Nationalpark Hohe Tauern : Nationalpark Hohe Tauern: Was plant neue Führung mit 800.000€ Budget?
Der Nationalparkrat sichert die Kontinuität der wissenschaftlichen Arbeit – insbesondere der Langzeitforschung.
- © adobe stock/Henry CzaudernaDer Nationalparkrat des Nationalparks Hohe Tauern hat einen neuen Vorsitz. René Zumtobel, Landesrat aus Tirol, übernimmt diesen für die nächsten zwei Jahre.
Bei der konstituierenden Sitzung im Jänner 2026 hieß er die neu zuständigen Landesräte Peter Reichmann aus Kärnten und Maximilian Aigner aus Salzburg willkommen. Sie werden künftig die Nationalparkagenden in ihren Bundesländern verantworten.
Der Nationalparkrates fungiert als gemeinsames Entscheidungsorgan von Bund und Ländern. Zumtobel unterstrich bei der Sitzung die Wichtigkeit der bundesländerübergreifenden Kooperation. Die Gremiumsmitglieder beschlossen ein Budget von circa 800.000 Euro für gemeinschaftliche Aktivitäten im Jahr 2026. Rund 380.000 Euro fließen in die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie in länderübergreifende Forschungsprojekte.
Dennoch bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen: Die dauerhafte Finanzierung des Schutzgebietes muss langfristig gesichert werden, um Qualität, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit des alpinen Nationalparks nachhaltig zu gewährleisten.
Die sechs österreichischen Nationalparke
Hohe Tauern ist einer von sechs österreichischen Nationalparks – neben Kalkalpen, Gesäuse, Thayatal, Donau-Auen und Neusiedler See-Seewinkel. Auf nur 3 % der Landesfläche schützen sie über 70 % der wichtigsten heimischen Arten.
Forschungsstrategie für Nationalpark Austria: Mittelfristiges Monitoring
Die 15a-B-VG-Vereinbarung aus dem Jahr 1994 zwischen Bund und Ländern bildet die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit. Zusätzlich orientierten sich die Verantwortlichen an den Empfehlungen des Bundesrechnungshofberichtes 2023.
Der Schwerpunkt liegt nun auf einer verstärkt abgestimmten Entwicklung von Forschung und Öffentlichkeitsarbeit über die Ländergrenzen hinweg.
Das neu entwickelte länderübergreifende Forschungs- und Monitoringprogramm definiert erstmals die künftigen Prioritäten auf Basis des bereits existierenden Forschungskonzepts im Rahmen einer mittelfristigen Planung. Dadurch sichert der Nationalparkrat die Kontinuität der wissenschaftlichen Arbeit – insbesondere der Langzeitforschung – und stellt den zukünftigen Budgetbedarf transparent dar.
Klimawandel und Artenschutz: Langzeitmonitoring im Hochgebirgs-Nationalpark
„Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein wichtiger Forschungsraum. Gerade das Langzeitmonitoring liefert uns unverzichtbare Erkenntnisse über ökologische Veränderungen und den Einfluss des Klimawandels auf unsere Natur", sagt Zumtobel. "Projekte wie das Steinadler- und Bartgeiermonitoring oder langjährige Messreihen in Hochlagen zeigen, wie wertvoll kontinuierliche Forschung ist – nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für fundierte politische Entscheidungen."
Die Alpenregion steht unter besonderem Beobachtungsfokus, da klimatische Veränderungen in Hochlagen besonders deutlich messbar sind. Die wissenschaftlichen Datenreihen aus dem Schutzgebiet liefern wichtige Grundlagen für Entscheidungen im Bereich Naturschutz und Biodiversität.
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Einheitliche Kommunikationsstrategie beschlossen
Die verabschiedete Öffentlichkeitsarbeitsstrategie 2025+ fasst bestehende Teilstrategien zusammen und richtet die Kommunikation gezielt auf die Stärken des Nationalparks Hohe Tauern aus.
Die drei beteiligten Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg verfolgen damit eine abgestimmte Strategie, um das alpine Schutzgebiet einheitlich zu präsentieren.
Der gemeinnützige Verein fans&friends fungiert als offizielle Sponsoreinrichtung für den Nationalpark Hohe Tauern. Zahlreiche Projekte im alpinen Nationalpark werden durch Spenden- und Sponsormittel dieser Organisation mitfinanziert.
Im Jahr 2025 ermöglichten diese Gelder die Kofinanzierung von Projekten im Gesamtwert von 470.000 Euro. Die Schwerpunkte der Förderung liegen in den Bereichen Natur- und Artenschutz Alpenraum, Biodiversität sowie Bildung.
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