Walter Ruck : Kommt der Walter Ruck-tritt?

Walter Ruck, Präsident der WK Wien, bei einer Rede am Podium

Walter Ruck, Präsident der WK Wien – bleibt es so?

- © Florian Wieser

Die Debatte rund um Walter Ruck reißt nicht ab– ganz im Gegenteil. 

Der Chef der Wiener Wirtschaftskammer und des Wiener ÖVP-Wirtschaftsbundes soll laut neuen Leaks nicht nur über Industrievertreter, sondern auch über Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) abfällig gesprochen haben. 

Diese Enthüllungen ziehen inzwischen deutliche Reaktionen aus mehreren Richtungen nach sich.

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Industriellenvereinigung und Hattmannsdorfer reagieren verstimmt

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sagt, das Vertrauen in Ruck sei „zutiefst erschüttert". 

Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer selbst nimmt die Sache differenzierter: Ihn beschäftigt weniger, was Ruck konkret über ihn gesagt haben soll, sondern vielmehr das Politikverständnis, das dahinter zum Vorschein kommt.

WKÖ-Chefin Schultz übt scharfe Kritik

Am Montag legte WKÖ-Chefin Martha Schultz nach und fuhr schweres Geschütz auf. Sie forderte Ruck damit indirekt zum Rücktritt auf. Wörtlich hält sie fest, Rucks Aussagen „entsprechen in keiner Weise unserem Weltbild noch unserer Kultur, wie Entscheidungen getroffen werden". 

Gleichzeitig zeigt sich Schultz zuversichtlich: Sie geht davon aus, dass Ruck Schaden von der Kammer fernhalten will und „die richtigen Schritte setzen wird".

Wirtschaftsbund Wien weist Rücktrittsgerüchte zurück

Ganz anders klingt es aus den Reihen des Wirtschaftsbundes Wien. Martin Heimhilcher, einer der Stellvertreter Rucks, stellte sich am selben Tag demonstrativ hinter seinen Präsidenten. Ein Rücktritt komme für den ÖVP-Wirtschaftsbund nicht infrage, so seine kurze Stellungnahme zu einem aktuellen Medienbericht. 

Den entsprechenden Kurier-Bericht über einen möglichen Rücktritt samt Nachfolgespekulation bezeichnet Heimhilcher als „frei erfunden" und wirft vor, Gerüchte böswillig zu streuen.

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