Wirtschaft Österreich 2026 : Wirtschaft Österreich 2026: Nach Neujahrsshopping kommt die düstere Prognose

Viele Menschen abends in der Wiener Innenstadt unter Weihnachtsbeleuchtung

Zu Silvester gingen noch viele gerne shoppen. Aber 2026 wollen sich die ÖsterreicherInnen bei den Ausgaben zügeln.

- © adobe stock/alloova

Nach Weihnachten ist...nicht vor Weihnachten, sondern der Jahreswechsel. Wird es dem Handel 2026 besser gehen? Zumindest die ersten Stunden sind schon mal wichtig im Konsumverhalten.

Die ÖsterreicherInnen planten zum Jahreswechsel durchschnittlich 170 Euro zusätzlich zu ihren üblichen wöchentlichen Einkäufen ein. Dieses Budget fließt in Speisen und Getränke, Partybedarf sowie kleine Geschenke, wie aus dem aktuellen Consumer Check des Handelsverbands hervorgeht. 

„Viele Menschen sehen Silvesterfeiern und Neujahrstreffen als fixen Bestandteil ihrer Tradition – vom festlichen Menü bis zum klassischen Glücksbringer", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

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Regionale Unterschiede zu Feiertagen: Westösterreich gibt mehr aus

Das Konsumverhalten zum Jahreswechsel unterscheidet sich regional deutlich. In Tirol und Vorarlberg liegt das durchschnittliche Budget pro Kopf bei 193 Euro, gefolgt von Wien mit 181 Euro. 

Am sparsamsten zeigen sich die BewohnerInnen von Niederösterreich und dem Burgenland mit 153 Euro. Die Steiermark und Kärnten bewegen sich mit 174 Euro im Mittelfeld, während Salzburg und Oberösterreich 159 Euro pro Person veranschlagen.

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Konsumklima und Kaufkraft: Was ÖsterreicherInnen zu Silvester kaufen

Zum Jahreswechsel dominieren bei zusätzlichen Einkäufen Kulinarik und traditionelle Glücksbringer. Beide Kategorien führen mit jeweils 67 Prozent die Beliebtheitsskala an. Alkoholische Getränke wie Sekt und Champagner landen mit 54 Prozent auf Platz drei. 

Die vollständige Rangliste zeigt folgende Prioritäten:

Lebensmittel 67%
Glücksbringer 67%
Alkoholische Getränke (z.B. Sekt/Champagner) 54%
Süßigkeiten 31%
Alkoholfreie Getränke 21%
Pyrotechnik/Feuerwerkskörper 18%
Dekoration 15%
Party-Artikel 13%
Neue Kleidung 10%
Parfümerie-/Stylingartikel 8%

Ein Viertel der Befragten verzichtet komplett auf zusätzliche Silvester-Einkäufe.

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Konjunkturausblick: Optimismus überwiegt trotz schwieriger Wirtschaftslage

Die Stimmung der Bevölkerung zum Jahreswechsel fällt mehrheitlich positiv aus. 20 Prozent starten mit großer Zuversicht ins Jahr 2026. Weitere 24 Prozent äußern sich „eher zuversichtlich". 

Lediglich 12 Prozent blicken sorgenvoll auf das kommende Jahr, weitere 12 Prozent zeigen sich „eher" besorgt. Das verbleibende Drittel (32 Prozent) verhält sich neutral.
 

Für das Konsumverhalten 2026 zeichnet sich ein bewusster Umgang mit Geld ab. 55 Prozent der ÖsterreicherInnen wollen gezielter auf ihre Ausgaben achten – eine identische Quote wie im Vorjahr. Der Anteil derjenigen, die verstärkt sparen möchten, sank minimal von 47 auf 44 Prozent. Gleichzeitig reduzierte sich auch der Anteil jener, die sich häufiger etwas Besonderes gönnen wollen, von 46 auf 41 Prozent.

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Wirtschaft Österreich 2026: Arbeitsplätze und Einkommensentwicklung im Fokus

Die angespannte Wirtschaftslage prägt auch die Erwartungen für 2026. 57 Prozent der Erwerbstätigen (Vorjahr: 63 Prozent) gehen davon aus, dass ihre Arbeitsplätze sicher bleiben. 15 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent) bewerten ihre berufliche Situation als eher oder sehr unsicher. 

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Eine Verbesserung beim Einkommen erwarten nur noch 29 Prozent, nach 37 Prozent im Vorjahr. Mehr finanziellen Spielraum prognostizieren sich nur 28 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent).
 

An eine Erholung der heimischen Wirtschaft glauben ebenfalls 29 Prozent der Befragten. 
„Zwar gehen die Österreicher:innen grundsätzlich mit Optimismus ins Jahr 2026, doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weiterhin überwiegend als schwierig gesehen. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich vorerst leider auch für den Handel keine schnelle Trendwende hin zum Positiven ab", resümiert Will.

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