Vatertag Österreich : Vatertag in Österreich 2026: Rekordumsatz, deutlicher Trend, große regionale Unterschiede
Am Sonntag, dem 14. Juni, ist in Österreich Vatertag – und der Anlass gewinnt wirtschaftlich wie gesellschaftlich von Jahr zu Jahr an Bedeutung.
Laut einem aktuellen Consumer Check von Reppublika Research im Auftrag des Handelsverbands haben heuer 55 Prozent der ÖsterreicherInnen vor, ihren Vätern eine Freude zu bereiten.
Besonders im Aufwind: gemeinsame Erlebnisse. Restaurant-, Bar- oder Cafébesuche führen erstmals die Rangliste der beliebtesten Vatertagsgeschenke an.
„Viele Menschen nutzen den Vatertag auch heuer wieder, um Zeit mit ihrem Vater zu verbringen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Davon profitieren Handel und Gastronomie gleichermaßen", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.
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Regionale Unterschiede bei den Vatertagsausgaben in Österreich
Die durchschnittlichen Ausgaben pro schenkender Person sind österreichweit auf 94 Euro gestiegen, der Median liegt bei 50 Euro. Das typische Vatertagsbudget bleibt damit moderat, einzelne SchenkerInnen greifen jedoch deutlich großzügiger in die Tasche als im Vorjahr."
„Wir rechnen deshalb mit Rekordausgaben von bis zu 240 Mio. Euro, von denen ein bedeutender Teil auch in den Handel fließt", so Will.
Zwischen den österreichischen Bundesländern sind die Ausgaben laut nationaler Handelsverband-Studie jedoch deutlich unterschiedlich verteilt. Wien sowie Vorarlberg und Tirol führen das Ranking mit je 106 Euro pro schenkender Person an.
Niederösterreich und das Burgenland liegen mit 92 Euro nahe am Bundesschnitt, Salzburg und Oberösterreich mit 90 Euro noch etwas weiter darunter.
Das Schlusslicht bilden die südlichen Bundesländer Kärnten und die Steiermark mit 82 Euro.
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Vatertagsausgaben in Österreich auf Rekordkurs
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Für die Bundeshauptstadt hat die Wirtschaftskammer Wien (WKW) gemeinsam mit KMU Forschung Austria eigene Zahlen erhoben: Demnach geben WienerInnen heuer im Schnitt 58 Euro pro Person aus – „fast neun Euro mehr" als im Vorjahr, so Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. Das entspricht einem Anstieg von rund 18 Prozent.
Hochgerechnet ergeben sich daraus Gesamtausgaben von rund 45 Millionen Euro für den Wiener Handel. Zum Vergleich: Beim Muttertag lagen die durchschnittlichen Ausgaben pro Person bei 64 Euro.
Will ergänzt: „Der Vatertag sorgt für zusätzliche Nachfrage in vielen Bereichen – von Lebensmitteln und Süßwaren über Parfümerieartikel bis hin zu Gutscheinen und Gastronomieangeboten. Besonders erfreulich ist, dass persönliche Erlebnisse und gemeinsame Zeit für viele Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnen."
Vatertagsgeschenke 2026: Erlebnisse gewinnen gegenüber Sachgeschenken
Die beliebtesten Vatertagsgeschenke in Österreich spiegeln den Trend zu immateriellen Erlebnissen deutlich wider. So sieht die österreichweite Erhebung des Handelsverbands aus:
- 12 Prozent: Restaurant-, Bar- oder Cafébesuche (erstmals Rang eins)
- je 11 Prozent: Gutscheine und Süßigkeiten
- 9 Prozent: Parfum- und Körperpflegeprodukte
- 8 Prozent: nicht-materielle Geschenke wie Ausflüge oder gemeinsame Zeit
- 7 Prozent: Alkoholische Getränke – ein stabiler Dauerbrenner
Die Wiener Studie der WKW zeichnet ein anderes Bild:
- 26 Prozent: Schokolade, Pralinen und Süßigkeiten
- 22 Prozent: Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen wie Urlaub, Konzerte oder Ausflüge
- 21 Prozent: Restaurantbesuche
- 18 Prozent: Wein
- 17 Prozent: Kleidung und Schuhe
Was Väter sich wirklich wünschen
Befragt nach ihren eigenen Wünschen zeigen Väter ein vielseitiges Bild: Am öftesten genannt werden gemeinsame Zeit mit der Familie sowie Ausflüge und gemeinsame Unternehmungen.
Sehr beliebt sind darüber hinaus Gutscheine, praktische Alltagsgegenstände und Genussmittel wie Bier oder Wein. Besonders häufig taucht in der Wiener Erhebung ein überraschender Wunsch auf: „gute Socken in toller Qualität".
„Der Socken-Klassiker lebt also weiter – allerdings mit Qualitätsanspruch", so Gumprecht.
Stationärer Handel als bevorzugter Einkaufsort für Vatertagsgeschenke
Beim Kauf von Vatertagsgeschenken in Österreich dominiert laut Handelsverband-Studie weiterhin der Einkauf vor Ort:
- 28 Prozent: Supermärkte und Diskonter
- 25 Prozent: Geschäfte in Shoppingcentern
- 24 Prozent: Geschäfte in Einkaufsstraßen
- 17 Prozent: Internationale Online-Shops
- 12 Prozent: Österreichische Online-Shops
Fernost-Plattformen wie Temu oder Shein kommen mit 3 Prozent hingegen kaum zum Zug.
In Wien ist die Bindung an den stationären Handel noch ausgeprägter: Fast vier von fünf WienerInnen (78 Prozent) kaufen ihr Vatertagsgeschenk im Geschäft, während 38 Prozent zumindest teilweise auf Online-Angebote zurückgreifen.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sorgen solche Kaufanlässe für wichtige Impulse im heimischen Handel. Dass die WienerInnen heuer nochmals deutlich mehr ausgeben als im Vorjahr, ist ein starkes Signal – zumal sich der Vatertag auch beim Ausgabenniveau dem Muttertag weiter annähert", betont Gumprecht.
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