Spürnasenecke : Spürnasenecke an der BAfEP Graz eröffnet: Steiermark braucht dringend mehr MINT-Kompetenzen
WKO Steiermark Vizepräsidentin Gabi Lechner freut sich über das große Interesse der Kinder.
- © Foto FischerAuf Initiative der Metalltechnischen Industrie der WKO Steiermark öffnet am 12. Mai an der BAfEP die erste Grazer Spürnasenecke ihre Türen.
Der kinderfreundliche Forschungsraum mit mehr als 80 Experimenten soll frühkindliche MINT-Förderung in der Elementarpädagog-Ausbildung verankern und damit den Fachkräftebedarf von morgen mitabdecken.
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Frühe MINT-Bildung hat 8-fachen Nutzen
Aktuelle WKO-Erhebungen zeigen: Österreich wird bis 2030 mehr als 30.000 Fachkräfte im technischen Bereich vermissen. Dieser Mangel trifft auch die steirische Industrie und zahlreiche regionale Leitbetriebe.
Internationale Studien, die in diese Erhebung eingeflossen sind, belegen zusätzlich: Jeder in frühe Bildung investierte Euro erzielt einen rund achtfachen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Warum besonders Südösterreich unter dem Fachkräftemangel leiden wird
Mit rund 18.000 Euro Investitionskosten schafft eine Spürnasenecke eine dauerhafte Lerninfrastruktur, die Kinder früh für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeistert.
„Frühkindliche Erfahrungen mit MINT-Themen sind ein Schlüssel für mehr Chancengleichheit und für die Fachkräfte von morgen“, sagt Gabi Lechner, Vizepräsidentin der WKO Steiermark. „Wenn Kinder schon im Kindergartenalter neugierig experimentieren und technische Zusammenhänge spielerisch entdecken, entsteht ein nachhaltiges Interesse, das ihre Bildungs- und Berufsentscheidungen prägt. Besonders für Mädchen öffnen sich dadurch neue Perspektiven – mit besseren Einkommenschancen und weniger Risiko für Altersarmut.“
Von Salzburg bis Graz: Das wachsende Netzwerk der Spürnasenecken
Der Ursprung der Spürnasenecke liegt in Salzburg: 2013 entstand im städtischen Kindergarten Maxglan der allererste Standort. Das Modell hat sich seither österreichweit ausgebreitet. Mittlerweile existieren mehr als 125 Spürnasenecken.
Mit der Eröffnung an der BAfEP Graz hält dieses Erfolgskonzept nun gezielt Einzug in die Ausbildung von ElementarpädagogInnen. Davon profitieren nicht allein die Kinder im Praxiskindergarten: Künftige PädagogInnen wirken als Multiplikatoren und transportieren das Konzept in weitere Einrichtungen.
„Die Spürnasenecke zeigt, wie wichtig es ist, Kinder früh für Technik und Industrie zu begeistern“, sagt Helmut Röck, Geschäftsführer der Fachgruppe Metalltechnische Industrie, die die Einrichtung in Graz finanziert. „Neugier, Ausprobieren und eigenes Entdecken sind Fähigkeiten, die später auch in der metalltechnischen Industrie gefragt sind. Wer früh versteht, wie Dinge funktionieren, entwickelt technisches Verständnis und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten."
Multiplikatoreffekt für die steirische Elementarpädagogik
Auch die BAfEP Graz selbst sieht klare Vorteile im neuen Angebot.
„Der Einsatz der Spürnasenecke an der BAfEP Graz kommt nicht nur den Kindern im Praxiskindergarten zugute, sondern auch unseren Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden“, so Roman Kirchmayer, Direktor der BAfEP Graz. „Sie sammeln im Rahmen ihrer Ausbildung wertvolle praktische Erfahrungen im MINT-Bereich und geben dieses Wissen später in den steirischen Kindergärten weiter. So entsteht ein Multiplikatoreffekt, der langfristig zu mehr Chancengerechtigkeit und besserer Fachkräftesicherung in der Steiermark beiträgt.“
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