Zillertal Tourismus : Wie ein Tiroler Tal Tradition und Wirtschaft neu erfindet
NOX Cycles mit Sitz in Schlitters steht für die neue Generation des Wirtschaftsstandorts Zillertal.
- © Zillertal Tourismus / Tom KlockerDas Zillertal versteht sich längst nicht mehr ausschließlich als Tourismusdestination. Regionale Produktionsketten, nachhaltige Betriebe und international vermarktete Produkte kennzeichnen die Tiroler Region seit Jahrzehnten.
"Ein lebendiger Wirtschaftsraum, in dem regionale Wertschöpfung, handwerkliche Tradition und innovative Unternehmenskultur Hand in Hand gehen", beschreibt es Ronald Felder, Geschäftsführer von Zillertal Tourismus.
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Zillertal Tourismus GmbH und die digitale Plattform myZillertal
Die Zillertal Tourismus GmbH mit Sitz in Schlitters wurde 2005 gegründet, um das Zillertal auf internationalen Märkten zu positionieren. Die GmbH steuert auch die E-Commerce-Plattform myZillertal. Über sie lassen sich touristische Erlebnisse buchen. Die Plattform gilt als Vorreiterprojekt für digitale Tourismuslösungen im gesamten Alpenraum.
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Gemeinsam mit den Tourismusverbänden Erste Ferienregion, Zell-Gerlos, Mayrhofen-Hippach und Tux-Finkenberg sowie den örtlichen Bergbahnen kommuniziert die Zillertal Tourismus GmbH das ganzjährige Angebot im Tal und am Berg.
Im Tourismusjahr 24/25 verzeichnete das Zillertal knapp 7,7 Millionen Nächtigungen und über 1,6 Millionen Gästeankünfte – damit gehört es zu den größten Tourismusdestinationen im DACH-Raum.
Kulinarische Wertschöpfung im Zillertal: Bier, Milch und Wein
Zu den bekanntesten Wirtschaftsbetrieben der Region zählt Zillertal Bier aus Zell am Ziller – Tirols älteste Familienbrauerei. Seit mehr als 525 Jahren und über 16 Generationen verbindet das Unternehmen traditionelle Braukunst mit modernen, nachhaltigen Produktionsabläufen und regionaler Rohstoffbeschaffung.
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Die Erlebnissennerei Zillertal verarbeitet frische Heumilch von heimischen LandwirtInnen zu Käse- und Milchprodukten und sichert damit eine regionale Wertschöpfungskette. Die traditionelle Heumilchwirtschaft im Alpenbogen wurde als erstes Produktionssystem im deutschsprachigen Raum von der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) als landwirtschaftliches Weltkulturerbe anerkannt. Sie gilt als besonders anpassungsfähig gegenüber klimatischen Veränderungen und trägt zum Erhalt der Biodiversität bei.
Das Weingut Gielerhof in Zell am Ziller ergänzt das kulinarische Spektrum der Region. Seit 2014 wachsen dort auf mineralischen Böden und in klimatisch günstiger Lage die Rebsorten Zweigelt und Chardonnay, aus denen regionaltypische Weine entstehen.
Das Zillertal im Überblick: Geografie, Bevölkerung und Saisonangebot
Vom Hochfeiler, dem mit 3.509 m höchsten Berg des Zillertals, erstreckt sich das Tal über 47 km entlang des Zillers talauswärts. In den 25 Gemeinden leben mehr als 35.000 EinwohnerInnen.
Das Angebot umfasst im Winter präparierte Pisten, Langlaufloipen und Rodelbahnen, im Sommer hunderte Kilometer Wanderwege und Bikestrecken sowie Freibäder und Bergseen.
Tiroler Adlerin und Zillertaler Handwerk: Tradition trifft Design
Handwerkliche Betriebe sind ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Identität des Tals. Die Schuhmanufaktur Hartl in Stumm stellt die originalen Zillertaler Doggln bereits in vierter Generation her. Die Hausschuhe aus Loden und reiner Schurwolle fanden inzwischen sogar den Weg auf die Laufstege in Paris.
Ebenfalls in Stumm ansässig ist die Federkielstickerei Stiegler. Dort werden die sogenannten „Ranzen" – Schmuckgürtel, die über der Lederhose getragen werden – mit gespaltenen Pfauenfedern aufwendig bestickt.
Das Modelabel Tiroler Adlerin von Margret und Melanie Schiestl aus Ramsau greift heimische Materialien und traditionelle Symbole auf.
NOX Cycles mit Sitz in Schlitters steht für die moderne Seite des Wirtschaftsstandorts Zillertal: Das Unternehmen entwickelt, montiert und testet E-Mountainbikes vollständig im Tal – von der Konstruktion bis zum fertigen Rad.
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