Black Friday Österreich : Black Friday Österreich: Nur 9% planen Käufe – Studie enthüllt Konsumfrust
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51% der ÖsterreicherInnen haben in der Vergangenheit mindestens einmal bei Black Friday zugegriffen.
- © adobe stock/KittiphanAm 28. November 2025 ist in Österreich Black Friday. Eine aktuelle Studie zeigt aber: Das Konsumverhalten in Österreich verändert sich massiv.
Obwohl mehr als die Hälfte der Österreicher bereits Black Friday-Angebote wahrgenommen hat, plant heuer nur eine kleine Minderheit konkrete Schnäppchenkäufe. Die Zurückhaltung wächst.
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Zur Studie
Das Marktforschungsunternehmen Integral befragte im September 2025 insgesamt 1.000 Personen aus dem Austrian Onlinepool online. Die Befragung ist repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung zwischen 18 und 75 Jahren.
Black Friday Konsumverhalten: Hohe Bekanntheit trifft auf Shopping-Skepsis
Fast alle Befragten – genau 97% – kennen den Black Friday. Doch nur 9% haben fest vor, am 28. November 2025 tatsächlich einzukaufen. Weitere 32% halten eine Teilnahme immerhin für möglich.
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Die Ablehnung ist deutlich: 14% lehnen das Rabatt-Event kategorisch ab, 29% tendieren eher zur Nicht-Teilnahme. 16% sind noch unentschlossen.
Die Befragung zeigt: 51% haben in der Vergangenheit mindestens einmal bei Black Friday zugegriffen. Dabei gibt es Unterschiede nach finanzieller Lage. Bei gut situierten Haushalten liegt die Quote bei 55%, bei finanziell stabilen Familien bei 54%. Haushalte mit angespannter Budgetsituation, die häufig zum Monatsende knapp kalkulieren müssen, haben zu 45% bereits gekauft.
Martin Mayr, Mitglied der Integral-Geschäftsführung, sagt dazu: „Black Friday ist in breiten Gesellschaftsschichten angekommen. Sowohl wohlhabendere Haushalte als auch Menschen mit begrenztem Budget greifen zu, je nach Lebenswelt aus unterschiedlichen Motiven."
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Handel Studie Österreich: Werte prägen Kaufverhalten entscheidend
Die Einstellung zum Konzept Black Friday, Black Week und Cyber Monday spaltet: 51% bewerten es positiv, 35% stehen kritisch dazu.
Die Analyse nach den Sinus-Milieus – einem Modell, das die österreichische Bevölkerung nach Werten, Lebensstilen und sozialer Lage in zehn Gruppen einteilt – offenbart deutliche Muster.
„Sehr deutlich werden die Unterschiede vor allem dann, wenn man die Wertewelten der Menschen in die Betrachtung einbezieht", erklärt Mayr. "Besonders offen sind das Kosmopolitisch-Individualistische und das Hedonistische Milieu. Diese Menschen werden durch kurzfristige Bedürfnisbefriedigung angetrieben. Die Adaptiv-Pragmatische Mitte – der nutzenorientierte Mainstream unserer Gesellschaft – sieht in den Angeboten vor allem die Möglichkeit, beim Familienbudget zu sparen und schätzt diese Angebote sehr. Am skeptischsten blicken die konsumkritischen und nachhaltigkeitsaffinen Postmateriellen auf das Rabattphänomen."
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„Die Menschen trennen immer klarer zwischen sinnvollem Sparen und sinnlosem Kaufen"Martin Mayr, Integral
Was Österreicher am Black Friday kaufen wollen
Am 28. November stehen bei den aktiven Käufern vor allem drei Kategorien im Mittelpunkt: Mode interessiert 48%, PC & Smartphone 45% und Unterhaltungselektronik 39%.
Die Beweggründe variieren stark: 55% der Shopper möchten Geld einsparen, 36% haben größere Anschaffungen geplant, 34% suchen nach Weihnachtsgeschenken. 22% kaufen aus Angst, die besten Deals zu verpassen.
Konsumtrends Österreich: Warum viele bewusst verzichten
Bei den Nicht-Käufern distanzieren sich 52% bewusst vom Shopping-Hype. Die Hälfte (50%) gibt an, schlicht nichts zu benötigen. 47% zweifeln an den Rabattversprechen.
Die Erfahrungen mit dem Rabatt-Event bleiben zwiespältig. 39% aller Befragten berichten von echten Schnäppchen mit spürbaren Ersparnissen – doch 48% widersprechen dieser Aussage. Gleichzeitig erkennen 73% häufig „Scheinrabatte" und empfinden echte Preisvorteile als Seltenheit.
Die emotionale Reaktion auf den Black Friday fällt überwiegend negativ aus. Die häufigsten Gefühle: Misstrauen (27%), Ablehnung (20%) sowie Stress und Überforderung (18%). Das positivste Gefühl ist Inspiration kombiniert mit Neugier – genannt von 21%. Dass die massive Werbeflut nervt, bestätigen knapp zwei Drittel (64%).
70% sehen im Black Friday einen Motor für Überkonsum und Umweltbelastung. Parallel dazu betonen 66%, dass ihnen nachhaltiges Konsumverhalten auch an diesem Tag wichtig bleibt – ein Zeichen für das Spannungsfeld zwischen Sparwunsch und Verantwortungsbewusstsein.
„Die Menschen trennen immer klarer zwischen sinnvollem Sparen und sinnlosem Kaufen", so Mayr.
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Verliert der Black Friday an Attraktivität?
Bei den meisten Österreichern (61%) hat sich die Einstellung über die Jahre nicht verändert. Wo sich ein Wandel zeigt, dominieren eindeutig negative Tendenzen: 25% bewerten den Tag heute negativer, nur 10% positiver.
Das Gefühl, bei einem besonderen Event dabei zu sein, teilen lediglich 15%.
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