Leobersdorfer Maschinenfabrik GmbH : Leobersdorfer Maschinenfabrik feiert 175 Jahre Bestehen
Günther Ognar ist CEO und Teil der dreiköpfigen Geschäftsführung.
- © Christian HusarAm 9. Dezember beging die Leobersdorfer Maschinenfabrik GmbH ihr 175-jähriges Firmenjubiläum. Das Maschinenbauunternehmen mit Standort im Bezirk Baden stellt Hochdruck-Kompressorsysteme her.
Rund 150 Gäste waren der Einladung zur Feier gefolgt. Darunter befanden sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Patrick Slacik vom Vorstand der Arbeiterkammer NÖ, Michaela Roither von der Industriellenvereinigung NÖ sowie Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ.
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Hochdruck-Kompressorsysteme für globale Märkte
Während einer exklusiven Führung durch das Werk konnten die Gäste verschiedene Stationen der Wertschöpfungskette kennenlernen. Die Maschinenfabrik Leobersdorf zeigte Entwicklung, Konstruktion, Montage sowie umfassende Qualitätsprüfungen. Die BesucherInnen erhielten Einblicke in die Produktion von Hochdruck-Kompressoren, die international in Sektoren wie Energie, Petrochemie, Öl & Gas, Kunststoffverarbeitung und Mobilitätsanwendungen zum Einsatz kommen. Die Kompressorhersteller Österreich wie LMF Leobersdorf erreichen Leistungen bis 6.200 kW und Betriebsdrücke von bis zu 500 bar.
„Wir haben in den letzten 175 Jahren viele Höhen und Tiefen erfolgreich gemeistert", sagt David Stibi, COO und gemeinsam mit Günther Ognar (CEO) sowie Gerhard Berger (CFO) Teil der Geschäftsführung. Flexibilität und Mut würden in Zukunft noch entscheidender für globalen Erfolg sein.
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Kaishan Gruppe setzt auf Standort in Niederösterreich
Bei der anschließenden Gala, moderiert von Marie-Claire Zimmermann, trat unter anderem Bruce Biedermann auf. Das Aufsichtsratsmitglied der Kaishan Gruppe Österreich vertrat den globalen Konzern mit Hauptsitz in der chinesischen Provinz Zhejiang. Die Leobersdorfer Maschinenfabrik GmbH gehört seit 2016 zur Kaishan Gruppe und stellt für den Mutterkonzern das wichtigste strategische Zentrum für Hochdrucktechnologie dar.
Biedermann hob in seiner Rede hervor, dass LMF Leobersdorf nach 175 Jahren Unternehmensgeschichte heute mehr denn je als Fundament für die globale Wasserstofftechnologie und Geothermieindustrie fungiere.
Die Übernahme durch Kaishan im Jahr 2016 habe einen Wendepunkt markiert. Sie habe die Transformation von einem traditionellen Maschinenbauunternehmen zu einem zentralen Anbieter für neue Energietechnologien ermöglicht. Biedermann unterstrich, dass Produkte von LMF bereits in Schlüsselprojekten weltweit – etwa in Kenia und Indonesien – vertreten sind. Die Systeme würden damit entscheidend zur industriellen Herstellung von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak beitragen.
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Von der mechanischen Werkstätte zum Hochtechnologie-Anbieter
Die Geschichte der Maschinenfabrik reicht bis ins Jahr 1850 zurück. Seit der Gründung hat sich das Industrieunternehmen von einer mechanischen Werkstätte zu einem globalen Hochtechnologie-Anbieter entwickelt. Bedeutende Pioniere wie Rudolf Diesel und Viktor Kaplan wirkten in den frühen Jahrzehnten im Unternehmen und prägten dessen Entwicklung nachhaltig. Heute exportiert die LMF mehr als 95 Prozent ihrer Produktion. Das Unternehmen ist in 70 Ländern weltweit präsent.
Mit der steigenden Bedeutung nachhaltiger Energieträger – beispielsweise Wasserstoff und Biomethan – sowie dem weltweiten Bedarf an sicheren, effizienten Kompressionslösungen is die Leobersdorfer Maschinenfabrik nach eigenen Angaben optimal für kommende Marktphasen positioniert. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung, Engineering und Prozessoptimierung am Standort rund 40 Kilometer südlich von Wien.
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