Wasserstoff-Zukunft : Wasserstoff-Strategie Österreich: Neues Finanzierungsmodell als Turbo?
(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)
- © adobe stock/umairDie beiden Fernleitungsnetzbetreiber Gas Connect Austria GmbH (GCA) und TAG GmbH (TAG) haben ein neuartiges Finanzierungskonzept für den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur Österreichs vorgestellt.
Das sogenannte „staatlich garantierte H2-Hochlaufkonto" soll den raschen Ausbau der H2-Netze ermöglichen. Die Geschäftsführungen beider Unternehmen appellieren an die Politik, durch entschlossenes Handeln die Weichen für Österreichs Zukunft als Wasserstoff-Drehscheibe zu stellen.
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„Der verlässliche Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff ist entscheidend, um Industrie, Arbeitsplätze und Klimaziele zu sichern. Jetzt braucht es Mut für innovative Lösungen und klare Rahmenbedingungen, damit der Wasserstoff-Hochlauf gelingt", sagen Valerie Hackl und Stefan Wagenhofer, Geschäftsführung von GCA. "Wettbewerbsfähige Energiepreise und Investitionen in die Wasserstoff-Infrastruktur sind der Schlüssel, um 450.000 Arbeitsplätze und Milliarden an Wertschöpfung zu sichern."
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SoutH2 Corridor positioniert Österreich als europäisches Zentrum
Der von Minister Wolfgang Hattmannsdorfer präsentierte Plan zur Wasserstoff-Zukunft unterstreicht aus Sicht der Netzbetreiber die Wichtigkeit einer zukunftsorientierten Energiepolitik. Die vorgesehene Importstrategie sowie der Ausbau des Wasserstoff-Südkorridors seien entscheidende Bausteine für die Dekarbonisierung der heimischen Wirtschaft und die langfristige Energiesicherheit.
Daniele Gamba und Brigitte Straka-Lang, beide in der Geschäftsführung der TAG GmbH, betonen die strategische Bedeutung des Landes: „Der SoutH2 Corridor macht Österreich zum Herzstück der europäischen Wasserstoffversorgung. Wir ermöglichen Zugang zu grünem Wasserstoff und stärken Europas Versorgungssicherheit. Unsere Infrastruktur eröffnet neue Chancen: Sie versorgt die Industrie in Österreich und bedient den europäischen Markt gleichermaßen."
Netzdialog bringt über 70 Stakeholder zusammen
Um den Austausch über die Perspektiven der österreichischen Wasserstoffwirtschaft zu fördern, organisierten GCA und TAG den „Netzdialog Gas-Wasserstoff".
Kernstück der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit den EnergiesprecherInnen aller im Parlament vertretenen Parteien. Tanja Graf (ÖVP), Alois Schroll (SPÖ), Karin Doppelbauer (NEOS), Paul Hammerl (FPÖ) und Lukas Hammer (Die Grünen) diskutierten zusammen mit den Geschäftsführungen von GCA und TAG über die erforderlichen politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen H2-Hochlauf Österreich.
Staatliche Garantie als Grundlage für Milliarden-Investitionen
Die Fernleitungsnetzbetreiber setzen sich für ein Finanzierungsmodell ein, das planungssichere und verantwortungsbewusste Investitionen in die Wasserstoff-Infrastruktur erlaubt.
„Milliardeninvestitionen in die Zukunft benötigen stabile und transparente Refinanzierungsmechanismen. Das H2-Hochlaufkonto – über eine Staatsgarantie abgesichert – schafft die Grundlage für Investitionen, verteilt Risiken ausgewogen und bietet von Beginn an marktverträgliche Transporttarife für Wasserstoffkunden. Als zeitlich befristetes Instrument kann es sich flexibel der Marktentwicklung anpassen", argumentieren die Verantwortlichen.
Die Beschäftigungszahlen unterstreichen die volkswirtschaftliche Relevanz. Laut WKO hängen 450.000 Arbeitsplätze in Österreich direkt und indirekt an einer funktionierenden Wasserstoff-Versorgung und der damit verbundenen Industrie.
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