IV-Burgenland : IV-Burgenland zu Energieindustrie: regionaler Strom sollte regional verbraucht werden
IV-Burgenland Präsident Christian Strasser
- © Andi BrucknerDie Industriellenvereinigung Burgenland bewertet die neue Industriestrategie der Bundesregierung differenziert. Christian Strasser, Präsident der IV-Burgenland, sieht zwar positive Ansätze, vermisst jedoch konkrete Sofortmaßnahmen gegen den steigenden Kostendruck auf heimische Betriebe.
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„Es ist grundsätzlich positiv zu bewerten, dass mit der Industriestrategie Schritte in die richtige Richtung gesetzt werden", sagt Strassser. "Wir brauchen langfristige strukturelle Reformen, die unseren Standort zukunftsfit machen. Allerdings benötigen wir auch kurzfristige Maßnahmen, die jetzt wirken und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Denn die Zeit spielt nicht für uns. Wenn Deutschland konkrete Maßnahmen setzt, müssen wir darauf achten, dass wir keine Standortnachteile haben."
Wasserstoff Burgenland: Energiespeicher als Schlüssel für die Industrie
Auf regionaler Ebene identifiziert die IV-Burgenland erhebliches Potenzial bei erneuerbaren Energien. Strasser fordert eine intelligente Verknüpfung von Energie- und Industriepolitik:
„Es gilt, die regionalen Strukturen im Land bestmöglich zu nutzen. Das heißt: Strom, der regional produziert wird, regional speichern und regional verbrauchen."
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Die burgenländische Speicherstrategie sollte konsequent umgesetzt werden, wobei UnternehmerInnen Anreize für den Aufbau eigener Speicherkapazitäten erhalten sollten. Die Industriestrategie Österreich legt einen Schwerpunkt auf Speichertechnologien und Wasserstoff – Bereiche, die aus Sicht der Industrie Burgenland besonders zukunftsträchtig sind.
Kostenbelastung und Lohnnebenkosten als zentrale Herausforderungen
Der Industriestandort Burgenland kämpft wie ganz Österreich mit hohen Kostenbelastungen. Die IV Burgenland verweist auf den internationalen Vergleich: Ausgaben für Personal, administrative Aufwendungen und Energie liegen deutlich über dem Niveau anderer Länder.
Strasser hebt besonders die Bedeutung niedrigerer Lohnnebenkosten hervor. Diese wären "ein wichtiger Hebel, um dringend benötigten Investitionsspielraum und Luft zum Wirtschaften zu schaffen. Es ist daher schade, dass diese Maßnahme unter Budgetvorbehalt steht."
Kritik an Mehrwertsteuersenkung
Die kürzlich angekündigte Mehrwertsteuersenkung für bestimmte Produktgruppen hält Strasser für verfehlt:
„Anstelle des Gießkannenprinzips wären zielgerichtete Maßnahmen angebracht. Es wäre sinnvoller, selektiv diejenigen Personengruppen, die Unterstützung benötigen, zu entlasten."
Die IV Burgenland plädiert damit für präzise Hilfen statt flächendeckender Steuererleichterungen.
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