Independent Logistics Society : Wie sieht die Digitalisierung der Logistik und KI-Zukunft aus? Logistik Sommer Leoben bringt 350 Experts zusammen
Inhalt
- Steiermark positioniert sich als Vorreiter der KI in der Logistik
- Emotionale Intelligenz trifft auf Smart Logistics
- Revolution der Mobilität: Alternative Antriebssysteme im Fokus
- Cybersecurity und digitale Souveränität in der Supply Chain Innovation
- Event-Logistik als Testfeld für Industrie 4.0 Österreich
- Fazit: Haltung entscheidet über Erfolg
ILS2025: Talkrunde zum Thema Mobilität & Transformation
- © ILSDer steirische Industriestandort Leoben etablierte sich erneut als zentraler Knotenpunkt für Logistik-Innovation.
Vom 16. bis 18. September versammelten sich über 350 Fachleute beim Internationalen Logistik Sommer Leoben. Unter dem Motto "Digital Empowerment – Redefining Movement for a Sustainable Future" stellten sie die Weichen für die Zukunft der Logistik.
Das jährliche Branchentreffen vereinte Visionäre aus Start-ups mit erfahrenen Führungskräften globaler Konzerne. Mehr als 50 Meinungsführende teilten ihre Perspektiven zu nachhaltiger Transformation und Digitalisierung in der Logistik.
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"Beim internationalen Logistik Sommer diskutieren wir nicht nur Trends, sondern entwickeln Lösungen. Eine Branche, die so stark von Wandel und Innovation geprägt ist wie die Logistik, braucht Plattformen, die Austausch und Mut zur Veränderung fördern", sagt Gernot Valentin von FACC.
Steiermark positioniert sich als Vorreiter der KI in der Logistik
Die offizielle Eröffnung am 17. September startete mit hochrangigen VertreterInnen der steirischen Wirtschaft. Willibald Ehrenhöfer (steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung) sowie Josef Herk (Präsident WK Steiermark) betonen die wachsende Bedeutung der Branche:
„Die Logistik- und Digitalisierungsbranche wird für die Steiermark immer essentieller. Deshalb setzen wir uns für entsprechende Rahmenbedingungen – besonders hinsichtlich Infrastruktur, ein."
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Gerald Hofer (CEO von Knapp), Manuela Raith (Montanuniversität) und Kurt Wallner (Bürgermeister Leoben) sind sich einig: "Digitalisierung und Logistik sind längst zentrale Wirtschaftsfaktoren. Leoben positioniert sich als moderner Wirtschaftsstandort mit Fokus auf digitale Infrastruktur, Innovation und Zusammenarbeit. Wer heute die richtigen Rahmenbedingungen schafft, bleibt morgen wettbewerbsfähig und resilient."
Das Fazit der ExpertInnen: Digitale Technologien müssen menschliche Arbeit unterstützen, nicht ersetzen.
Emotionale Intelligenz trifft auf Smart Logistics
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Beitrag von Manuela Klauser, Geschäftsführerin der Kreativagentur Voller Ideen, über emotionale Intelligenz in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Ihre Ausführungen führten zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmern.
Marcella Kral vom ÖAMTC und Helfried Sorger von Pierer Industrie untersuchten die Herausforderungen, wenn Innovationskraft auf betriebliche Realitäten trifft.
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„Endlich lassen sich Digitalisierung und Logistik zunehmend enger miteinander verbinden. Künstliche Intelligenz ist eine Jahrhundertchance, die nicht nur unsere Branche, sondern die Gesellschaft auf der gesamten Welt nachhaltig verändern wird.”Bernhard Schmaldienst (Associate Vice President Transporeon Products bei Transporeon)
Revolution der Mobilität: Alternative Antriebssysteme im Fokus
Die Zukunft der Logistik erfordert neue Denkansätze bei Mobilität und Antriebstechnologien.
Hans Jörg Einfalt von Shell verdeutlicht: "Anstatt vorrangig den Tank-to-Wheel-Prozess zu betrachten, müssen wir die gesamte Lebensdauer von Mobilität im Gesamten, in den Blick nehmen. Elektromobilität ist ein relevanter Baustein, aber nicht die alleinige Lösung. Entscheidend ist, Vor- und Nachteile realistisch abzuwägen und dem Endverbraucher die Wahl zu lassen, wie er seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte."
Marcella Kral vom ÖAMTC ergänzt: „Die Ausrede, es gäbe nicht genug Energie, reicht längst nicht mehr. Mit intelligenter Steuerung und einem wachsenden Gebrauchtmarkt wird auch der Preis für E-Mobilität keine Ausrede mehr sein. Ladestationen müssen dort sein, wo das Leben stattfindet.
Cybersecurity und digitale Souveränität in der Supply Chain Innovation
Wie lässt sich die Balance zwischen Datenmacht und digitaler Souveränität halten?
"In unserer Arbeit als Sicherheits- und Krisenberater zeigt sich immer deutlicher, wie stark krisenhafte Ereignisse die Logistik unserer Industriekunden beeinflussen. Ob in der präventiven Risikobetrachtung oder im Ernstfall – die Logistik bleibt stets ein zentraler Kernprozess", sagt Wolfgang Bachler (Geschäftsführer von bachler & partners, Kompetenz für strategische Sicherheit).
Bernhard Schmaldienst von Transporeon nennt hier Künstliche Intelligenz als Jahrhundertchance.
Philipp Trummer, CEO von ITanic, ergänzt: "Um den Change-Prozess voranzutreiben, ist es aus unserer Sicht unerlässlich, die Risiken in digitalen Lieferketten noch sichtbarer zu machen."
Event-Logistik als Testfeld für Industrie 4.0 Österreich
Die Veranstaltungsbranche diente auch als Beispiel für praktische Logistikoptimierung. Fritz Strba (FFS Bookings), Mike Reiter (Brainsworld), Andreas Grad (Transdanubia Spedition) und Michael Tassis (Helmut List Halle) zeigten Fortschritte auf.
„Fairness, CO2-optimierte Transporte, digitale Tools für Monitoring und Planung: Erste gute Lösungsansätze sind da und deren nachhaltige Wirkung wird bereits sichtbar. Das ist erfreulich für die Branche und dennoch brauchen wir noch etwas Geduld, weil noch nicht jede Bühne automatisch nachhaltig ist", sagt Strba.
Reiter demonstrierte die praktische Umsetzung: "Eines unserer Projekte ist die Iron Road for Children (IRFC). Diese ist - und darauf sind wir sehr stolz - als Green Event zertifiziert. Wir verzichten bewusst auf Plastikbecher und setzen auf ein nachhaltiges Anreisemodell, in Kooperation mit der ÖBB. Wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste gibt, kann eine echte Weiterentwicklung für eine nachhaltige Zukunft entstehen."
Fazit: Haltung entscheidet über Erfolg
Nach drei intensiven Tagen blieb eine zentrale Erkenntnis: Die Zukunft der Logistik entsteht nicht durch leere Phrasen, sondern durch konkrete Perspektiven und praktische Lösungen. Menschen bleiben der entscheidende Erfolgsfaktor.
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