Insolvenzen Steiermark : ADA Möbelwerke und Möbelfabrik insolvent: Traditionsunternehmen aus der Steiermark beantragt Sanierungsverfahren
Die ADA Möbelwerke Holding AG und die ADA Möbelfabrik GmbH haben am 24. März 2026 beim Landesgericht Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.
- © Stefan_WeisDie ADA Möbelwerke Holding AG und die ADA Möbelfabrik GmbH haben am 24. März 2026 beim Landesgericht Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht.
Eine weitere jüngste Insolvenzmeldung aus der Steiermark
Die Unternehmensgruppe will in reduzierter Form weiterbestehen und die internationalen Standorte in Ungarn und Rumänien gemeinsam mit Investoren sichern.
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Strukturwandel trifft traditionsreichen Möbelhersteller
Der oststeirische Möbelhersteller ADA betreibt Büro- und Produktionsstandorte in Raaba und Anger sowie Werke in Ungarn und Rumänien. Das Unternehmen zählt zu den ältesten Möbelproduzenten Österreichs.
Für die Insolvenz ausschlaggebend ist laut Eigendarstellung vor allem die schwierige Lage der gesamten europäischen Möbelbranche: Anhaltende Konsumzurückhaltung, der beschleunigte Rückgang des stationären Möbelhandels und ein massiver Konsolidierungsdruck im Markt haben auch die ADA Gruppe erfasst.
Lesen Sie hier über eine erfolgreiche Möbelproduzentin aus der Steiermark
Rückgang der Bestellungen beschleunigt Krise
In den vergangenen drei Jahren unternahm das Unternehmen eigenen Angaben zufolge wesentliche Schritte zur Neuausrichtung – darunter Kostenoptimierungen, Produktionsanpassungen und strategische Änderungen.
Seit dem Jahreswechsel brach der Bestelleingang um durchschnittlich 20 Prozent unter die Erwartungen ein. Trotz Gegenmaßnahmen verschlechterte die Kombination aus schwachem Marktumfeld und einbrechender Nachfrage im ersten Quartal 2026 die Ertragslage weiter.
180 DienstnehmerInnen betroffen – Gehälter über IEF abgesichert
Die Schulden der beiden betroffenen Gesellschaften belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro. Diese bestehen überwiegend gegenüber großen und institutionellen GläubigerInnen.
Der Jahresumsatz der Gruppe lag zuletzt bei rund 110 Millionen Euro. In Österreich sind 180 DienstnehmerInnen betroffen. Ihre Gehälter sind durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) abgesichert. Die Arbeiterkammer wird eng in den Sanierungsprozess eingebunden.
Parallel zum laufenden Verfahren finden derzeit Gespräche mit strategischen InvestorInnen statt. Ziel ist es, wesentliche Teile der Unternehmensgruppe fortzuführen.
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