Vorarlberg Tourismus : Tagesgäste in Vorarlberg machen Millionen Euro aus – besteht noch mehr Potenzial?

Voll besetzter Balkon eines Lokals auf der Balmalpe Lech in den Vorarlberger Bergen im Winter

Auf der Balmalpe Lech. Tagesgäste machen im Winter einen deutlich höheren Anteil aus.

- © Dietmar Denger

Vorarlberg zieht nicht nur ÜbernachtungstouristInnen an. Neben 9,3 Millionen Übernachtungsgästen verzeichnet das Bundesland etwa 7,5 Millionen Tagesgäste im Jahr (Berechnungsgrundlage 2024). Die Hälfte dieser BesucherInnen stammt aus der Region selbst. Weitere 30 Prozent kommen aus Deutschland und 20 Prozent aus der Ostschweiz sowie Liechtenstein.
 

Der Freizeit- und Naherholungstourismus erwirtschaftet jährlich rund 400 Millionen Euro – das entspricht einem Fünftel des gesamten touristischen Konsums. Diese Zahlen stammen aus einer Studie zum „Freizeit- und Naherholungstourismus in Vorarlberg", die das Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St. Gallen für die Vorarlberg Tourismus GmbH durchführte. 

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Vorarlberg Tourismus GmbH setzt auf Wertschöpfung statt Besucherzahlen

„Der Freizeittourismus ist ein wichtiger Teil der Vorarlberger Tourismusstrategie 2030", erklärte Tourismuslandesrat Marco Tittler bei der Studienpräsentation. „Die Ergebnisse zeigen das wirtschaftliche Potenzial deutlich auf und liefern eine fundierte Grundlage, um den Tagestourismus gezielt weiterzuentwickeln und die Wertschöpfung zu erhöhen."

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Tagesgäste frequentieren Bergbahnen, Schwimmbäder, Restaurants, Kunst- und Kultureinrichtungen und finanzieren damit die touristische Infrastruktur ganzjährig mit. „Die Stärkung des Tagestourismus wirkt sich somit positiv auf die Wirtschaftsleistung und die Standortqualität des Landes aus." Das spiele für heimische Betriebe, die Fachkräfte gewinnen und langfristig beschäftigen wollen, eine wichtige Rolle, meint Tittler.

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Kombiangebote, digitale Kommunikation und V Card

Tittler sieht Entwicklungsmöglichkeiten besonders in der Verlängerung der Wertschöpfungskette, etwa durch Kombiangebote. Diese könnten Tagesgäste dazu bewegen, weitere Aktivitäten in Vorarlberg einzuplanen oder häufiger ins Bundesland zurückzukehren. 

Digitale Kommunikationskanäle bieten dafür mehrere Optionen. Bereits laufend arbeite man an attraktiven Bus- und Bahnangeboten für eine vereinfachte Anreise, so Tittler. 

Die Vorarlberg Tourismus GmbH prüft derzeit, ob die V-Card, die Erlebniskarte für Einheimische mit derzeit über 90 Ausflugszielen, als Ganzjahresangebot ausgeweitet werden kann.