Stihl Tirol : Stihl Tirol GmbH: Plus 16 Prozent – warum der Gartengeräte-Riese jetzt konsolidiert
Ralph Schmid hat die Geschäftsführung Anfang 2026 übernommen.
- © STIHL Tirol,Der Gartengeräte-Hersteller Stihl Tirol GmbH aus Langkampfen im Tiroler Unterland hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz deutlich gesteigert.
Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Erlös um 16 Prozent auf 853 Mio. Euro, wie das Unternehmen bekannt gab. Gleichzeitig kündigte das Management eine gezielte Weiterentwicklung und Konsolidierung des Standortes an.
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Dennoch: Das Geschäftsjahr 2025 war insgesamt durch eine herausfordernde Zollpolitik der USA, eine spürbare Kaufzurückhaltung sowie negative Wechselkurseffekte belastet.
Neuer Geschäftsführer Ralph Schmid setzt auf Konsolidierung
Die gesamte Stihl Gruppe stehe vor einer "Neuordnung des Produktportfolios". Konkret werde dabei geprüft, "an welchem der Produktionsstandorte in weltweit acht Ländern welches Produkt gefertigt wird".
Am Tiroler Standort sollen bodengeführte Gartengeräte wie Rasenmäher oder Garten-Häcksler sowie Schaftgeräte wie Akku-Freischneider oder Akku-Hochentaster weiterhin zu den Kernkompetenzen zählen. Auch in einem herausfordernden Geschäftsjahr verlief der Absatz von Akku-Geräten positiv.
"Nach vielen Jahren des Wachstums bei Stihl Tirol geht es jetzt darum, den Standort gezielt weiterzuentwickeln. Deshalb beschreiten wir den Weg der Konsolidierung", sagt Ralph Schmid.
Schmid hat die Geschäftsführung Anfang 2026 von Richard Felix – der die Funktion interimistisch innehatte – übernommen. Sein Ziel sei es, sicherzustellen, dass Stihl Tirol "auch in den kommenden Jahren ein starker Standort der Stihl Gruppe bleibt."
Investitionen in Technologie und regionale Partnerschaften
Das Unternehmen will künftig in Zukunftstechnologien investieren. Als konkretes Beispiel dient eine neue Laserrohrschneideanlage, die seit März 2026 vollautomatisch in Betrieb ist und den Fertigungsprozess optimiert.
Außerdem beabsichtigt Stihl Tirol, sein Know-how und seine Infrastruktur externen IndustriepartnerInnen in der Region zugänglich zu machen – etwa in den Bereichen Messtechnik, Prüfungen oder Entwicklung. Die Kooperationen mit dem Management Center Innsbruck (MCI) und der Fachhochschule Kufstein sollen darüber hinaus fortgeführt werden.
Seit wann steigen die Umsatzzahlen bei Stihl Tirol?
Stihl Tirol verzeichnete seit Beginn der Coronapandemie kontinuierlich steigende Umsatzzahlen. Im Jahr 2023 erreichte das Unternehmen mit 953,3 Mio. Euro einen Höchstwert, bevor der Umsatz im Folgejahr auf 733,06 Mio. Euro sank.
Ende 2025 beschäftigte die Stihl Tirol GmbH 902 Personen am Standort Langkampfen, gegenüber 927 im Jahr 2024. Den Stammsitz der Stihl Gruppe bildet Waiblingen bei Stuttgart. Weltweit beschäftigt der Konzern laut eigenen Angaben 20.246 MitarbeiterInnen, der Gesamtumsatz liegt bei 5,48 Mrd. Euro.
(LB/APA)
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