Vorarlberg Schweiz : Mehr als Touristen-Austausch: Vorarlberg und Schweiz als Win-Win-Situation
Was die wirtschaftliche Stärke Vorarlbergs ausmacht, ist nicht zuletzt seine enge Partnerschaft mit der benachbarten Schweiz.
- © Adobe stock/SimoneMit einem breit gefächerten Branchen- und Technologiemix, einem leistungsfähigen industriellen Kern und einer dynamischen Dienstleistungswirtschaft steht Vorarlberg wirtschaftlich auf einem soliden Fundament.
Besonders der Ballungsraum Rheintal-Walgau bildet das industrielle Rückgrat des Landes, während sich in den alpinen Regionen tragfähige Strukturen aus Handwerk, Gewerbe und Tourismus etabliert haben.
Doch was die wirtschaftliche Stärke Vorarlbergs zusätzlich ausmacht, ist seine enge Partnerschaft mit der benachbarten Schweiz. Die Schweiz ist nicht nur nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner Vorarlbergs, sondern auch ein bedeutender Impulsgeber in Sachen Innovation, Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung.
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Starke Wirtschaftsbeziehungen: Export und Arbeitsmarkt und Tourismus
Die wirtschaftliche Verflechtung beider Regionen ist bemerkenswert. Über 240 Vorarlberger Unternehmen sind derzeit in der Schweiz aktiv.
Allein im ersten Halbjahr 2024 erreichte der bilaterale Warenverkehr ein Volumen von über 1,2 Milliarden Euro. Diese enge wirtschaftliche Integration sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch Wertschöpfung auf beiden Seiten der Grenze.
Zudem profitieren tausende Grenzgänger vom offenen Arbeitsmarkt. Qualifizierte Fachkräfte aus Vorarlberg arbeiten in der Schweiz, wo sie von der hohen Lohnstruktur profitieren, während Schweizer Unternehmen von der Ausbildung und Leistungsbereitschaft der Vorarlberger Fachkräfte profitieren. Dies schafft eine Win-Win-Situation für beide Regionen.
Bedeutung für den Tourismus
Auch im Tourismus zeigt sich die Bedeutung der grenzüberschreitenden Partnerschaft. Schweizer Gäste sorgen jährlich für über 900.000 Nächtigungen in Vorarlberg – ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, insbesondere für den ländlichen Raum.
So war zum Beispiel die Wintersaison 2024/2025 für Vorarlberg sehr zufriedenstellend und reiht sich "sogar unter die Top fünf seit Aufzeichnungsbeginn", so Tourismusdirektor Christian Schützinger.
Bei den Gästen aus der Schweiz gab es zuletzt deutliche Zuwächse.
Lesen Sie hier über Vorarlbergs nachhaltige Tourismusstrategie
Innovationskraft trifft Standortvorteile
Vorarlberg punktet als Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Standortvorteilen. Die Nähe zu den kaufkraftstärksten Märkten Europas, eine hohe Produktivität, technologisch hochwertige Infrastruktur und eine effiziente Verwaltung machen das Land zu einem attraktiven Investitions- und Innovationsstandort.
Die niedrige Unternehmensbesteuerung und das Fehlen von Gewerbe- und Vermögenssteuern tragen ebenso zur Standortqualität bei wie kurze Entscheidungswege und eine gut vernetzte, heterogene Wirtschaftslandschaft.
Diese Standortfaktoren, gepaart mit der Innovationsführerschaft der Schweiz, schaffen ein einzigartiges Ökosystem für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups in der Bodenseeregion.
Die Frage bleibt allerdings: Wie kann Vorarlberg seine Nähe zum Innovationsführer Schweiz weiter nutzen? Die Lage prädestiniert das Ländle jedenfalls, sich noch stärker als Innovationsregion in Europa zu positionieren. (SR/APA)
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