Anforderungen
- Energiekosten
- Arbeits- und Fachkräftemangel
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