Energiewende Österreich : RAG Austria AG und Energieallianz setzen auf Grünen Wasserstoff
Die Wasserstoff-Anlage Rubensdorf ist seit April 2023 in Betrieb und ist die weltweit erste 100-prozentige Wasserstoffspeicherung in einer unterirdischen Porenlagerstätte.
- © RAG AustriaMit einem richtungsweisenden Pilotprojekt stärken die RAG Austria AG und die ENERGIEALLIANZ Austria (EAA) die österreichische Wasserstoff-Zukunft: Ab sofort beliefert NATURKRAFT, eine Tochtergesellschaft der EAA, die Wasserstoffproduktionsanlage der RAG Austria im oberösterreichischen Gampern mit jährlich drei Gigawattstunden Ökostrom – aus 100 Prozent österreichischen, erneuerbaren Quellen. Die Stromlieferung ist bis mindestens Ende 2026 gesichert und unterstreicht die gemeinsame Zielsetzung, Grünen Wasserstoff als tragende Säule der Energiewende zu etablieren.
Markus Mitteregger, CEO der RAG Austria AG, bringt es auf den Punkt:
„Wir machen den Sommerstrom haltbar. Mit dieser wesentlichen Dienstleistung gelingt die Versorgung mit grüner Energie im Winter.“ Die innovative Speichertechnologie soll dabei helfen, saisonale Schwankungen in der Energieversorgung – etwa bei Dunkelflauten oder Niedrigwasser in Flüssen – auszugleichen und eine ganzjährige, stabile Energieversorgung sicherzustellen.
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Technologische Vorreiterrolle mit internationalem Vorbildcharakter
Im Zentrum des Projekts steht die Demonstrationsanlage Rubensdorf, wo durch Elektrolyse grüner Wasserstoff aus Ökostrom gewonnen und anschließend im weltweit ersten unterirdischen Porenspeicher für reinen Wasserstoff – dem „Underground Sun Storage“ – gelagert wird. Die Speicheranlage in Gampern ist seit April 2023 in Betrieb und verfügt über ein Speichervolumen von 4,2 GWh – das entspricht dem Sommerstromüberschuss von rund 1.000 Photovoltaik-Einfamilienhäusern.
Die EAA sieht das Projekt als zukunftsweisenden Impuls für die gesamte Branche:
„Mit der Belieferung der Elektrolyseanlage der RAG ermöglichen wir die Produktion von Grünem Wasserstoff und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende,“ erklärt Thomas Torda, Geschäftsführer der ENERGIEALLIANZ Austria.
Ein zentrales Ziel der Partnerschaft ist es, die technologische Wertschöpfung in Österreich zu halten. Im Schulterschluss mit der E-Control wurde ein standardisierter Prozess zur Übertragung von Strom-Herkunftsnachweisen auf Wasserstoff entwickelt – ein Meilenstein für die Nachvollziehbarkeit und Qualitätssicherung in der grünen Wasserstoffproduktion. Gleichzeitig erfüllt die Anlage die strengen Vorgaben der EU für RFNBO-konformen Wasserstoff.
Neben den ökologischen Aspekten stärkt das Projekt auch die wirtschaftliche und strategische Unabhängigkeit Österreichs: Durch die Nutzung und Weiterentwicklung heimischer Speichertechnologien soll der Import teurer Ausrüstung reduziert und die Grundlage für weitere Industrieanwendungen geschaffen werden.
Torda fasst zusammen: „Die Belieferung der RAG-Anlage mit 100 Prozent Ökostrom aus Österreich ist ein ambitioniertes, industriegetriebenes Vorzeigeprojekt für marktreife Wasserstoffspeicherung – und eine Schlüsseltechnologie für die Transformation des Energiemarktes.“
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Über RAG Austria AG
Die RAG Austria AG ist Österreichs größter Energiespeicherbetreiber und ist auf den Bereich gasförmige Energieträger spezialisiert.
Über Energieallianz Austria (EAA)
Die EAA versorgt mit ihren Vertriebsgesellschaften in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland rund 2,8 Millionen Kundenanlagen mit Strom und Erdgas. Mit der Tochtergesellschaft Naturkraft liegt ein besonderer Fokus auf erneuerbaren Energien und nachhaltiger Stromversorgung für Gewerbe und Industrie.
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