Alpen-Adria-Allianz : NEOS Steiermark fordern Manuela Khom Rücktritt wegen Dachsteinlied: Alpen-Adria-Allianz vor dem Aus?

Die steirische Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom spricht an einem Rednerpult.
© APA/ERWIN SCHERIAU

Eine diplomatische Krise erschüttert derzeit regionale Kooperationen in Südösterreich. 

Bereits Anfang 2025 war es zu grenzüberschreitender Aufregung gekommen. Da ging es im steirischen Regierungsprogramm von FPÖ und ÖVP um die Verankerung der Landeshymne in der Landesverfassung

Seitens des slowenischen Außenministeriums war kritisiert worden, dass das "Dachsteinlied" Passagen enthalte, die sich auf heute slowenisches Staatsgebiet bezögen. 

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NEOS orten politischen Skandal

Ein Sprung nach vorne: September 2025. 

Eine parlamentarische Anfrage der NEOS (EZ: 649/2) sieht nun schwerwiegende Versäumnisse in der Landeshymnen-Causa. Manuela Khom, ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreterin in der Steiermark, bestätigt in ihrer Beantwortung der Anfrage, dass die steirische Landesregierung bereits im Vorfeld über die Warnungen und Bedenken von Seiten Sloweniens Bescheid wusste.

Die Antworten zu den Fragen 26 und 29 enthüllen laut NEOS einen politischen Skandal. NEOS-Klubobmann Niko Swatek wirft der FPÖ/ÖVP-Landesregierung vor: „Diplomatisches Versagen und eine akute Gefährdung des Wirtschaftsstandorts". 

Er kritisiert scharf: „Anstatt Schaden von der Steiermark abzuwenden, haben FPÖ und ÖVP sehenden Auges einen diplomatischen Eklat provoziert. Mit ihrer Symbolpolitik gefährden sie nicht nur unseren Wirtschaftsstandort, sondern zerstören auch jahrzehntelang gewachsene Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn."

Lesen Sie auch hier über die Kritik an der steirischen ÖVP aufgrund des Budgets

Beantwortung parlamentarische Anfrage zu Landeshymnen-Causa

Slowenien zieht drastische Konsequenzen

Slowenien stoppte kürzlich seinen Mitgliedsbeitrag bei der Alpen Adria Allianz und zog sich aus der aktiven Mitarbeit in der regionalen Kooperation zurück. 

Laut NEOS sei dies eine konkrete Folge der Landeshymnen-Causa.

„Damit verspielt die Landesregierung mutwillig eines der wichtigsten Netzwerke für wirtschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsamen Wohlstand", sagt Swatek. "Wer diese Brücken abreißt, stellt die Steiermark ins Abseits und schwächt unseren Wohlstand."

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Manuela Khom als Vorsitzende in der Kritik – Rücktritt gefordert

Besonders prekär wird die Situation dadurch, dass Manuela Khom derzeit den Vorsitz der Alpen-Adria-Allianz innehat. Die Allianz umfasst neben der Steiermark auch das Burgenland und Kärnten.

„Mit ihrem Vorgehen schaden FPÖ und ÖVP nicht nur der Steiermark, sondern auch dem Burgenland und Kärnten – für beide Länder ist die Alpen-Adria-Allianz ein entscheidendes Netzwerk für Zusammenarbeit und wirtschaftliche Entwicklung", sagt Swatek.

Die NEOS fordern, dass Khom ihren Vorsitz zurücklegt. Sie kündigen außerdem an, das Thema in der nächsten Landtagssitzung am Dienstag, den 23. September, zur Sprache zu bringen.

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