Tourismus Oberösterreich : OÖ: 360 Grad Alpenland zieht nach 180 Tagen Bilanz

Herbert Mayr, Aufsichtsratsvorsitzender Tourismusverband Alpenland, Corinna Polz, Geschäftsführerin Tourismusverband Alpenland, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Markus Achleitner, Barbara Resch, stv. Aufsichtsratsvorsitzende Tourismusverband Alpenland, Bürgermeister Markus Vogl, Aufsichtsratsmitglied Tourismusverband Alpenland präsentieren Bilanz der 360 Grad Alpenland Tourismusstrategie

Herbert Mayr, Aufsichtsratsvorsitzender Tourismusverband Alpenland, Corinna Polz, Geschäftsführerin Tourismusverband Alpenland, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Markus Achleitner, Barbara Resch, stv. Aufsichtsratsvorsitzende Tourismusverband Alpenland, Bürgermeister Markus Vogl, Aufsichtsratsmitglied Tourismusverband Alpenland

- © what if media e.U.

In der Villa Rabl in Bad Hall trafen sich Ende Juli 2026 VertreterInnen aus Landespolitik und Tourismuswirtschaft zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Das Thema: „180 Tage 360 Grad Alpenland".

Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Geschäftsführerin Corinna Polz, Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Mayr, dessen Stellvertreterin Barbara Resch sowie Aufsichtsratsmitglied und Steyrer Bürgermeister Markus Vogl präsentierten dabei eine erste Zwischenbilanz der neuen Tourismusmarke

Wie werden die kommenden Monate im Tourismus Oberösterreich?

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Neue Tourismusstruktur soll internationale Sichtbarkeit erhöhen

Reisende würden sich bei der Urlaubsplanung heute kaum noch dafür interessieren, aus wie vielen Gemeinden oder Verbänden eine Region bestehe, so Landesrat Achleitner. Genau an diesem Gedanken orientiere sich die Landes-Tourismusstrategie 2030

Mit der neuen Struktur entstünden größere, schlagkräftigere Destinationen, die ihre Stärken bündeln und dadurch national wie international besser wahrgenommen werden. 

Das 360 Grad Alpenland diene dabei als gelungenes Beispiel: Aus drei bisherigen Tourismusverbänden sei eine gemeinsame Destination geworden, die unterschiedliche Qualitäten zu einem ganzjährigen Urlaubsangebot verknüpft.

Konkret sind die früheren Tourismusverbände Pyhrn-Priel, Bad Hall sowie Steyr und die Nationalpark Region zu einer gemeinsamen Organisation verschmolzen. Diese umfasst mittlerweile 30 Gemeinden und rund 600 touristische Betriebe und zählt damit bereits nach 180 Tagen zu den stärksten Destinationen im Tourismus Oberösterreich. 

Durch den größeren Erlebnisraum lassen sich aktive Bergerlebnisse, Thermen- und Gesundheitsangebote, historische Städte, Kultur, Kulinarik sowie Natur- und Outdoorerlebnisse zu einem durchgängigen Jahresangebot kombinieren. 

Warum solche Strategien für Österreichs Tourismus überlebenswichtig sind, lesen Sie hier

Sowohl Gäste als auch Betriebe profitieren davon, weil sich unterschiedliche Urlaubserlebnisse auf kurzen Distanzen verbinden lassen.

360° Alpenland vereint Berge, Städte, Naturerlebnisse und wohltuende Auszeiten im Herzen Oberösterreichs – und dieses Video bündelt all diese Momente in einer großen Gesamtschau.

Bereits jetzt zweitstärkste Region in OÖ

Die bisherige Entwicklung lässt sich bestens an. Mit rund 1,17 Millionen Nächtigungen jährlich ist das 360 Grad Alpenland bereits die zweitnächtigungsstärkste Tourismusdestination Oberösterreichs. Rund 59 Prozent der Nächtigungen entfallen auf die Sommersaison.

Auch der Tourismus im gesamten Bundesland entwickelt sich positiv: Im Tourismusjahr 2024/25 wurden knapp neun Millionen Nächtigungen gezählt, das beste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen. 

Die Wintersaison 2025/26 brachte ein Plus von 3,2 Prozent. Auch der Sommer 2026 startete erfolgreich: Allein im Mai wurden rund 330.000 Gästeankünfte sowie knapp 800.000 Nächtigungen registriert, ein Anstieg von 2,1 beziehungsweise 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Damit dieser Erfolgskurs anhält, investieren wir konsequent in die touristische Infrastruktur der Region – vom Ausbau der Wurzeralm bis zur gemeinsamen internationalen Vermarktung", sagt Achleitner.

Tourismusstruktur Oberösterreich verändert sich

Seit 1. Jänner 2026 ist die neue Tourismuslandkarte Oberösterreichs mit sieben Tourismusverbänden vollständig umgesetzt. Die Landes-Tourismusstrategie 2030 legt ihren Fokus auf qualitatives Wachstum, ganzjährig ausgerichteten Tourismus sowie naturnahe Entwicklung

Achleitner spricht in diesem Zusammenhang von einem „dreimal Mehr": mehr Qualität, mehr internationale Schlagkraft und mehr Expertise bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und neuen touristischen Angeboten.

Gemeinsam mit den Destinationen Salzkammergut, Mühlviertel, Quellenviertel, Donauregion Oberösterreich, Linz und Region Wels bildet das 360 Grad Alpenland nun das touristische Markenportfolio des Bundeslandes. Jede Destination verfügt über ein eigenständiges Profil und trägt so zur Positionierung als Ganzjahresdestination bei. 

Das 360 Grad Alpenland steht dabei besonders für alpine Naturerlebnisse, verknüpft mit den Gesundheitsangeboten der Thermenregion sowie den kulturellen und historischen Qualitäten der Stadt Steyr und ihres Umlands. 

Mit dem Großen Priel, den Skigebieten Hinterstoder und Wurzeralm, dem Nationalpark Kalkalpen sowie rund 60 bewirtschafteten Almen verfügt die Region über gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ganzjahrestourismus.
 

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Beschäftigungszahlen im 360 Grad Alpenland

Rund 30 MitarbeiterInnen sind mittlerweile für den Tourismusverband 360 Grad Alpenland tätig und kümmern sich um Produktentwicklung, Marketing, Digitalisierung, Grafik und Buchhaltung. 

Ausbildungspartnerschaften mit der BBS Weyer und der HAK/HLW Kirchdorf soll gezielt den touristischen Nachwuchs für die Betriebe der Region sichern. Viele AbsolventInnen bleiben der Region verbunden oder kehren nach ersten Berufserfahrungen bewusst zurück.

Digitalisierung als Wachstumsmotor

Rund zwei Drittel aller Reisen werden online gebucht. Die digitale Sichtbarkeit gewinnt also zunehmend an Bedeutung. 

Als Verwaltungshelfer für die Gemeinden übernimmt der Verband inzwischen das gesamte touristische Meldewesen – also Erfassung und Abwicklung von Ortstaxe und Gästemeldungen sowie Statistikmeldung und Kontrolle. 

Gleichzeitig ermöglicht die Anbindung an das System eine direkte Buchbarkeit der Betriebe über die Website der Destination. 

Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Resch veranschaulichte den digitalen Wandel anhand eines Beispiels: Eine Familie, die vor zwei Jahren Urlaub in der Region plante, musste auf einer Website nach Wanderwegen in Hinterstoder suchen, auf einer zweiten nach der Therme in Bad Hall und auf einer dritten nach einem Stadtspaziergang in Steyr – drei Websites, drei Buchungswege, drei AnsprechpartnerInnen. Heute findet dieselbe Familie alles unter einer Marke, auf einer Plattform, begleitet von einem digitalen Gästebegleiter.

Dieser digitale Ansprechpartner trägt den Namen „FRANZI" und informiert Gäste über aktuelle Veranstaltungen, passende Touren sowie tagesaktuelle Angebote.

Ein weiteres Beispiel für die digitale Ausrichtung ist die Pyhrn-Priel Card, die über 60 Gratisleistungen und 35 Bonusleistungen bei mehr als 200 Partnerbetrieben zu einem einzigen Angebot bündelt. 

Konkret ermöglicht sie freien Eintritt bei Bergbahnen, Museen sowie Frei- und Hallenbädern, einen gratis Thermeneintritt in Bad Hall sowie geführte Naturerlebnisse und Stadtführungen – alles mit einer einzigen Karte.

„Wir denken Angebot heute vernetzt statt in Gemeindegrenzen. Die Pyhrn-Priel Card ist der beste Beweis dafür, dass Gäste, Betriebe und Einheimische gemeinsam von dieser Struktur profitieren – und mit FRANZI holen wir dieses Prinzip jetzt auch digital ab", sagt Resch.