Steiermärkische Sparkasse : Steiermärkische Sparkasse: Wieso trotz hoher Inflation so optimistisch?

Vierköpfiges Vorstandsteam der Steiermärkischen Sparkasse: v.l.: Sigmund Loibner, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Walburga Seidl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse

Sigmund Loibner, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Walburga Seidl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse

- © Werner Krug

Die Steiermärkische Sparkasse verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Nachsteuergewinn von 227,5 Mio. Euro. 

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von 6,8 Prozent, wie das Kreditinstitut am 9. September bekannt gab. 

6 entscheidende Trends für Österreichs Regionalbanken

Das Vorjahresergebnis hatte 244,2 Mio. Euro betragen. Als Hauptgrund für den Ergebnisrückgang nennt die Sparkasse Steiermark das gesunkene Zinsergebnis.

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Wachstum bei: Bilanzsumme, Provisionsgeschäft, Eigenkapital

Die Konzernbilanzsumme stieg seit Jahresende 2024 um 3,4 Prozent beziehungsweise 0,8 Mrd. Euro auf nunmehr 23,3 Mrd. Euro an. Gleichzeitig sanken die Betriebserträge um 2,4 Prozent von 470,3 auf 458,9 Mio. Euro.

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Positive Entwicklungen zeigten sich im Provisionsbereich: Der Provisionsüberschuss kletterte um 6,3 Mio. Euro auf 105,1 Mio. Euro, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch 98,8 Mio. Euro betragen hatte. Trotz volatiler Finanz- und Aktienmärkte entwickelte sich das Wertpapierkundengeschäft erfreulich.

"Ein wichtiger Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem Wertpapiergeschäft und hier insbesondere im Private Banking", sagt Vorstandsvorsitzender Georg Bucher.

Das Konzerneigenkapital wuchs kräftig von 3,128 Mrd. Euro im Halbjahr 2024 auf 3,634 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2025. Das Betriebsergebnis ging hingegen auf 294 Mio. Euro zurück, verglichen mit 312 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres.

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Risikovorsorgen und Kreditvergabe

Die Risikovorsorgen stiegen im Konzern um insgesamt 15,7 Mio. Euro an. Die Bank bewertet diesen Anstieg angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds als moderat. 

Das Kreditvolumen bei Privat- und Firmenkunden blieb mit 15,5 Mrd. Euro praktisch unverändert zum Vorjahr.

Bei der Neuvergabe von Privatkrediten erzielte die Steiermärkische Sparkasse im ersten Halbjahr 2025 rund 275 Mio. Euro – ein Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 

Investitionskredite für Unternehmen erreichten per 30. Juni ein Volumen von 529 Mio. Euro. Das Firmenkreditwachstum lag mit minus 0,1 Prozent unter den Erwartungen des Instituts.

Tochterbanken in Südosteuropa stützen Konzernergebnis

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Halbjahresergebnis waren der leicht rückläufige Zinsüberschuss, der höhere Provisionsertrag sowie die stabile Risikosituation. 

Alle Tochterbanken in Südosteuropa lieferten nach Angaben der Sparkasse Steiermark erfreuliche Ergebnisbeiträge. Besonders stark stieg die Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen.

Wirtschaftslage Steiermark bleibt herausfordernd

Nach zwei Rezessionsjahren und angesichts des für 2025 prognostizierten schwachen Wirtschaftswachstums bleibt die gesamtwirtschaftliche Situation angespannt

Eine besondere Herausforderung sei die anhaltend hohe Inflation in Österreich. Diese liegt per Juli bei 3,6 % (Kerninflation 3,3 %), was deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt – im Euroraum wurde dagegen mit Juli exakt dieser Zielwert von 2,0 % erreicht.

"Aus heutiger Sicht erwarte ich mir für das Jahr 2025 ein gutes Jahresergebnis und sehe dem weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2025 zuversichtlich entgegen", sagt Bucher trotzdem.

Die Ergebnisse aus dem 1. HJ seien die Bestätigung für die Strategie der Bank.