Sparformen Österreich : Sparen Österreich: Das liegt in der Steiermark im Trend
Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender, und Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse
- © Margit KundigraberRechzeitig zum 100. Weltspartag präsentierte die Steiermärkische Sparkasse die Sparstudie 2025.
Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage, Inflation, niedrigen Zinsen und einem angespannten Arbeitsmarkt bleibt das Sparen für viele ein zentrales Element der finanziellen Vorsorge. So ist 76 Prozent der befragten Steirer zwischen 16 und 75 wichtig, Geld zur Seite zu legen.
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„Sparen ist und bleibt ein zentraler Bestandteil der finanziellen Vorsorge", resümiert Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse.
Das zeigt sich auch an der hohen Sparquote, die sich nach 11,7 Prozent im vergangenen Jahr heuer bei etwa elf Prozent einpendelt. Der monatliche Sparbetrag lag österreichweit mit 320 € im Durchschnitt etwas unter dem der Steiermark mit 328 €.
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Sparformen Österreich im Vergleich: Sparbuch bleibt Spitzenreiter
Die häufigste und beliebteste Sparform der SteirerInnen bleibt das Sparbuch mit 80 Prozent. Danach folgen das Sparen am Girokonto (55 Prozent) und die Lebens- und Kapitalversicherung mit 42 Prozent. Gleich dahinter kommen mit 40 Prozent Wertpapiere, die mittlerweile sogar das Bausparen mit 36 Prozent überholen konnten.
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Dass Wertpapiere an Bedeutung gewinnen, zeichnete sich über die vergangenen Jahre bereits ab. So stieg das Volumen privater Wertpapierveranlagungen seit 2015 um 93 Prozent von 2,5 auf 4,8 Milliarden Euro. Im Bereich der Wertpapiere sind Aktien mit 26 Prozent und Investmentfonds mit 24 Prozent besonders beliebt.
Gold bzw. Edelmetalle werden von 23 Prozent als Spar- und Anlageform genutzt, während 14 Prozent auf Kryptowährungen setzen.
„Die anhaltende Inflation und niedrige Zinsen machen deutlich, dass klassische Sparformen allein nicht mehr ausreichen. Wer heute Vermögen sichern und aufbauen möchte, muss auch neue Wege gehen", so Bucher.
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Sparen Österreich: Notgroschen hat höchste Priorität
Gespart wird vor allem, um für den Notfall gerüstet zu sein, wie 84 Prozent der Befragten angeben. Für 70 Prozent sind finanzielle Vorsorge und Absicherung das Ziel zum Sparen, während erst an dritter Stelle und für 68 Prozent der Befragten spätere Konsumwünsche wie Urlaube das Sparziel sind.
Für 64 Prozent ist finanzielle Unabhängigkeit der Grund und lediglich ein Drittel spart für eine spätere Immobilienfinanzierung.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Sparen für die Steirer:innen weiterhin eine zentrale Rolle spielt – auch wenn die individuellen Möglichkeiten und die Zufriedenheit mit dem Sparbetrag unterschiedlich ausfallen", fasst Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse, die Ergebnisse zusammen.
Auch wenn das Sparen weiterhin einen hohen Stellenwert besitzt, besteht beim Finanzwissen noch Aufholbedarf. So schätzen lediglich 35 Prozent der befragten SteirerInnen ihren Wissensstand bei Finanzthemen als sehr gut bzw. ziemlich gut ein.
Die Finanzbildung ist auch der Steiermärkischen Sparkasse ein Anliegen, weshalb mit Money Talks in Schulen oder mit Projekten wie dem Financial Life Park im Joanneumsviertel bei der Finanzbildung bereits im Jugendalter angesetzt wird.
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