BVL Logistik Dialog 2026 : Roman Stiftner (BVL): Logistik ist keine Dienstleistung, sondern kritische Infrastruktur
Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich: „Resilienz bedeutet nicht Rückzug aus der Welt“
- © BVLGlobale Lieferketten entwickeln sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und wirtschaftspolitische Handlungsfähigkeit.
Beim Auftakt des BVL Logistik Dialog 2026 machte BVL-Präsident Roman Stiftner deutlich, dass Logistik längst nicht mehr ausschließlich als operative Dienstleistung betrachtet werden könne. Aus Sicht der Bundesvereinigung habe sie sich zu kritischer Infrastruktur, Standortfaktor und einer strategischen Grundlage für funktionierende Volkswirtschaften entwickelt.
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„Früher wurde über klassische Zölle diskutiert. Heute entscheiden Exportkontrollen, Rohstoffzugänge und technologische Abhängigkeiten über wirtschaftliche Handlungsspielräume“, so Stiftner.
Europa müsse seine industrielle Basis stärken und dürfe im internationalen Wettbewerb nicht zwischen den großen Machtblöcken USA und China aufgerieben werden.
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BVL Logistik Dialog 2026 am Flughafen Wien-Schwechat
Der 41. BVL Logistik Dialog findet von 21. bis 22. Mai 2026 am Flughafen Wien-Schwechat statt.
Unter dem Leitsatz „Klarer Kurs. Echtes Handeln.“ rechnet die Veranstaltung mit rund 1.200 TeilnehmerInnen. Darüber hinaus werden etwa 70 Fachleute sowie 130 PartnerInnen erwartet.
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BVL Logistikdialog: Wettbewerbsfähigkeit braucht Infrastruktur
Nach Einschätzung der BVL Österreich befindet sich Europa wirtschafts- und industriepolitisch an einem entscheidenden Punkt. Leistungsfähige Verkehrswege, Energie- und Digitalinfrastrukturen würden dabei eine wesentliche Rolle spielen.
Ebenso seien schnellere Genehmigungsverfahren, wettbewerbsfähige Energiepreise, technologische Innovationsfähigkeit und unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen von Bedeutung.
„Man kann Wohlstand nicht herbeiregulieren. Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch Innovation, Investitionen und funktionierende Infrastruktur“, so Stiftner.
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Roman Stiftner über resiliente Lieferketten in Europa
Im Mittelpunkt der Position der BVL stehen widerstandsfähige Liefer- und Wertschöpfungsketten als Voraussetzung für die wirtschaftliche Zukunft Europas. Dabei gehe es laut Verband nicht um Abschottung, sondern um Diversifizierung, neue Partnerschaften und offene Handelsbeziehungen.
„Resilienz bedeutet nicht Rückzug aus der Welt“, betont Stiftner. „Europa braucht Offenheit für Handel, technologische Stärke und den Mut, wieder stärker wirtschaftlich und strategisch zu denken.“
Die vergangenen Jahre hätten laut Stiftner gezeigt, dass Stabilität, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit keine Selbstverständlichkeiten mehr seien. „Die Zukunft gehört den resilientesten Systemen."
Wer ist die BVL konkret?
Die BVL – Bundesvereinigung Logistik Österreich versteht sich als unabhängiges Kompetenznetzwerk für Logistik und Supply Chain Management in Österreich. Das Netzwerk verknüpft Unternehmen, Industrie, Handel, Wissenschaft, öffentliche Institutionen und EntscheidungsträgerInnen entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette.
Mit rund 950 Mitgliedern sowie zahlreichen Veranstaltungen, Fachformaten und Weiterbildungsinitiativen unterstützt die BVL den Wissensaustausch sowie die Entwicklung neuer Lösungen für Logistik und Industrie. Zu den Formaten zählen unter anderem der Logistik Dialog, die BVL Logistik Akademie, regionale Fachveranstaltungen und internationale Kooperationen auf europäischer Ebene.
Darüber hinaus ist die BVL Österreich Mitglied des European Shippers’ Council (ESC) in Brüssel und engagiert sich für wettbewerbsfähige, resiliente und nachhaltige Liefer- und Wertschöpfungsketten in Europa.
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