Tiroler Adlerrunde : Mahrer Rücktritt gefordert: Tiroler Adlerrunde kritisiert WKO Gehalt und mehr
Klaus Mark (Geschäftsführer von MK Illumination und Pressesprecher der Tiroler Adler Runde): „Wir fordern eine Rückbesinnung auf die Grundwerte der Wirtschaft: Leistung, Verantwortung und Glaubwürdigkeit."
- © Franz OssZu diesem Artikel gibt es zwei Updates: Harald Mahrer ist von der WKO zurückgetreten! und: Martha Schultz ist seine Nachfolgerin
Die Tiroler Adler Runde verlangt, dass Harald Mahrer seinen Posten als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich unverzüglich aufgibt.
Die UnternehmerInnen-Plattform begründet ihre Forderung mit einem erheblichen Glaubwürdigkeitsverlust und fehlender Reformbereitschaft. Neben dem Mahrer Rücktritt steht ein verbindlicher Reformprozess im Raum: mehr Klarheit beim Wirtschaftskammer Gehalt und bei Kammergeldern, weniger Bürokratie (wir haben berichtet), höhere Effizienz und eindeutige politische Verantwortlichkeiten.
Auch die Pflichtmitgliedschaft in der Kammer soll überprüft werden.
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WKO Gehaltserhöhungen lösen Kritik aus
Empfindliche Gehaltssteigerungen in der Wirtschaftskammer und das Agieren von WKO Präsident Mahrer haben die Tiroler Adler Runde auf den Plan gerufen. Der Vorstand wirft Mahrer vor, „jegliche Bodenhaftung sowie Verbindung zu den UnternehmerInnen und Unternehmern verloren" zu haben.
Besonders das Verhalten in der laufenden Diskussion um das WKO Gehalt stößt auf scharfe Kritik.
„Die Wirtschaft braucht Vorbilder, keine politisch agierenden Funktionäre ohne Zukunftsperspektive", sagt Klaus Mark, Sprecher der Tiroler Adler Runde. Die Unternehmensvertretung Österreich müsse wieder als Anwalt und Partner der UnternehmerInnen fungieren. „Wir fordern eine Rückbesinnung auf die Grundwerte der Wirtschaft: Leistung, Verantwortung und Glaubwürdigkeit."
Karl Christian Handl, Präsident der Tiroler Adler Runde, sieht die Lage als „Wendepunkt für die Glaubwürdigkeit der Interessenvertretung". Die Kammer solle als praxisnahe Serviceplattform arbeiten – vor allem für kleine und mittlere Betriebe. „Es geht nicht um politische Machtspiele, sondern um echte Unterstützung der Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Kammer soll helfen, Probleme zu lösen und der Politik konkrete, umsetzbare Maßnahmen vorschlagen."
Transparenz und Kammerbeiträge im Fokus
Die Tiroler Adler Runde bemängelt fehlende Transparenz beim Umgang mit Kammergeldern und bezieht sich auf Berechnungen der Agenda Austria. Demnach liegen Rückstellungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro bei der Kammer.
Adler-Vorstand Joe Empl stellt klar: Kammerbeiträge müssten im Interesse der Mitglieder eingesetzt werden – etwa für Ausbildung, Forschung, Strukturmaßnahmen und Fachkräfteentwicklung, keinesfalls aber für „Verwaltung und Selbsterhalt".
Gerald Unterberger, ebenfalls Vorstandsmitglied, verlangt Effizienzsteigerung, Digitalisierung und den Abbau überflüssiger Strukturen angesichts wachsender Abgabenlasten. „Die Stimmung in der Wirtschaft ist hochexplosiv. Wenn jetzt kein deutliches Umdenken erfolgt, droht ein massiver Vertrauensverlust in die Institution, die eigentlich die Stimme der Unternehmen sein sollte."
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