Tiroler Zugspitzbahn Ehrwald : Tiroler Zugspitzbahn Ehrwald feiert 100 Jahr-Jubiläum: So wichtig ist sie für den Tourismus
Mit der Eröffnung der „Österreichischen Zugspitzbahn“ im Jahr 1926, aus der 1958 die „Tiroler Zugspitzbahn“ wurde, begann als zweite Seilbahn Österreichs und erste Nordtirols die Geschichte des modernen Seilbahnbaus in den Alpen.
- © Tiroler Zugspitzbahn / Roman HuberDie Tiroler Zugspitzbahn Ehrwald begeht 2026 ein besonderes Jubiläum. Vor einem Jahrhundert, am 5. Juli 1926, nahm die Anlage ihren Betrieb auf. Damals handelte es sich um die zweite Seilbahn Österreichs und die erste in Nordtirol. Die Eröffnung markierte den Beginn einer Entwicklung, die Tirol zu einer der weltweit führenden Seilbahnregionen machte.
Heute beschäftigt die Tiroler Zugspitzbahn zusammen mit ihren zugehörigen Betrieben 240 MitarbeiterInnen. Das Unternehmen gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Tiroler Zugspitz Arena.
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Vom Pionierprojekt zur modernen Bergbahn
1926 startete die „Österreichische Zugspitzbahn" ihren Betrieb, 1958 erfolgte die Umbenennung in „Tiroler Zugspitzbahn".
Die Anlage überbrückt 1.725 Meter Höhenunterschied zwischen Ehrwald in Tirol und dem Gipfel der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Diese grenzüberschreitende Verbindung zählt zu den markantesten Gipfeln der Alpen.
Bei der Erstfahrt transportierte eine Kabine maximal 19 Personen in etwa 18 Minuten zum Gipfel – ein technischer Meilenstein für die damalige Zeit.
Heute befördern die beiden Panorama-Kabinen der Pendelbahn jeweils bis zu 100 Personen und erreichen den Gipfel in rund zehn Minuten. Am Gipfelplateau gibt es ein Erlebnismuseum, die Schneekristall-Welt, sowie das Panorama-Gipfelrestaurant.
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Jubiläumsprogramm 2026
„Das 100-jährige Bestehen unserer Bahn ist ein Stück Tiroler Zeitgeschichte. Sie verbindet seit 1926 Menschen, Regionen und Perspektiven und bringt Wertschöpfung, Arbeitsplätze und internationale Sichtbarkeit für unsere Region. Dieses Jubiläum ist daher Anlass, zurückzublicken – und gleichzeitig die nächsten Schritte für eine innovative und nachhaltige Weiterentwicklung der Tiroler Zugspitzbahn einzuleiten", so Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn.
Er und Reinhard Klier, Fachgruppenobmann der Seilbahnen, luden aus gegebenem Anlass zu einer Pressekonferenz.
Anlässlich des Jubiläums erhält das Museum an der Bergstation eine umfassende Neugestaltung. Der Gletscherforscher und Astrofotograf Norbert Span entwickelt gemeinsam mit dem Team eine moderne Ausstellung.
Die offizielle Eröffnung findet im Mai 2026 statt. Die Schau dokumentiert die Entwicklung der Zugspitzbahn von ihren technischen Anfängen bis zur heutigen Hochleistungsanlage und widmet sich auch Wetterphänomenen.
Tiroler Seilbahnwirtschaft als Wirtschaftsfaktor
Aus der ersten Gipfelbahn entwickelte sich in Tirol eine bedeutende Branche. Heute betreiben 175 Seilbahn- und Schleppliftbetriebe insgesamt 871 Anlagen.
„Ohne Seilbahnen gäbe es keinen Wintertourismus in der jetzigen Form", meint Klier. Darüber hinaus seien die Seilbahnunternehmen ein wesentlicher Arbeitgeber im Land. Die Branche bildet auch Lehrlinge aus.
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Technische Daten zur Tiroler Zuspitzbahn
- Länge: 3.600 m
- Höhendifferenz: 1.725 m, Höhe (Tal): 1.225 m, Höhe (Berg): 2.950 m
- Max. Geschwindigkeit: 10 m/s (36 km/h)
- Fahrzeit: 10 Minuten
- Stützen: 3, höchste Stütze: 55 m
- Höchster Bodenabstand: 160 m
- Kabinen: 2, für je 100 Personen
- Förderleistung: 730 Personen pro Stunde
Wirtschaftliche Kennzahlen der Branche
Der durch SeilbahnnutzerInnen generierte Bruttoumsatz beläuft sich jährlich auf rund 6,3 Milliarden Euro. Etwa 7.500 MitarbeiterInnen arbeiten in der Branche in Voll- oder Teilzeit, davon 3.300 ganzjährig und 4.200 als saisonale Arbeitskräfte im Wintertourismus.
Die Bergbahnen scheinen auch die Attraktivität des Tourismus in Tirol zu steigern. Gäste, die Bergbahnen nutzen, bleiben durchschnittlich 7,4 Tage in der Region. Ohne Seilbahnerlebnis verkürzt sich der Aufenthalt auf durchschnittlich 5,7 Tage.
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