BSH Hausgeräte : BSH Hausgeräte GmbH wächt in Österreich und erschließt neue Segmente

Eröffnung des BSH-Werks in Kairo, Ägypten, im Juni 2025

Eröffnung des BSH-Werks in Kairo

- © BSH Hausgeräte GmbH

Die BSH Hausgeräte GmbH, die in Österreich mit den Marken Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und Constructa präsent ist, schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von 15 Milliarden Euro ab. 

Gegenüber 2024 entspricht das einem nominellen Rückgang von -1,6 %; in lokaler Währung gerechnet ergibt sich allerdings ein Wachstum von +2,8 %. Als größter Hausgerätehersteller in Europa konnte die BSH in den Regionen Nordamerika, Europa und den Emerging Markets jeweils ein Umsatzplus verbuchen.
 

„Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen. Es war ein Jahr mit viel Gegenwind, in dem sich jedoch gezeigt hat, dass unser Zukunftsfahrplan wirkt", kommentiert CEO Matthias Metz.

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Das Geschäftsjahr 2025 stand abermals im Zeichen zahlreicher Belastungsfaktoren – von anhaltend schwachen Immobilienmärkten bis hin zu geopolitischen Spannungen

Dennoch zeigen die Resultate in den Wachstumsmärkten, dass die Strategie des Unternehmens greift: Mit einem klar aufgestellten Markenportfolio und gezielten Investitionen hat der Hausgerätehersteller seine Stellung in zentralen Regionen ausgebaut und neue Wachstumspotenziale gehoben.

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BSH Hausgeräte wurde von Great Place to Work als einer der "Top 45 Best Workplaces Austria 2025" ausgezeichnet.

- © BSH Hausgeräte GmbH

BSH Hausgeräte GmbH mit Umsatzwachstum in diesen Regionen

In Nordamerika legte die BSH Hausgeräte GmbH in lokaler Währung um mehr als 5 % zu; auf Euro-Basis ergibt das aufgrund des Wechselkursverlaufs ein Plus von 0,4 %. Zusätzliche Marktanteile wurden gewonnen. Als Haupttreiber nennt das Unternehmen die Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie das Geschäft mit Einbaukühlschränken und Gaskochfeldern. Parallel dazu wurde die Marke Bosch in der Region gezielt gestärkt.


In Europa wuchs der Umsatz trotz Preisdruck um 1,2 %. Damit gelang dem Unternehmen eine Trendwende gegenüber den Vorjahren. Besonders hervorzuheben ist ein Plus von 4 % im Einbaubereich.

Positive Entwicklungen zeigten sich darüber hinaus in lokalen Märkten wie Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Italien und Österreich.

Backofen mit vollständig integrierter KI-unterstützter Sprachsteuerung

- © BSH Hausgeräte GmbH

BSH Hausgeräte in Österreich: Umsatz und Arbeitgeber-Bewertung

In Österreich erzielte die BSH Hausgeräte GmbH einen Jahresumsatz von rund 296 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von rund 2,1 %. 

Die unabhängige Organisation Great Place To Work hat BSH Österreich erneut als einen der 45 besten Arbeitsplätze des Landes aus (TOP 45 Best Workplaces Austria 2025) ausgezeichnet und für 2026 erneut als „Great Place to Work" zertifiziert.


Neben dem Vertrieb von großen und kleinen Hausgeräten der Marken Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und Constructa spielt der eigene Werkskundendienst eine zentrale Rolle. Ein österreichweites Netz an ServicetechnikerInnen sowie die eigene Kleingeräte-Werkstatt in Wien ließen die Kundenzufriedenheit laut Befragungen weiter steigern.

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Ebenfalls in Wien befindet sich seit zehn Jahren die Stilarena mit den Showrooms verschiedener Marken.

Reparaturbonus-Ende und seine Auswirkungen

Das Servicegeschäft war 2025 maßgeblich davon geprägt, dass der „Reparaturbonus" ab Ende Mai ausgesetzt wurde. Das führte österreichweit zu einer geringeren Nachfrage nach Reparaturen. 

Mit der „Geräte-Retter-Prämie" wurde die Wiederaufnahme eines reduzierten Förderprogramms für die Reparatur von Elektrogeräten mit Start Jänner 2026 bekanntgegeben. Für das laufende Jahr erwartet die BSH Österreich daraus positive Effekte auf die Kundenzufriedenheit und das Kundendienstgeschäft.

Emerging Markets mit kräftigem Wachstum – Greater China als Ausnahme

In den Emerging Markets – dazu zählen unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika – stieg der Umsatz um 2,3 %. In lokaler Währung entspricht das einem Zuwachs von 24 %

In Kairo gibt es eine neue Produktionsstätte. Angesichts der Größe und strategischen Bedeutung des indischen Marktes wird Indien seit 2026 als eigenständige Region India geführt.
 

Greater China verzeichnete als einzige Region einen Rückgang: Der Umsatz sank um 7,1 % (in lokaler Währung: -3,2 %), was auf die anhaltende Marktschwäche zurückzuführen ist. Den Status als führender nicht-chinesischer Hausgerätehersteller in diesem Markt konnte die BSH allerdings verteidigen.

Hohe F&E-Investitionen und KI als Innovationstreiber

Die BSH Hausgeräte GmbH hob ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Geschäftsjahr 2025 erneut an. Mit 847 Millionen Euro entfielen 5,6 % des Jahresumsatzes auf F&E.  

„Im Markt überzeugende Innovationen, vorangetrieben durch Investitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sind einer der Wachstumstreiber der BSH", sagt dazu CFO Thorsten Lücke

Darüber hinaus flossen Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro (3,1 % des Umsatzes) in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb.

Neue Produkte und KI-gestützte Hausgeräte im Fokus

Zu den Produktneuheiten des Jahres zählen unter anderem der erste Einbau-Saug- und Wischroboter unter der Marke Bosch sowie die erste Dampfschublade unter den Marken Bosch, Siemens und Neff. 


Einen besonderen Stellenwert hatte 2025 die Produktfamilie Consumer Products: Verkäufe des Bosch Cookit stiegen, ebenso wie das Wachstum bei Kaffeevollautomaten. Mit Bosch Airfryern und den Bosch Spotless Saug- und Wischrobotern erschloss das Unternehmen zusätzliche Segmente.
 

Im Bereich vernetzter und KI-gestützter Anwendungen sticht der KI-Rezeptkonverter für den Bosch Cookit hervor, der Online-Rezepte in geführte Kochprogramme übersetzt. In China ist seit Beginn des Jahres der erste Backofen mit vollständig integrierter KI-gestützter Sprachsteuerung erhältlich. Weitere Anwendungen in der Wäschepflege sollen folgen.

Ausblick 2026

Für das laufende Jahr 2026 rechnet die BSH Hausgeräte GmbH weiterhin mit einem volatilen Marktumfeld

„Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar", meint CEO Metz. "Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen."