Immobilienpreise Steiermark : Überraschende Trends am steirischen Immobilienmarkt

Andreas Kern, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKO Steiermark, und Obmann-Stellvertreterin Katharina Waidacher präsentieren Immobilienpreisspiegel Steiermark 2026

Andreas Kern, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKO Steiermark, und Obmann-Stellvertreterin Katharina Waidacher präsentieren die aktuellen Daten: „Die steirischen Immobilienpreise waren und sind am unteren Ende von Österreich angesiedelt, wobei weite Teile des Ballungsraums Graz hier natürlich eine Ausnahme bilden.“

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Die wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen wirken sich zunehmend auf den Immobilienmarkt Steiermark aus. Während sich bei Geschäftsmieten ein leichter Rückgang zeigt, entwickeln sich Kaufpreise weiterhin nach oben – allerdings in moderatem Tempo.

Laut aktuellem Immobilienpreisspiegel Steiermark liegen die Preise im Bundesländervergleich weiterhin am unteren Ende. Baugrundstücke kosten durchschnittlich 116,88 Euro pro Quadratmeter. Auch Eigentumswohnungen (2.538,67 Euro/m2 im Erstbezug bzw. 1402,08 Euro/m2 gebraucht) sowie Reihenhäuser (1450,26 Euro/m2) zählen zu den günstigsten in Österreich. Gleiches gilt für Mietpreise mit durchschnittlich 7,41 Euro pro Quadratmeter.

„Die steirischen Immobilienpreise waren und sind am unteren Ende von Österreich angesiedelt, wobei weite Teile des Ballungsraums Graz hier natürlich eine Ausnahme bilden", sagen WK-Obmann Andreas Kern und Obmann-Stv. Katharina Waidacher.

Erstellt wurde der Preisspiegel vom Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKO in Kooperation mit dem ZT-Datenforum. 

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Graz: starke Dynamik bei Eigentum

Der Immobilienpreisspiegel 2026 zeigt insbesondere für Graz eine auffällige Entwicklung.

Die Landeshauptstadt hebt sich im Vergleich zu anderen urbanen Märkten deutlich ab. Während Eigentumswohnungen sowohl im Neubau als auch im Bestand teurer werden, zeigt sich am Mietmarkt ein gegenläufiger Trend. Neuwertige Mietwohnungen verbilligen sich leicht. Auch bei Gewerbeimmobilien ist die Entwicklung uneinheitlich: Betriebsgrundstücke verteuern sich, Geschäftslokale geraten hingegen unter Druck.

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Immobilienpreise Graz: Stärkster Aufholer bei Eigentum

Graz verzeichnet im österreichweiten Vergleich die höchste Dynamik bei Eigentum. Die Preise steigen bei Erstbezug um 2,86 Prozent und bei gebrauchten Wohnungen um 4,06 Prozent.

Damit entwickelt sich Graz schneller als andere Landeshauptstädte wie Wien oder Linz und gilt aktuell als dynamischster Eigentumsmarkt.

„Die teilweise beträchtlichen Preisrückgänge der Vorjahre werden durch die aktuellen Preissteigerungen wieder ausgeglichen. Das zeigt, dass die Nachfrage wieder da ist – und dass unsere Landeshauptstadt für Käuferinnen und Käufer weiter attraktiv bleibt“

Immobilienmarkt Steiermark: Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot

Auffällig ist die stärkere Preisentwicklung bei Bestandsobjekten im Vergleich zu Neubauten. Das deutet darauf hin, dass KäuferInnen derzeit selektiver agieren und stärker auf Preis, Lage und Qualität achten.

„Der Markt ist zurück – aber er ist vernünftiger geworden. Viele schauen derzeit sehr genau auf Preis, Lage und Qualität. Davon profitiert vor allem der gute Bestand", so Kern.

Ein zusätzlicher Faktor ist das eingeschränkte Angebot im Neubausektor. Aufgrund schwacher Bautätigkeit der vergangenen Jahre verknappt sich das Angebot an Eigentum, was den Preisanstieg unterstützt.

Gleichzeitig sind Baukosten aktuell vergleichsweise niedrig. Sollte sich die geopolitische Lage jedoch weiter verschärfen und den Energiemarkt beeinflussen, könnten die Baupreise erneut deutlich steigen.

„Sollten geopolitische Spannungen jedoch weiter den Energiemarkt anheizen, wird Bauen wieder sprunghaft teurer werden“, so Kern weiter.

Mietpreise Steiermark: Uneinheitliche Entwicklung im Wohnsegment

Während Eigentum zulegt, zeigt der Mietmarkt ein deutlich zurückhaltenderes Bild. Graz ist mit einem Minus von 0,5 Prozent bei neuwertigen Mietwohnungen die einzige Landeshauptstadt mit rückläufigen Preisen. Zum Vergleich: Innsbruck verzeichnet ein Plus von 3,56 %.

Diese Entwicklung weist auf eine zunehmende Segmentierung des Marktes hin. Kauf- und Mietpreise entwickeln sich nicht mehr parallel.

„Dass Eigentum steigt, während neuwertige Mieten leicht sinken, ist ein klares Zeichen dafür, dass der Markt differenzierter geworden ist. Gerade im Mietbereich sind die Grenzen der Leistbarkeit deutlich spürbar“, sagt Kern.

Als Gründe gelten unter anderem intensiver Wettbewerb, steigende Preissensibilität und begrenzte Spielräume bei der Mietgestaltung.

Andreas Kern, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKO Steiermark, und Obmann-Stellvertreterin Katharina Waidacher: "Der Markt ist zurück – aber er ist vernünftiger gewor-den. Viele schauen derzeit sehr genau auf Preis, Lage und Qualität. Davon profitiert vor allem der gute Bestand." 

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Regionale Unterschiede bleiben deutlich

Innerhalb der Steiermark zeigen sich weiterhin starke regionale Unterschiede.

Die günstigsten Baugrundstücke finden sich im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit 54,61 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von der Südoststeiermark (55,32 Euro) und Murau (68,24 Euro). Die höchsten Preise werden in Graz (388,12 Euro) sowie in Graz-Umgebung (178,43 Euro) erzielt.

Bei Eigentumswohnungen liegen Murtal (2.071,17 Euro Erstbezug, 993,96 Euro gebraucht) sowie Bruck-Mürzzuschlag und Murau im unteren Preisbereich. Graz bildet erneut die Spitze mit 4228,21 Euro pro Quadratmeter im Neubau und 2339,29 Euro im Bestand.

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Auch bei Mietwohnungen variieren die Preise stark. Die Spanne reicht von 5,94 Euro im Murtal bis zu 9,95 Euro in Graz.

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