Lebenswerteste Städte : Lebenswerteste Städte: Wien sichert Spitzenplatz dank und trotz dieser Faktoren

Wiens Skyline im Morgengrauen: Der Großteil der internationalen Headquarters sitzt in der österreichischen Hauptstadt.

Die Bundeshauptstadt liegt in vielen internationalen Rankings im Spitzenfeld, dennoch darf sich Wien nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die Wiener Wirtschaft braucht laufend Innovationen, um den Anschluss in einer globalisierten Welt nicht zu verlieren.   

- © A. Karnholz - stock.adobe.com

Im vergangenen Jahr hat Wien in der Rangliste der lebenswertesten Städte der Welt nach dreimaliger Top-Platzierung die Spitze an die dänische Hauptstadt Kopenhagen abgeben müssen. 

Damit geht die Siegesserie zwar zu Ende, dennoch kommt Wien auf die gleichen Werte wie die Schweizer Metropole Zürich und liegt damit klar vor der australischen Stadt Melbourne sowie Genf in der Schweiz.

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Die britische „Economist"-Gruppe gibt jährlich den Lebensqualitätsindex heraus und untersucht, welche Orte weltweit die besten sowie die schlechtesten Lebensbedingungen bieten. 173 Städte überprüft der EIU-Index weltweit anhand von 30 Indikatoren in verschiedenen Kategorien, zu denen etwa Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt gehören. Kopenhagen erreichte laut „Economist" die Bestnote von 100 Punkten in den Bereichen Stabilität, Bildung und Infrastruktur und stieg vom zweiten Platz auf.
 

Ausschlaggebend für die abermalige Top-Platzierung von Wien sind herausragende Werte bei Stabilität, Gesundheitssystem sowie Bildung und Infrastruktur im weltweiten Städte-Vergleich. Die Schlusslichter in dieser Rangordnung sind die syrische Hauptstadt Damaskus vor Tripolis (Libyen), Dhaka (Bangladesch), Karachi (Pakistan) und Algier (Algerien).

Je näher an 1 bzw. 100 %, desto besser die Platzierung relativ zur Anzahl der Städte.

- © WINA

Wien Öffis: Weltweit im Spitzenfeld

Gemäß einer globalen Umfrage des britischen Lifestyle-Magazins „Time Out Travel" landeten die Wien Öffis weltweit auf dem siebten und europaweit auf dem zweiten Platz. 

Österreich hat beste öffentliche Verkehrsmittel in EU

Für diese Studie wurden mehr als 18.500 Leserinnen und Leser in über 50 Ländern befragt. In der jüngsten Rangliste, in der Kategorie der dicht besiedelten Städte, gaben 84 Prozent der Befragten Zufriedenheit mit dem Wiener Öffi-Netz an. Wien punktet laut Time-Out-Umfrage mit seinem „leistbaren, schnellen, sauberen und effizienten Öffi-System". Platz eins ging an London, Platz drei an Zürich.

Wo Wien führt und wo es Aufholbedarf hat

Top-Bereiche von Wien 

  • Barrierefreiheit
  • Lebensqualität
  • Nachhaltigkeit & menschenfreundliche Stadt
  • Gesundheitssystem
  • Kultur & Performing Arts
  • Öffentlicher Verkehr 

Sehr starke internationale Position 

  • Internationale Attraktivität der Stadt
  • Studentenstadt / Hochschulen
  • Lifestyle / Lebensstil
  • Touristische Stadtreputation 

Bereiche mit Nachholbedarf 

  • Globale Wirtschaftskraft
  • Finanz- und Wirtschaftsstandort
  • Internationale Vernetzung / Einfluss 

Universität Wien erreicht Meilenstein in der Geschichte

Die Universität Wien setzt ihren langfristigen Aufwärtstrend im Times Higher Education (THE) Ranking für das Jahr 2026 fort und erreicht einen neuen Meilenstein.

Zum ersten Mal seit der Berechnung dieser Rangliste ist die Universität Wien unter den Top 100 und landet auf Platz 95. Damit ist die „Alma Mater Rudolphina" die erste österreichische Universität, die es in die Top 100 geschafft hat. 

Obwohl zahlreiche Universitäten neu in das Ranking aufgenommen wurden, gelang es der Universität Wien, sich einen Platz im oberen Prozentbereich zu sichern. Sie gehört damit zu den weltweit führenden Universitäten.
 

In nur sieben Jahren gelang ein Aufstieg um 70 Plätze. „Diese sensationelle Platzierung ist das Ergebnis einer langjährigen, strategischen Ausrichtung, die Universität Wien als internationale Spitzenuniversität zu positionieren", betont Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien. „Das Ranking spiegelt unsere Exzellenz in Lehre und allen Forschungsbereichen."

Lesen Sie hier über die Erfolge der Dualen Akademie in Sachen Lehre

IMD Ranking: Wien verliert an internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Österreich kommt in puncto internationaler Wettbewerbsfähigkeit nicht in die Gänge. 2026 fällt die Republik im vielbeachteten Ranking des World Competitiveness Report der Schweizer Business School IMD abermals zurück – diesmal auf Platz 29 der 70 gelisteten Staaten. 2020 nahm Österreich noch Platz 16 ein, 2007 war es sogar Platz 11.

Im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung und Regierungseffizienz erlangte Österreich sogar nur den ernüchternden 43. Platz. 

„Österreich ist Weltmeister im Ankündigen von Reformen, bei der Umsetzung aber seit Jahren in der Abstiegszone", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbands. "Das aktuelle IMD-Ranking bestätigt, was viele Handelsunternehmen seit Jahren spüren: Österreich verliert schrittweise an Wettbewerbsfähigkeit und schwächt mit einer Paketsteuer, die ihren Zweck eindrucksvoll verfehlt, ausgerechnet jene Unternehmen, die investieren und Arbeitsplätze schaffen. Belastungen durch das Doppelbudget kommen sofort, Entlastungen vielleicht in 2028."

Besonders kritisch bewertet der Handelsverband das schwache Abschneiden bei der staatlichen Effizienz. Langwierige Genehmigungsverfahren, regulatorische Komplexität und langsame Verwaltungsprozesse würden Investitionen bremsen. Der Handelsverband fordert deshalb einen konsequenten Bürokratieabbau, eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung, deutlich schnellere Verfahren sowie eine spürbare Entlastung bei den Arbeitskosten.

Gute Noten hingegen gab IMD für das Unternehmensumfeld und vor allem für die Infrastruktur, wo Österreich sich in einem Jahr um einen Platz auf den 13. verbessern konnte. Dieses relativ gute Abschneiden im Infrastrukturbereich ist zu einem Großteil Wien zu verdanken

Der Donauraum kann noch mehr – was braucht er dafür?

Wien, der Headquarter-Winner

Der Großteil der internationalen Headquarters sitzt in Wien. Die Anzahl von 183 Unternehmenszentralen entspricht einem Anteil von rund 45 Prozent aller Niederlassungen in Österreich. Große und renommierte Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, Henkel, Takeda und die BMW Group haben ihre regionalen oder divisionalen Headquarters in der Bundeshauptstadt etabliert.

Als wichtigste Gründe für die Attraktivität Wiens gelten neben der guten Ausrichtung in Richtung osteuropäischer Märkte auch die außerordentliche Lebensqualität und die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften.

Deutschland mit 133, die USA mit 41 und die Schweiz mit 40 Unternehmenszentralen sind die drei Top Herkunftsländer für in Österreich angesiedelte internationale Headquarters.

Die Top 10 Herkunftsländer der internationalen Betriebsansiedlungen

- © Wirtschaftsagentur Wien, ABA

20 Jahre Betriebsansiedlungsbilanz

- © Wirtschaftsagentur Wien, ABA

Internationale Betriebsansiedlungen

- © Wirtschaftsagentur Wien, ABA

Finanzplatz Wien holt auf

Im Global Financial Centres Index (GFCI 37), der im Frühjahr 2025 veröffentlicht wurde, konnte sich die Bundeshauptstadt im internationalen Finanzranking deutlich verbessern und verzeichnete einen ihrer größten Sprünge nach oben. 

Während der Index weiterhin von globalen Finanzmärkten wie New York, London und Singapur angeführt wird, gehörte Wien zu den Städten mit den höchsten Steigerungen in der 37. Ausgabe des Global Financial Centres Index. Somit konnte Wien seine Position als relevanter Standort in Europa festigen.
 

133 Finanzzentren wurden für dieses Ranking herangezogen und untersucht. Die Rangfolge der führenden Finanzplätze hat sich kaum verändert: Die ersten neun Ränge gehen an New York, London, Hongkong, Singapur, San Francisco, Chicago, Los Angeles, Shanghai und Shenzhen. Im breiten Mittelfeld kam es zu gröberen Umschichtungen, da acht Zentren um 10 oder mehr Plätze zurückfielen, während sieben Zentren um 10 oder mehr Plätze aufstiegen. 

Die größten Verbesserungen erzielten Rom mit einem Aufstieg um 19 Plätze, Wien und Stockholm mit einem Aufstieg um jeweils 16 Plätze sowie Monaco mit einem Aufstieg um 15 Plätze.

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Quellen der Rankings

 

  • Newsweek & Statista (2026): World’s Best Hospitals 2026 – Ranking der besten Krankenhäuser weltweit.
  • Economist Intelligence Unit (2025): Global Liveability Index 2025 – Bewertung der Lebensqualität in internationalen Städten.
  • Time Out Magazine (2025): Best Public Transport in Cities – Ranking der besten öffentlichen Verkehrssysteme weltweit.
  • QS Quacquarelli Symonds (2025): QS World University Rankings by Subject – Performing Arts.
  • Clean Cities Campaign (2025): City Ranking 2025: Streets for Kids, Cities for All.
  • AIRINC (2025): Global 150 Cities Index 2025 – Vergleich der internationalen Attraktivität von Städten (Overall, Lifestyle, Financial).
  • Resonance Consultancy (2025): Europe’s Best Cities 2025.
  • QS Quacquarelli Symonds (2025): QS Best Student Cities 2026.
  • Resonance Consultancy (2025): World’s Best Cities 2025.
  • Europäische Kommission (2024): EU Access City Award 2025 – Preis für barrierefreie Städte.
  • Monocle Magazine (2024): Quality of Life Survey.
  • Arcadis (2024): Sustainable Cities Index 2024 – People Ranking.
  • Mercer (2024): Quality of Living City Ranking.
  • Mori Memorial Foundation (2024): Global Power City Index.
  • Kearney (2024): Global Cities Index