Pinzgauer Lokalbahn : Bund pumpt Millionen in Elektrifizierung – auch im Pinzgau

blick aus pinzgauer lokalbahn auf grüne wiese unter blauem himmel, teil der bahn sichtbar

„Die Pinzgauer Lokalbahn ist weit mehr als eine Bahnstrecke – sie ist Lebensader, Mobilitätsgarant und ein wichtiges Stück regionaler Identität für den gesamten Oberpinzgau", sagt Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

- © adobe stock/Electric Egg Ltd.

Rund 53 Kilometer Schmalspurstrecke, im Stundentakt und täglich mehr als 2.750 Fahrgäste: Die Pinzgauer Lokalbahn zwischen Zell am See und Krimml zählt zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen im Bundesland Salzburg. 

Seit den schweren Hochwasserschäden im Jahr 2021 wird die Strecke ab Mittersill wiederaufgebaut, finanziert von Bund und Land Salzburg.
 

Jetzt kommt ein weiterer Ausbauschritt hinzu: Die Bahn soll künftig elektrisch statt fossil betrieben werden.

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Investitionsprogramm für Privatbahnen deutlich aufgestockt

Möglich macht das eine Aufstockung des mittelfristigen Investitionsprogramms für Privatbahnen (MIP) im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028. Ab 2027 stellt der Bund zusätzlich zu den bisherigen Mitteln für die Infrastruktur der Privatbahnen jährlich 25 Millionen Euro bereit. Damit steigt das Gesamtbudget auf rund 114 Millionen Euro. Wir haben auch im Zuge der Murtal Bahn darüber berichtet.


Mit diesem zusätzlichen Geld lassen sich jene Modernisierungen der Infrastruktur umsetzen, die für einen elektrischen Betrieb notwendig sind. Wie auch im Fall der Murtal Bahn und der Steiermark, sagt der Bund dem Land Salzburg eine anteilige Mitfinanzierung bei der Beschaffung der neuen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge zu. Damit steht einem baldigen Start der entsprechenden Ausschreibung nichts mehr im Weg.
 

„Wir haben es geschafft, das Investitionsprogramm für Privatbahnen trotz erheblichen Spardrucks spürbar aufzustocken. Davon profitieren jene Projekte, für die auch die Länder ihren Beitrag zusichern", sagt Bundesminister Peter Hanke. "Wer im Pinzgau lebt, pendelt oder Urlaub macht, hat genauso Anspruch auf eine verlässliche und zeitgemäße Bahn wie jemand in der Stadt. Das ist gelebte Grundversorgung.“

„Diese Zusicherung des Bundes ist ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum und zu einer verlässlichen Verbindung für die Menschen im Pinzgau", sagt Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. "Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Pinzgauer Lokalbahn auch in Zukunft ein modernes, klimafreundliches und zuverlässiges Mobilitätsangebot für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie unsere Gäste bleibt.“

Verlauf der Strecke

Die Strecke führt vom Bahnhof Zell am See – mit direktem Anschluss an die Giselabahn (Salzburg-Tiroler-Bahn) – entlang der Salzach über Mittersill bis nach Krimml. Damit erfüllt die Bahn zwei zentrale Funktionen: Für die Bevölkerung im Tal bildet sie das Rückgrat des Pendelverkehrs, für die gesamte Region ist sie zugleich die zentrale Verbindung in die Hochgebirgswelt des Salzburger Pinzgaus. 

Mit elektrischem statt fossilem Antrieb wird der Zugbetrieb künftig leiser, emissionsfrei und langfristig auch stabiler.

Impulse für die regionale Wirtschaft

Das Vorhaben bringt auch wirtschaftliche Effekte für die Region mit sich: Über mehrere Jahre hinweg entstehen Aufträge für die Bahn- und Infrastrukturindustrie, wovon Arbeitsplätze vor Ort ebenso profitieren wie der heimische Wirtschaftsstandort insgesamt.
 

Für den Pinzgau – mit dem Nationalpark Hohe Tauern und den Krimmler Wasserfällen eine der touristischen Kernregionen Salzburgs – ist eine moderne Lokalbahn dabei weit mehr als reine Verkehrsinfrastruktur. Sie gilt als Standortfaktor und als sichtbares Zeichen dafür, dass öffentliche Mobilität im Oberpinzgau auch künftig eine tragende Rolle spielen wird.

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