Salzburger Land Tourismus GmbH : SalzburgerLand blickt auf Sommersaison: Krisenstimmung oder Optimismus?

Marco Pointner (Geschäftsführer Saalfelden Leogang), Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll mit Martin Holnburger (Geschäftsführer Pastel Bicycles) sowie Leo Bauernberger (Geschäftsführer SalzburgerLand Tourismus) bewerben Sommersaison 2026 mit einem Fahrrad

Marco Pointner (Geschäftsführer Saalfelden Leogang), Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll mit Martin Holnburger (Geschäftsführer Pastel Bicycles) sowie Leo Bauernberger (Geschäftsführer SalzburgerLand Tourismus)

- © SalzburgerLand Tourismus

Am 30. April endete die touristische Wintersaison im Salzburger Land offiziell. Noch vor dem Vorliegen der vollständigen Aprilzahlen präsentierte die SalzburgerLand Tourismus GmbH bei einem Medientermin erste Bilanzdaten

Von November bis März wurden mehr als 14,9 Millionen Nächtigungen gezählt – ein Zuwachs von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit diesem Ergebnis im Rücken richtet der heimische Tourismus seinen Blick bereits auf die kommende Sommersaison.

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SalzburgerLand als Ganzjahresdestination: Strategie zeigt Wirkung

„Das SalzburgerLand hat sich als internationale Ganzjahresdestination durchgesetzt, seine Stellung gefestigt und ist als Tourismusmarke weltweit erfolgreich. Das ist eine Bestätigung für den heimischen Tourismus, der auf familiäre Strukturen, innovative Angebote und hohe Qualität setzt", sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll

Die Entwicklung zur Ganzjahresdestination sei eine klare strategische Richtung: "Wir wollen den Tourismus so weiterentwickeln, dass er wirtschaftlich stark bleibt und gleichzeitig resilient gegenüber neuen Herausforderungen ist. Die Stärkung der Sommersaison ist für mehr Stabilität in den Betrieben, sichere Arbeitsplätze und eine langfristig attraktive Standortentwicklung besonders wichtig."

Dafür nutzt Österreich den Sommerurlaub
 

Die Wirksamkeit dieser Strategie zeige sich einerseits in der annähernden Gleichverteilung von Sommer- und Wintertourismus – das Verhältnis liegt aktuell bei rund 49 zu 51 Prozent. Andererseits verzeichnen die Schultermonate deutliche Zuwächse. In den Monaten Mai und Juni stieg die Zahl der Nächtigungen im Salzburger Land über die letzten zehn Jahre um 31,6 Prozent. In den Herbstmonaten September und Oktober sorgte unter anderem der Bauernherbst im gleichen Zeitraum für ein Plus von 20,5 Prozent.

Reisemotivation stabil: Tourismusnachfrage trotz globaler Unsicherheiten

Auch angesichts geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt Urlaub für viele Menschen eine klare Priorität.
 

„Wir sehen, dass Reisen in der individuellen Budgetplanung nach wie vor ganz oben steht", sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH. 

Er verweist dabei auf Daten der Statistik Austria. Demnach würden die Freizeit- und Urlaubsausgaben im monatlichen Konsumranking mit 11,4 Prozent auf einen stabilen vierten Platz liegen. In Gesamteuropa plant nur jeder Zehnte, weniger Geld für den Sommerurlaub auszugeben.
 

Diese Einschätzung stimme auch im Hinblick auf die Angebotsseite zuversichtlich, so Bauernberger. Betriebe trieben gemeinsam mit der Organisation Angebotsverbesserungen voran, die touristische Infrastruktur – darunter Bergbahnen – werde sukzessive ausgebaut. 

Davon profitierten nicht nur die Bergbahnen selbst, sondern auch nahegelegene Beherbergungsbetriebe, die vermehrt ganzjährig geöffnet hätten. Parallel dazu fließen Investitionen in die Hotelinfrastruktur.

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Wandern und Radfahren: Kernprodukte des Sommertourismus

Der Sommertourismus im SalzburgerLand ist wesentlich durch naturnahe Aktivitäten geprägt. "Danach sehnen sich heutzutage sehr viele Menschen", so Bauernberger. 


Die Gästedaten spiegeln das wider. 83 Prozent der Sommergäste gehen wandern, rund 30 Prozent nutzen das Fahrrad während ihres Aufenthalts. Das Angebot im Salzburger Land entwickelt sich entsprechend weiter – von neuen Leitprodukten wie dem Hohe Tauern Bike Trail mit über 530 Kilometern bis hin zum Salzburger Almenweg, der heuer sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Internationale Events stärken die Tourismusmarke SalzburgerLand

Neben Naturerlebnissen kommt dem Veranstaltungskalender eine wichtige Rolle zu. 

„Das SalzburgerLand ist auch heuer wieder als Destination für Trainingslager im Sommer weiterhin sehr beliebt. Auch heuer werden wieder mehr als 20 internationale Fußballklubs bei uns zu Gast sein. 

Highlights im Sommer sind außerdem die Austrian Alpine Open, der Mozart 100, der Großglockner Ultra-Trail, die Infinite Trails in Gastein oder das UEFA Super Cup Finale im August.
 

Ein besonderer Fokus gilt der Region Saalfelden Leogang, die sich unter anderem durch den jährlich im Juni stattfindenden UCI Mountain Bike Weltcup als internationale Referenz im Bike-Tourismus etabliert hat. 

„Saalfelden Leogang hat sich in den vergangenen Jahren zu einer starken Ganzjahresdestination entwickelt. Ein wesentlicher Motor dafür war und ist der Epic Bikepark Leogang, der heuer sein 25-jähriges Jubiläum feiert", sagt Marco Pointner, Geschäftsführer von Saalfelden Leogang. 

Kürzlich wurde die Region mit dem ‚UN Tourism & FIA Award for Excellence in Sustainable Sports Tourism' ausgezeichnet.

Guest Mobility Ticket: Nachhaltige Mobilität als Wettbewerbsvorteil

Ein weiteres Element der Tourismusstrategie ist das Guest Mobility Ticket. Im ersten Jahr wurden bereits mehr als 4,6 Millionen Tickets ausgegeben, rund 55 Prozent der UrlauberInnen nutzen das Angebot.
 

„Mit dem Guest Mobility Ticket haben wir bei der internationalen Positionierung einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil", meint Schnöll. "Denn Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Mobilität wird zunehmend zu einem Buchungsargument."
 

Durch das Ticket werden jährlich rund 38.900 Tonnen CO₂ eingespart.