Hans Roth Umweltpreis : Hans Roth Umweltpreis: die Siegerprojekte 2025

Bei der Verleihung des Hans Roth Umweltpreis 2025 mit Trophäen in Händen: Clemens Bendler, TU Graz; Aleksander Jandric, BOKU; Hanna Kobald, Montanuniversität Leoben; Hans Roth, Saubermacher Gründer; Clara Neuendorf, TU Wien; Markus Schlacher, Universität für Weiterbildung Krems

Clemens Bendler, TU Graz; Aleksander Jandric, BOKU; Hanna Kobald, Montanuniversität Leoben; Hans Roth, Saubermacher Gründer; Clara Neuendorf, TU Wien; und Markus Schlacher, Universität für Weiterbildung Krems

- © Saubermacher

Der Hans Roth Umweltpreis wurde heuer zum 20. Mal an herausragende WissenschaftlerInnen vergeben. 2025 geht er an Aleksander Jandric von der Universität für Bodenkultur Wien

Jandric erhält die Auszeichnung für seine Dissertation zur Entwicklung eines mobilen Analyseverfahrens komplexer Abfälle. Mit einem tragbaren Röntgengerät lassen sich wertvolle Metalle und Schadstoffe in Leiterplatten sowie Kunststoffen mit Laborpräzision bestimmen. Die Methode ermöglicht die Rückgewinnung knapper Rohstoffe aus Abfall und minimiert gleichzeitig Gesundheitsrisiken.

Gleichzeitig mit der Verleihung wurde auch das 20-jährige Jubiläum des Umweltpreises gefeiert.

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Mobile Röntgentechnologie macht Rohstoffe aus Abfall sichtbar

Die technologische Entwicklung der vergangenen Jahre brachte eine Flut elektronischer Produkte auf den Markt. Parallel dazu steigt das Aufkommen an Elektroschrott. Nach Angaben der Europäischen Kommission landeten 2022 rund 5 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte in der EU im Müll. 

Leiterplatten und Kunststoffe enthalten wertvolle Metalle wie Kupfer, Gold oder Silber. Zugleich sind darin Schadstoffe wie Blei oder Arsen vorhanden, die bei falscher Entsorgung Umwelt und Gesundheit gefährden können.

"Gerade für den Wirtschaftsstandort Graz sind nachhaltige Technologien und Kreislaufwirtschaft entscheidend, um neue Wertschöpfung zu ermöglichen", sagt Wirtschaftsstadtrat Kurt Hohensinner.


Eine präzise Materialanalyse bildet die Grundlage für effiziente Materialrückgewinnung und Risikominimierung. Jandric, Absolvent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der BOKU Wien, entwickelte im Rahmen seiner Dissertation ein schnelles und kostengünstiges Verfahren zur exakten Bestimmung von Inhaltsstoffen. 

Der Wissenschafter wurde bereits 2018 für seine Masterarbeit mit dem Hans Roth Umweltpreis ausgezeichnet.

Kreislaufwirtschaft: 4 weitere Projekte zur Abfallverwertung prämiert

Die Arbeiten der vier weiteren ausgezeichneten AbsolventInnen zeigen die Bandbreite innovativer Lösungen in der Kreislaufwirtschaft. Die Themen reichen vom Textilrecycling (konkret eine automatisierte, nahinfrarotbasierte Sortierung) über die thermische Aufbereitung von Mineralwolleabfällen bis zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Mobiltelefonen. 

"Gerade in Zeiten wachsender Rohstoffknappheit brauchen wir Menschen, die mit Kreativität und wissenschaftlicher Exzellenz an Lösungen für eine nachhaltige Zukunft arbeiten", sagt Umweltlandesrätin Simone Schmiedtbauer.

Neben dem mit 4.000 Euro dotierten Hauptpreis, erhielten Hanna Kobald von der Montanuniversität Leoben, Clemens Bendler von der TU Graz, Clara Neuendorf von der TU Wien und Markus Schlacher von der Universität für Weiterbildung Krems jeweils 2.200 Euro Preisgeld.

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