Semesterferien Österreich 2026 : 30% fahren in Winterurlaub, Inland dominiert

Vierköpfige Familie in voller Skiausrüstung auf einem Sessellift, im Hintergrund verschneiter Berg

Viele Familien verbringen die Semesterferien beim Sporteln.

- © adobe stock/famveldman

Immer mehr Menschen in Österreich nutzen die Semesterferien 2026 für einen Urlaub. Eine aktuelle Erhebung der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) und Reppublika Research zeigt: Verglichen mit vergangenem Jahr verreisen die ÖsterreicherInnen häufiger. 

Eine weitere Erkenntnis: Sie bleiben dabei bevorzugt im eigenen Land. Besonders die traditionellen Wintersportregionen profitieren von diesem Trend.

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30,7 % der Befragten geben an, in den Semesterferien Österreich 2026 zu verreisen. 2025 lag dieser Wert noch bei 25,5 %. Etwa die Hälfte der Befragten bleibt zu Hause, während sich rund ein Fünftel noch nicht festgelegt hat. 

„Die Lust auf Urlaub ist da – gleichzeitig wird bewusster geplant und stärker auf den Preis geachtet", erklärt ÖHV-Präsident Walter Veit. Er geht davon aus, dass ein Teil der Unentschlossenen sich noch für eine Reise entscheiden wird. „Die Semesterferien stehen bereits vor der Tür, und wir sehen seit Jahren, dass gerade in dieser Phase noch sehr viele Buchungen erfolgen."

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Die beliebtesten Bundesländer in den Semesterferien

- © ÖHV

Die beliebtesten Urlaubsarten in den Semesterferien

- © ÖHV

Inlandsurlaub Österreich bleibt erste Wahl für Winterferien 2026

Wer sich für einen Urlaub entscheidet, bleibt mehrheitlich im Land. 78,6 % der Reisenden verbringen ihre Semesterferien in Österreich. Dieser Wert markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als nur 63,8 % einen Inlandsurlaub wählten. 

Kurze Anfahrtswege, ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis, Verlässlichkeit und vielfältige Angebote sind laut Veit entscheidende Faktoren für diese Entwicklung.

Salzburg und Tirol führen bei Reisezielen für Skiurlaub

Bei den Urlaubsdestinationen zeichnen sich klare Favoriten ab. Salzburg bleibt mit 19,9 % das beliebteste Ziel für Winterreisen in Österreich. Tirol folgt mit 14,6 % und verzeichnet im Jahresvergleich eine gestiegene Nachfrage. Die Steiermark erreicht 13,0 % und gehört ebenfalls zu den stark gefragten Ferienregionen. 

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Die alpinen Gebiete ziehen besonders viele Gäste an, die ihren Winterurlaub bevorzugt im eigenen Land verbringen. Wien ergänzt das Spektrum mit einem Anteil von 13,0 % und spricht vor allem eine urbane Klientel an, die Städtetrips und Kulturprogramm sucht.

Wintersport Österreich: Aktivurlaub oder Wellness?

Viele ÖsterreicherInnen nutzen die Semesterferien aktiv. Skifahren, Winterwandern und andere Outdoor-Aktivitäten stehen im Mittelpunkt. Aktiv- und Erlebnisangebote sind mit 39,4 % die bevorzugte Urlaubsform. 

Gleichzeitig steigt das Interesse an Entspannung. Wellnessurlaube erreichen 25,2 % und werden besonders von älteren Gästen zunehmend nachgefragt. Städtereisen mit Kulturangeboten erreichen 16,7 %, Besuche bei Familie und Freunden 17,5 %.

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Sportartikelhandel profitiert

Die Monate von Dezember bis Jänner stellen für den Sportartikelhandel eine besonders wichtige Phase dar. 

„Für die Branche ist dieser Zeitraum – von Dezember bis Jänner, beginnend mit dem Weihnachtsgeschäft und endend mit den Semesterferien – eine sehr wichtige und umsatzstarke Zeit. Rund ein Drittel des gesamten Jahresumsatzes wird in diesen Monaten erzielt", sagt Gernot Frank, Branchensprecher des Wiener Sportartikelhandels. 

Die Nachfrage konzentriert sich neben Wintersportgeräten, Bindungen und Schuhen vor allem auf Skijacken und -hosen, Funktionsunterwäsche sowie Zubehör wie Stöcke, Brillen, Helme und Rückenprotektoren. Auch Serviceleistungen wie Verleih und Pflege werden stark nachgefragt. Eislaufschuhe, klassische Rodeln, Bobs und Rutschteller verkaufen sich ebenfalls gut.
 

Trotz positiver Umsatzzahlen sieht Frank noch ungenutztes Potential: „Unsere Branche spürt das veränderte Konsumverhalten. Die Geschäfte sind gut besucht, doch die Menschen überlegen genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis spielt heute eine viel wichtigere Rolle als noch vor ein paar Jahren. Fachkundige Beratung und Serviceleistungen rücken dabei immer stärker ins Zentrum des Konsumenteninteresses und können den entscheidenden Kaufimpuls auslösen." Das sollte künftig stärker berücksichtigt werden, meint Frank.


Werkstattservices wie das Schleifen von Schlittschuhen, Anpassen von Skischuhen oder klassisches „Skiwachseln" bringen den Betrieben zusätzliche Frequenz und Umsatz. Innovative Angebote wie Produkttests auf Skisimulatoren oder Fußanalysen für individuell angepasste Skischuhe stoßen auf wachsendes Interesse. (LB/APA)

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