Politische Kommunikation : Die Frequenz des Wohlstands und die negative Politiksprache
Die Sprache, die in der politischen Kommunikation beinahe von allen Parteien oft benutzt wird, ist überwiegend von Negativbegriffen durchsetzt.
- © adobe stock/pressmasterErfolgstrainer, Business-Influencer sowie Neurowissenschaftler sind sich ja weitgehendst einig, dass Gedanken und Sprache stark unsere Realität beeinflussen können. Der Grund: Wir beginnen, unbewusst nach gewissen Mustern zu handeln.
Erfolgreiche Menschen wissen um die Bedeutung der Gedankendisziplin Bescheid. Sie verstehen, wie essenziell es ist, einen Fokus auf positive Gedanken und Erfolg zu legen. Im Spitzensport ist es längst eine etablierte Mentaltechnik, sich den Sieg immer wieder und wieder bildlich im Kopf vorzustellen. Auch erfolgreiche Geschäftsleute tun dies. Sie manifestieren gedanklich ihren Erfolg.
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Schon in der Antike wusste man, dass ein fokussierter Geist Quell des Erfolgs ist. Die Physik findet immer mehr heraus, dass unser Universum auf Frequenzen reagiert. Positive Gedanken gleich positive Frequenzen. Auch die Kognitionswissenschaft stellt fest, dass Gedanken und Sprache wesentlich beeinflussen, wie wir unsere Realität wahrnehmen und unterbewusst Handlungen setzen.
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Warum die Politik moderne Business-Kommunikation ignoriert
Was in der Business-Welt daher eigentlich längst unter erfolgreichen Führungskräften und Unternehmerpersönlichkeiten weit verbreitet ist – nämlich durch positive Gedanken und Sprache, Erfolg zu manifestieren, – hat sich offenbar in der Welt der Politik noch überhaupt nicht durchgesetzt. Warum eigentlich nicht?
Analysiert man die politische Kommunikation der letzten Jahre, wird man feststellen, dass diese von Schuldzuweisungen, Fundamentalkritik (in Abgrenzung zur konstruktiven Kritik) und einem durchaus negativen World-Building und Sprachduktus durchsetzt ist. Grundsätzlich wird der politische Gegner auf das heftigste kritisiert und oft auch mit scharfen, abwertenden Attributen versehen.
Negative Sprache prägt die politische Realität
Auffallend regelmäßig werden Wörter wie „menschenverachtend" in völlig undifferenzierter Weise benutzt. Damit spricht man dem politischen Gegenüber jegliche guten Absichten ab und stellt ihn moralisch auf die unterste Stufe. Auch der Ausdruck „völlig inakzeptabel" wird inflationär benutzt. Das auffallend oft von Politikerinnen und Politikern, die andernfalls gerne der Toleranz den roten Teppich ausrollen.
Ganz zu schweigen von der ultimativen Keule, dass alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, als rechts oder rechtsextrem, antisemitisch, rassistisch etc. etc. diffamiert wird. In Summe: Politische Kommunikation schwingt allgemein auf einer recht niederen Frequenz, wenn man es so ausdrücken will.
Der Unterschied zwischen Politik und modernen Erfolgsstrategien
Die Sprache, die in der politischen Kommunikation beinahe von allen Parteien heutzutage sehr oft benutzt wird, ist heftig, unversöhnlich und überwiegend von Negativbegriffen durchsetzt. Auch wird sehr oft ein negatives Framing der Zustände in unserer Gesellschaft betrieben.
Doch der Ton macht die Musik. Die Politik schafft sich mit dieser unreflektierten und verantwortungslosen Sprache auch ihre eigene Realität.
Die Politiksprache – und das konnte man auch diesen Sommer wieder anhand der Teilzeitdebatte erleben – ist wenig auf Wertschätzung, Zusammenhalt und positive Konnotationen aufgebaut. Stattdessen basiert sie hauptsächlich auf Abwertung, Polarisierung und Angst.
Wie sehr sich politische Kommunikation damit von modernen kognitiven Erfolgsstrategien unterscheidet, ist verwunderlich und – um es mit Politiksprache auszudrücken – „völlig inakzeptabel und menschenverachtend".
Positive Kommunikation als Schlüssel zum Wohlstand
Stimmung ist die halbe Konjunktur und Stimmung entsteht zuerst im Kopf. Wenn dem so ist, sollte die Politik rasch mentale Erfolgskonzepte beherzigen und durch sprachliche und gedankliche Disziplin für positive Affirmationen sorgen. Dann kommt unser Land vielleicht auch wieder in die Frequenz des Wohlstandes.