Flughafen Wien AG News : Fernost-Boom bei Flughafen Wien AG: Konzerngewinn steigt um 6,2% im Halbjahresergebnis 2025
Am Standort Wien/Schwechat stieg die Anzahl der Passagiere um 2,4 Prozent auf 14,7 Millionen Reisende.
- © APA/MAX SLOVENCIKDie Flughafen Wien AG blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2025 zurück.
Der Konzerngewinn kletterte um 6,2 Prozent auf 115,1 Mio. Euro, während das Betriebsergebnis (EBIT) um 5,3 Prozent auf 146,1 Mio. Euro anstieg. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 3,3 Prozent auf 211,7 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 7,4 Prozent auf 524,4 Mio. Euro.
Damit sei der Flughafen "wirtschaftlich gut unterwegs, und das trotz zahlreicher Belastungsfaktoren aus internationalen Krisen, wie etwa die monatelangen Ausfälle von Israel-Reisenden", sagt Vorstand Günther Ofner.
Die Beschäftigtenzahl verringerte sich geringfügig um 0,5 Prozent auf 5.412 Mitarbeiter.
Auch operativ sei man gut unterwegs: So sei der Flughafen Wien nach wie vor der pünktlichste Hub der Lufthansa-Gruppe und einer der pünktlichsten Airports Europas.
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Passagierzahlen Wien zeigen positive Entwicklung
Am Standort Wien/Schwechat stieg die Anzahl der Passagiere um 2,4 Prozent auf 14,7 Millionen Reisende.
"Die positive Passagierentwicklung der vergangenen Perioden hat sich auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, wenngleich – wie erwartet – abgeschwächt fortgesetzt", so der Flughafen.
Die Flugbewegungen am Flughafen Schwechat nahmen um drei Prozent auf 112.956 Starts und Landungen zu.
Fernost-Destinationen und Cargo Volumen Wien im Aufwind
Besonders bemerkenswert entwickelten sich die Verbindungen nach Fernost, die ein überdurchschnittliches Wachstum von 32,5 Prozent verzeichneten.
Das Cargo-Volumen stieg nach Unternehmensangaben um 9,1 Prozent auf 154.001 Tonnen.
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Ausblick bestätigt: Nettoergebnis von 230 Mio. Euro
Der Jahresausblick für 2025 bleibt unverändert bestehen. Die Flughafen Wien AG rechnet mit einem Umsatz von rund 1,08 Mrd. Euro, einem EBITDA von ca. 440 Mio. Euro und einem Nettoergebnis vor Minderheiten von rund 230 Mio. Euro.
Die Investitionen sollen etwa 300 Mio. Euro erreichen. "Wobei alle Vorhaben aus Cashflow und Rücklagen finanziert werden", betonte der Flughafen Wien.
Die Rekordinvestitionen fließen in den Ausbau der Standorte Wien und Malta. "Dabei sind alle Projekte im Zeit- und Budgetplan und machen gute Fortschritte", so Ofner. "Das laufende, mehrjährige Investitionsprogramm wird ungeachtet der für 2026 zu erwartenden Tarifsenkung wie geplant fortgesetzt, ein unternehmensweites Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm soll die finanziellen Auswirkungen abfedern.“
Bisherige Investitionen 2025
Im ersten Quartal 2025 wurden in Summe € 140,2 Mio. (zum Vergleich: im ersten Quartal 2024 waren es € 83,1 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert bzw. als Anzahlung geleistet.
Das größte Investitionsprojekt am Standort Wien betrifft die Süderweiterung mit € 67,1 Mio. Am Flughafen Malta wurden im ersten Halbjahr 2025 insgesamt € 34,4 Mio. investiert.
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Herausforderungen bei Flughafenentgelten Österreich ab 2026
Für das Jahr 2026 bahnen sich bereits bestimmte Belastungen an.
"Aufgrund des Auslaufens der Covid-19-Sonderregelung werden die Flughafenentgelte ab 1.1.2026 wieder nach der gesetzlichen Formel ermittelt. Das bewirkt für 2026 eine voraussichtliche Absenkung des Passagiertarifs um rund 4,6 Prozent, die Landegebühren sinken um rund 2,15 Prozent", rechnete der Flughafen in einer Aussendung vor.
"Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Destination Wien", sagt aber Vorstand Julian Jäger.
Quartalsergebnis Flughafen im Detail
Das zweite Quartal verzeichnete einen Umsatzanstieg von 7,4 Prozent auf 298,6 Mio. Euro im Jahresvergleich. Das EBIT erreichte 97,4 Mio. Euro, verglichen mit 92,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBITA-Marge belief sich auf 32,6 Prozent, nach 33,2 Prozent im Vorjahresquartal.
Im Juli 2025 verzeichnete der Vienna Airport inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Flughafen Košice insgesamt 4.451.623 Passagiere (Juli 2024: 4.406.802 Passagiere).
Der Standort Flughafen Wien registrierte im Juli 3.283.706 Reisende. Damit befand sich das Passagieraufkommen leicht unter dem des Vorjahresmonat.
"Ursache dafür waren vor allem die geopolitischen Krisen in Israel und im Iran, die den Flugverkehr im Nahen Osten beeinträchtigten", erklärt Jäger. "Dennoch sind wir optimistisch, unsere Jahresziele von rund 42 Mio. Passagieren in der Flughafen-Wien-Gruppe und rund 32 Mio. Fluggästen am Standort Wien zu erreichen." (LB/APA)
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