Raiffeisenverband Salzburg : Raiffeisenverband Salzburg Neujahrsempfang: "Müssen uns an diesen Ländern orientieren"

RVS-Generaldirektor Heinz Konrad, mit dem Direktor des Thinktanks Agenda Austria, Franz Schellhorn, beim Neujahrsempfang vom Raiffeisenverband Salzburg

Der Gastgeber, RVS-Generaldirektor Heinz Konrad, mit dem Direktor des Thinktanks Agenda Austria, Franz Schellhorn.

- © RVS

Der Raiffeisenverband Salzburg lud zum traditionellen Neujahrsempfang am 8. Jänner 2026 in die Salzburger Felsenreitschule. Bei der Gelegenheit wurden deutliche Signale an die Politik gesendet. 

Etwa 1.300 Gäste aus vielen Bereichen nahmen an der Veranstaltung teil. Als Gesprächspartner von RVS-Generaldirektor Heinz Konrad trat der Ökonom Franz Schellhorn auf, der die Denkfabrik Agenda Austria leitet.

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Wirtschaft Salzburg: Dringender Handlungsbedarf bei Reformen

Generaldirektor Konrad analysierte beim Neujahrsempfang das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 und bewertete die gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Seine zentrale Aussage: Die Wettbewerbsfähigkeit der Salzburger Wirtschaft steht auf dem Spiel, wenn nicht rasch Reformen umgesetzt werden. Die Zeit drängt, um wirtschaftspolitisch neue Wege einzuschlagen.

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„Raiffeisen Salzburg pflegt engen Kontakt zur heimischen Wirtschaft. Die Unternehmen senden uns eine eindeutige Botschaft: Sie benötigen spürbare Entlastung, um wettbewerbsfähig zu bleiben, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu generieren und den Lebensstandard in unserem Land zu sichern", so Konrad. 

2026 müsse demnach das Jahr der wirklich durchgreifenden Reformen werden. "Österreich kann als erfolgreicher Wirtschaftsstandort nur bestehen, wenn wir unseren Wohlstand und die soziale Sicherheit auf dem gewohnten Niveau halten wollen."

Agenda Austria: Klare Absage an Schulden und Steuererhöhungen

Franz Schellhorn, Direktor des Thinktanks Agenda Austria, untermauerte Konrads Appell an die politischen EntscheidungsträgerInnen. Konkrete Reformen zur Stärkung der Wirtschaft müssten endlich folgen. 

„Die derzeitige Bundesregierung kennt nur eine Antwort auf sämtliche Probleme: Noch mehr Staatsausgaben, noch mehr Schulden, noch mehr Steuern. Davon haben wir bereits mehr als genug. Wir brauchen exakt das Gegenteil", so Schellhorn.
 

Die Staatsausgaben sollten schrittweise auf 45 Prozent der Wirtschaftsleistung zurückgeführt werden. Nur so 

  1. lasse sich verhindern, dass der Zinsendienst ausufert
  2. sei eine Entlastung der Bevölkerung möglich
  3. könnten Anreize für Arbeit und Investitionen geschaffen werden
  4. könne der Mittelstand wieder Vermögen bilden
  5. lasse sich dauerhaftes Wachstum erzielen

Konkrete Reformvorschläge nach internationalen Vorbildern

Die Agenda Austria präsentierte drei zentrale Forderungen mit konkreten Konzepten:
 

  • Budgetsanierung nach Schweizer Modell: Die Ausgaben dürfen nicht rascher steigen als die prognostizierten Einnahmen.
  • Sozialreformen nach dänischem Vorbild: In Dänemark gibt es ein höheres Arbeitslosengeld, das jedoch mit zunehmender Bezugsdauer sinkt. Nach drei abgelehnten Jobangeboten erfolgt der Wechsel in die Grundsicherung. Die DänInnen arbeiten bis 67 Jahre, RentnerInnen erhalten eine staatliche Grundpension, die betriebliche Altersvorsorge als zweite Säule sichert den Lebensstandard >> Mehr zu diesem Modell und wie es in Österreich funktionieren könnte
  • Radikaler Bürokratieabbau nach argentinischem Vorbild: Reduktion von Behörden, Dekreten und Gesetzen.

Wirtschaftsstandort Salzburg: Starke Position erhalten

Salzburg stehe in vielerlei Hinsicht gut da: "Wir verfügen über das höchste BIP pro Kopf in Österreich, noch vor Wien. Unsere Arbeitslosenquote liegt traditionell 2-3 % unter dem österreichischen Durchschnitt. Salzburg gehört zur TOP-20-Gruppe der leistungsstärksten Regionen der EU", so Konrad.

Solides Geschäftsjahr 2025 für Raiffeisen Salzburg

Das 120. Geschäftsjahr des Raiffeisenverbandes Salzburg verlief laut Unternehmen erfolgreich. Aufgrund eines Einmaleffektes aus einem Beteiligungsunternehmen wird der Raiffeisenverband Salzburg für 2025 ein Rekordergebnis ausweisen. Detaillierte Angaben folgen nach der Generalversammlung im April 2026. Die 33 selbstständigen Raiffeisenbanken werden auf aggregierter Basis an das Top-Ergebnis des Jahres 2024 anschließen können.
 

„Besonders erfreulich sei die Auszeichnung Ende November 2025 durch den Elite Report und das Handelsblatt als bester Vermögensverwalter Österreichs gewesen. 

Die Raiffeisen Bankengruppe Salzburg halte im Bundesland 50 % Marktanteil in den Kerngeschäftsfeldern Einlagen und Kredite. Der Raiffeisenverband Salzburg betreut 370.000 KundInnen und verfügt über insgesamt 132 Bankstellen – mehr als alle MitbewerberInnen zusammen. "Die Gewinne, die wir erwirtschaften, bleiben in den Genossenschaften und damit in unserem Bundesland", sagt Konrad.

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