Niederösterreich Wirtschaft : Winter-Wirtschaftsbarometer 2024/25: Was brauchen die Betriebe jetzt?

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (rechts) und WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer
- © Rita NewmanDas aktuelle Winterwirtschaftsbarometer 2024 der Wirtschaftskammern Österreichs mit 516 befragten niederösterreichischen Unternehmen bestätigt die Herausforderungen für die niederösterreichische Wirtschaft.
„Unsere Betriebe leiden unter hohen Lohnkosten, den gestiegenen Energiepreisen, zunehmender Bürokratie und einer allgemeinen Konsumzurückhaltung. Das sind Themen, die alle Branchen betreffen“, fasst WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker die Kernaussagen des Wirtschaftsbarometers zusammen.
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Wie viel Unternehmen noch investieren wollen
Ein zentrales Ergebnis der Umfrage ist die Zurückhaltung bei den Investitionen. 43 Prozent der Betriebe planen in den nächsten Monaten geringere Investitionen, 28 Prozent wollen gar keine tätigen.
„Vor allem bei Neuinvestitionen sehen wir eine große Zurückhaltung. Doch nur durch Investitionen in Innovationen können wir nachhaltiges Wachstum schaffen“, so WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer.
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Was gilt als Wachstumsbremse?
Die Umfrage zeigt auch, dass die hohen Arbeitskosten die größte Wachstumsbremse darstellen. 92 Prozent der niederösterreichischen Unternehmen fordern daher eine Senkung der Lohnnebenkosten. Zudem sprechen sich 60 Prozent für steuerliche Anreize aus, um Mehr- und Vollzeitarbeit attraktiver zu machen.
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„Es ist klar, dass wir strukturelle Reformen brauchen. Weniger Bürokratie, eine Senkung der Lohnnebenkosten und steuerliche Anreize für Mehrarbeit sind keine neuen Forderungen, aber sie sind dringlicher denn je. Wir müssen jetzt handeln, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu sichern“, so Ecker.
Die Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers würden deutlich zeigen, dass es höchste Zeit für Entlastungen und Reformen ist, so ist sich Ecker sicher.
„Es braucht rasch Maßnahmen, um Wachstum zu fördern und die Betriebe zu entlasten. Wirtschaft ist Stimmung – und diese muss sich wieder verbessern, damit die Betriebe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit der gesamte Standort Niederösterreich zukunftsfit bleiben.“
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