Unternehmerin des Jahres Steiermark : Was ist das Geheimnis der Steirischen Unternehmerinnen des Jahres 2025?
Inhalt
- Positive Entwicklung: Mehr weibliche Führungskräfte in der Steiermark
- Beste Neugründerin: Christina Frewein meistert Tischlerhandwerk
- Beste Unaufhaltbare: Marianne Legenstein übernimmt Familienunternehmen
- Beste Innovatorin: Katrin Susanna Wallner revolutioniert Hautpflege
- Beste Nachhaltige: Jasmin Hirschmann setzt auf Maßschneiderei
- Beste Gestalterin: Sarah Hofbauer vereint Familie und Karriere
- Publikumspreis: Sorelle Salute unterstützt bei Gesundheitsproblemen
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (r.) und WKO-Steiermark-Vizepräsidentin- sowie FiW-Landesvorsitzende Gabi Lechner (2.v.l) gratulieren den frisch gekürten Unternehmerinnen des Jahres 2025 (beginnend ab 3.v.l.): Marianne Legenstein (Siegerin Kategorie „Beste Unaufhaltbare“), Magdalena Loitzl und Barbara Pinnisch-Schneider („Publikumspreis“), Katrin Susanna Wallner („Beste Innovatorin“), Jasmin Hirschmann („Beste Nachhaltige“), Christina Frewein („Beste Neugründerin“) und Sarah Hofbauer („Beste Gestalterin“).
- © MorgensternDie Initiative „Frau in der Wirtschaft" zeichnet auch 2025 wieder herausragende steirische Entrepreneurinnen aus. In sechs verschiedenen Kategorien wurden die „Unternehmerinnen des Jahres 2025" geehrt.
Am 16. September 2025 erhielten sechs steirische Geschäftsfrauen im Europasaal der WKO Steiermark ihre wohlverdienten Auszeichnungen. Diese wurden bereits zum neunten Mal vergeben.
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Christina Frewein sicherte sich den Titel „Beste Neugründerin". Marianne Legenstein wurde als „Beste Unaufhaltbare" ausgezeichnet. Katrin Susanna Wallner erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Innovatorin". Jasmin Hirschmann gewann als „Beste Nachhaltige". Sarah Hofbauer triumphierte als „Beste Gestalerin" und Magdalena Loitzl sowie Barbara Pinnisch-Schneider teilten sich den „Publikumspreis".
WKO-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Gabriele Lechner übergab gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom die begehrten Awards. Diese erfolgreichen Frauen repräsentieren die beeindruckenden 31.382 steirischen Betriebe, die mittlerweile von Unternehmerinnen geleitet werden.
Positive Entwicklung: Mehr weibliche Führungskräfte in der Steiermark
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wächst die Anzahl der Unternehmerinnen im Steirerland kontinuierlich.
Bemerkenswerte 45,8 Prozent aller zuletzt gegründeten Einzelunternehmen (ohne selbständige Personenbetreuer) entstanden durch weibliche Initiative. Nahezu jede zweite Firmengründung geht somit auf das Konto einer Frau. Das Durchschnittsalter der weiß-grünen Unternehmerinnen beträgt 48 Jahre.
Diese erfolgreichen Geschäftsfrauen schaffen zudem wichtige Arbeitsplätze: Durchschnittlich beschäftigt jeder von einer Unternehmerin geführte Betrieb drei Mitarbeitende.
„Unternehmerinnen leisten Tag für Tag Unglaubliches. Oft liegt es nach wie vor an den Frauen, wirtschaftliche und familiäre Herausforderungen unter einen Hut zu bekommen. So werden etwa personelle Lücken von den Unternehmerinnen meist selbst geschlossen, ohne dabei Kinderbetreuung oder Familienleben zu vernachlässigen", sagt Lechner. "Das geht nur mit viel Frauenpower und überdurchschnittlichem Einsatz sowie Organisations-Talent. Manager:innenqualifikationen, die unsere Unternehmerinnen unter Beweis stellen!"
Beste Neugründerin: Christina Frewein meistert Tischlerhandwerk
Christina Frewein führt die Tischlerei Christina Frewein (www.dietischlermeisterin.at) und verwirklichte damit einen Kindheitstraum. Bereits in jungen Jahren faszinierte sie das Holzhandwerk, das sie vom Vater erbte. In seinem Betrieb erlernte sie das Tischlerhandwerk von der Pike auf. Nach wertvollen Jahren in verschiedenen Tischlereien durfte sie schließlich den Familienbetrieb übernehmen.
Ihre Spezialisierung liegt in der Umsetzung individueller Kundenwünsche. Jedes gefertigte Möbelstück stellt ein Unikat dar – liebevoll konzipiert, exakt gearbeitet und in enger Kooperation mit den Auftraggebern entwickelt. Dadurch entstehen Möbel, die perfekt zum jeweiligen Zuhause passen.
Für Christina Frewein bedeutet Holz deutlich mehr als nur Material: Es lebt, strahlt Wärme aus und bleibt einzigartig. Jede Maserung, jeder Farbton und jede Struktur erzählt ihre eigene Geschichte. Diese besonderen Eigenschaften fließen in ihre Arbeit ein und verwandeln sich in Möbelstücke, die sowohl funktional als auch langlebig sind und eine besondere Ausstrahlung besitzen.
Beste Unaufhaltbare: Marianne Legenstein übernimmt Familienunternehmen
Marianne Legenstein leitet heute die Dachdeckerei & Spenglerei Legenstein GmbH (dachdeckerei-spenglerei.at) in der Südoststeiermark.
Das Unternehmen gründete 2008 ihr verstorbener Ehemann Hannes Legenstein. Was ursprünglich mit einem Volvo, einem Dachträger und einer Werkzeugkiste startete, entwickelte sich unter seiner Führung zu einem respektierten Betrieb, der für außergewöhnliche handwerkliche Qualität steht und selbst anspruchsvollste Dächer präzise und funktionsgerecht realisiert.
2024 verstarb Hannes Legenstein völlig unerwartet und hinterließ seine Frau, ein Kleinkind und ein neugeborenes Baby. Von einem Moment zum anderen sah sich Marianne Legenstein der enormen Aufgabe gegenüber, nicht nur für ihre Familie zu sorgen, sondern auch das Lebenswerk ihres Mannes zu erhalten. Als komplette Quereinsteigerin übernahm sie die Unternehmensleitung – getragen von der Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, ihren Kunden und nicht zuletzt im Andenken an ihren Mann.
Gemeinsam mit ihrem jungen, motivierten Team möchte sie das Unternehmen in seinem Sinne weiterführen und auch in fünf bis zehn Jahren erfolgreich am Markt bestehen. Besonders wichtig ist ihr dabei, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen auch in schwierigen Zeiten gerne arbeiten und sich weiterentwickeln können.
Darüber hinaus verfolgt Marianne Legenstein zwei persönliche Anliegen: Zum einen möchte sie ihren beiden Söhnen möglichst viel handwerkliches Geschick mitgeben, das in dieser Branche unverzichtbar ist.
Zum anderen möchte sie als sichtbares Vorbild Frauen ermutigen, ihren Weg in technische Berufe zu gehen – zum Trotz aller Geschlechterklischees. Mit Mut, Entschlossenheit und Herz vereint Marianne Legenstein heute Familienbewusstsein, Verantwortung für ihr Team und den Anspruch, das Handwerk in eine starke Zukunft zu führen.
Beste Innovatorin: Katrin Susanna Wallner revolutioniert Hautpflege
Katrin Susanna Wallner gründete und führt Lanbiotic GmbH (www.lanbiotic.com), ein steirisches Unternehmen, das probiotische Kosmetika zur medizinischen Hautpflege entwickelt und vertreibt.
Ihre Motivation entstand aus einer persönlichen Erfahrung: Ihr Sohn litt an Neurodermitis, doch keine herkömmlichen Pflegeprodukte brachten echte Besserung. Als Zahnärztin und Mutter von drei Kindern begab sie sich neben ihrer klinischen Tätigkeit selbst ins Labor.
In Kooperation mit steirischen Universitäten gelang es ihr, einen weltweit einzigartigen probiotischen Bakterienstamm zu isolieren, der gezielt gegen das bei Neurodermitis problematische Pathogen Staphylococcus aureus wirkt.
Nach erfolgreicher Patentanmeldung entwickelte sie daraus erste Produkte, die in klinischen Tests ihr großes Potenzial zeigten. Heute produziert Lanbiotic vollständig in Österreich, mit dem Großteil der Wertschöpfung in der Steiermark. Die Produkte stärken gezielt das Hautmikrobiom, vereinen wissenschaftliche Evidenz mit nachhaltiger Entwicklung und haben bereits tausenden Menschen geholfen. Über 10.000 verkaufte Produkte belegen die starke Nachfrage -- und das profitable Wachstum des Unternehmens.
Wallner hat dabei von Beginn an Pionierarbeit geleistet: Sie entwickelte Rezepturen, prüfte Qualität und Sicherheit, organisierte Produktion, Marke, Verpackung, Webshop, Logistik und Vertrieb – alles ohne großes Team oder Kapital im Hintergrund. Unterstützt wurde sie auf ihrem Weg von der WKO, etwa durch Förderungen und Programme wie „Scaleup Globally".
Für ihre Arbeit erhielt sie nationale Exzellenzförderungen und einen internationalen Innovationspreis. Ihr Leitsatz bringt es auf den Punkt: „Ich habe nicht auf eine Lösung gewartet. Ich habe sie einfach gemacht."
Beste Nachhaltige: Jasmin Hirschmann setzt auf Maßschneiderei
Jasmin Hirschmann betreibt seit Februar 2015 ihre Maßschneiderei „Jassis Plissee & Mode" (www.jassis.at) und steht ihren Kunden mit großer Leidenschaft für ihr Handwerk und der Liebe zum Detail zur Seite. Gemeinsam mit ihrem Team fertigt sie individuelle Kleidungsstücke für Damen nach Maß und setzt dabei auf höchste Präzision, Kreativität und Qualität.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Plisseearbeiten: Mit über 300 Plisseeschablonen pflegt sie die Kunst der perfekten Faltung. Auch Röcke, Kleider, Brautkleider und Modedirndln gehören zu ihren Spezialitäten – Kleidungsstücke, die hundertprozentig sitzen müssen, weil sie oft für besondere Anlässe bestimmt sind. Auf Wunsch entwirft Jasmin Hirschmann auch die kreativen Designs und begleitet ihre Kunden beim Stoffkauf, denn für sie ist die Stoffqualität ausschlaggebend für ein gelungenes Ergebnis.
Beste Gestalterin: Sarah Hofbauer vereint Familie und Karriere
Sarah Hofbauer (https://www.sarah-hofbauer.com/) ist Mutter von vier Kindern – ihre Familie steht für sie immer an oberster Stelle. Gleichzeitig wusste sie schon früh, dass sie Karriere machen möchte. Mit Energie, Organisationstalent und Begeisterung geht sie alle Herausforderungen an, sei es in der Familie, im Beruf oder im Sport. Ihr gelingt es, diese drei Bereiche in Einklang zu bringen und dabei stets mit Herzblut und Tatkraft voranzugehen.
Ihre berufliche Laufbahn ist ebenso vielfältig wie beeindruckend: Nach ihrer Ausbildung begann sie als Buchhalterin und Bilanzbuchhalterin und sammelte wertvolle Erfahrung in einer Steuerberatungskanzlei. Nach der Geburt ihres ersten Sohnes entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und absolvierte eine Journalistinnenausbildung. Elf Jahre lang arbeitete sie haupt- und nebenberuflich als Journalistin, bevor sie drei Jahre lang eine Redaktion leitete.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Sarah Hofbauer mit Geldbildung, Kapitalaufbau und Vorsorge – Themen, die durch ihre eigenen Erfahrungen eine persönliche Bedeutung gewonnen haben. Nach 14 Jahren Teilzeitarbeit als Mutter war sie schockiert über die geringe Aussicht auf ihre Pension, trotz unermüdlicher Arbeit und Einsatz.
Dieser Wendepunkt motivierte sie, sich intensiv mit Veranlagungsstrategien zu beschäftigen. 2021 machte sie ihre Leidenschaft schließlich zum Beruf und arbeitet seither als Expertin für private und betriebliche Veranlagung.
Ihr Anliegen ist es, Menschen Wissen und Werkzeuge in die Hand zu legen, damit sie ihre finanzielle Zukunft aktiv gestalten können. Dabei möchte sie nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmer für steueroptimierte Modelle und neue Möglichkeiten des Kapitalaufbaus sensibilisieren.
Publikumspreis: Sorelle Salute unterstützt bei Gesundheitsproblemen
Magdalena Loitzl und Barbara Pinnisch-Schneider gründeten am 1. November 2024 „Sorelle Salute" (www.sorelle-salute.at). Die beiden diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen blicken auf viele Jahre Erfahrung in der Endoskopie und der medizinischen Ambulanz am LKH Bad Aussee zurück.
Mit ihrem Wissen und ihrer Leidenschaft begleiten sie heute Menschen – sowohl online als auch offline – die unter langjährigen Verdauungsbeschwerden leiden. Darüber hinaus unterstützen sie auch Betroffene mit Erschöpfung, Energielosigkeit, Haut- oder Gelenkproblemen.
Mit Sorelle Salute verbinden die Gründerinnen ihre langjährige Erfahrung in der Akutmedizin mit einem ganzheitlichen Ansatz.
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